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Eysenbach, Gunther (1996): Wörterbuch der EDV-Begriffe in der Medizin. YELLOW INTERNET publishing, http://yi.com/home/EysenbachGunther/wb.htm
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Wörterbuch der EDV-Begriffe in der Medizin

(German dictionary of medical informatics)

von Gunther Eysenbach , Uni Freiburg, Medizinische Fakultät

500 Stichwörter, mehr als 1000 Querverweise

Enstanden aus meiner persönlichen Datenbank für Recherchen zu meinem Buch Computer-Manual für Mediziner und Biowissenschaftler (ebenfalls teilweise online abrufbar) sowie meiner Redakteurstätigkeit für die Springer-Loseblattsammlung "Praxis und Computer".

Nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt - aber ohne Gewähr !

Hinweise zur Online-Version:

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A


ABDA-Datenbanken

Überbegriff für alle Datenbasen (-> Datenbasis ), die von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zusammengestellt werden. Die Datenbasen enthalten primär Fakten aus Pharmazie und Pharmakologie; im Einzelnen handelt es sich um Informationen über

- Arzneistoffe: Diese Datenbasis entspricht der gedruckten Pharmazeutischen Stoffliste, und enthält ca. 18.000 Einträge zu Arneimittelsubstanzen

- Interaktionen zwischen Arzneimitteln/Fertigpräperaten: Diese Datenbasis entspricht inhaltlich der gedruckten Version "Mikropharm 1 Arzneimittel-Interaktionen" und enthält über 400 Interaktionsmonographien.

- Fertigarzneimittel: Entspricht inhaltlich der gedruckten Version Mikropharm 2 (Fertigarzneimittelverzeichnis); enthalten sind rund 200.000 Präperate des In- und Auslands

Teile der ABDA-Rohdaten werden unter anderem in das Arzneimittelinformationssystem -> AMIS der KBV integriert und so dem Anwender von Praxis-Abrechnungssoftware zur Verfügung gestellt. Die Daten werden aber auch von der ABDA als -> Datenbanken auf -> Diskette , -> CD-ROM , oder -> online angeboten, letzteres beispielsweise bei -> DIMDI als -> online -Datenbank "ABDA-Pharma", "ABDA-Stoffe" oder "ABDA-Interaktionen".

Info: Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA, Beethovenplatz 1-3, 60325 Frankfurt/Main


Abrechnungsdatenträger

-> ADT


Abrechnungsprogramm

Syn.: Arztabrechnungssystem, Abrechnungssystem, Praxis-EDV-Software, Abrechnungssoftware

-> Software für die kassenärztliche Praxis, die nach Maßgabe des Kassenarztrechts Kassen- und Privatliquidation unterstützt und Patienten- und Abrechnungsdaten in -> relationalen Datenbanken verwaltet.

Die Abrechnung vertragsärztlicher Leistungen ist gegenüber der -> KV mittels -> EDV nur dann möglich, wenn die eingesetzte Software von der Prüfstelle bei der -> KBV im Rahmen einer -> Zulassungsprüfung zertifiziert ist und eine Prüfnummer bekommen hat (§35 Abs. 1, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994). Zur Zeit besitzen rund 200 Abrechnungsprogramme unterschiedlicher Hersteller eine derartige Zulassung.

Für die Abrechnung vertragsärztlicher Leistungen mittels EDV ist ferner die vorherige Genehmigung der KV erforderlich. Diese Genehmigung erfolgt widerruflich und ist an den Einsatz der zertifizierten Softwareversion gebunden. Sie gilt auch für Folgeversionen der gleichen Software, sofern diese von der Prüfstelle der KBV zertifiziert worden ist (§35 Abs. 2, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994).

Hauptaufgabe des Abrechnungsprogramms ist die Erstellung der Quartalsabrechnung, in der Regel durch die automatische Erstellung eines Abrechnungsdatenträgers (-> ADT ) am Quartalsende, also einer Diskette, auf der die Abrechnungsdaten gemäß den Vorschriften der KBV gespeichert werden (-> Diskettenabrechnung ). Darüber hinaus kann das Programm auch andere Methoden der Abrechnung unterstützen, etwa die sog. -> Aufkleberabrechnung sowie die -> Endlosabrechnung .

Ab dem 1.7.1996 sind zur Abrechnung vertragsärztlicher Leistungen mittels EDV nur noch maschinell verwertbare ->; Datenträger zulässig. (§35 Abs.7, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994), d.h. keine papiergebundenen Abrechnungsbelege mehr.

Für den Arzt ergeben sich durch die Verwendung eines Abrechnungsprogramms insbesondere die Vorteile der schnelleren und bequemeren Erstellung der Quartalsabrechnung, eine bessere Kontrolle der abgerechneten Leistungen (Statistikfunktionen zur Kontrolle des Verordnungsverhaltens => Schutz vor Regreßforderungen) sowie eine Verhinderung von fehlerhaften Abrechnungen (-> Regelwerksprüfung ).

Auch für die -> KVen ergeben sich erheblicher Rationalisierungsvorteile und Einsparungen, die teilweise in Form eines Verwaltungskostenrabatts an den EDV-anwendenden Arzt weitergegeben werden.


Absturz

Unplanmäßger Programmabruch, der sich meist darin manifestiert, daß ein Anwendungsprogramm mit einer Fehlermeldung beendet wird ("aussteigt"). In schweren Fällen verweigert der Computer aus meist unerfindlichen Gründen plötzlich völlig seinen Dienst; in den meisten Fällen hilft dann nur noch ein Druck auf die RESET-Taste. Ein Absturz ist oft mit Datenverlust verbunden, da alle nicht auf Massenspeicher (-> Festplatte , -> Diskette usw.) abgespeicherten Informationen verloren gehen. Stürzt der Computer ab, während ein Schreibzugriff auf die Platte erfolgt, können auch -> Dateien oder die -> FAT beschädigt werden; in diesem Falle sollte mit Programmen wie CHKDSK oder DISKFIX die Integrität der Datenstruktur überprüft werden. Ursachen eines Absturzes: Häufig ist ein Programmierfehler schuld, selten liegt ein Hardwarefehler vor. Reine Bedienungsfehler des Anwenders sollten eigentlich vom Programm abgefangen werden und nicht zum Absturz führen; stürzt ein programm häufig ab, so ist in der Regel der Hersteller, und nicht der Anwender dafür verantwortlich.


A.D.A.M.

(Animated Dissection of Anatomy for Medicine) Multimedia-Anatomie-Lernprogramm, welches in den USA von ADAM Software Inc. auf Mikrocomputern (Macintosh sowie PC's mit Windows) für die Medizinerausbildung, für die Patientenaufklärung, und für Illustrationen im Gerichtssaal z.B. bei Kunstfehlerprozessen entwickelt wurde. Der Preis einzelner Programmmodule (es gibt für jede Körperregion Module, die getrennt erworben werden können) beträgt mehrere tausend Dollar, daher kommt ein Erwerb des Programms in erster Linie für Universitätsinstitute, Kliniken, und Firmen infrage, und nicht für den Endanwender (Studenten, Patienten). A.D.A.M. enthält anatomische Zeichnungen, die jede Struktur in verschiedenen Ebenen (z.B. skin, subcutaneous fat, superficial veins, cutaneous nerves, superficial fascia usw...) darstellen. Mit einer Art elektronischem Skalpel kann in jede Layer "eingeschnitten" werden, und die darunterliegenden Strukturen zutage gefördert werden. Alle Abbildungen können durch einen einfachen Mausklick "gedreht" werden. Für viele Strukturen existiert ein "Hypermedia-Link", d.h. beim Anklicken einer anatomischen Struktur wird multimediales Material abgerufen, z.B. Bilder oder Filme von Laserdiscs, die histologische Schnitte, Röntgenabbildungen, Operationen, o.ä. eingeblendet. (Vertrieb in Deutschland: DA GAMA, Freiburg)


ADAnet

American Disabled Association Network. Ein weltweites -> Mailboxnetz (-> FIDO -Netz-Standard), welches englischsprachige Diskussionsforen speziell für chronisch kranke Patienten und Selbsthilfegruppen führt, z.B. spezielle "Bretter" für Querschnittsgelähmte, MS-Patienten und Allergiker.

Mailbox-Host in Deutschland: Medic BBS, Karlsruhe, Tel. 0721-496821


Adis Drug News Datenbank

Beim -> Datenbanken -Host -> DATA -STAR -> online abrufbare -> Volltextdatenbank . Enthält alle Beiträge seit 1983 aus den wöchentlichen Publikationen Inpharma (klinische Pharmakologie), Reactions (Pharma-Nebenwirkungen) und Biolnpharma (Biotechnologische Fortschritte auf dem Gebiet der Pharmakologie)

Datenbankproduzent: Adis Press International Ltd., Chester, UK


ADIZ

Allergie-Dokumentations und Informationszentrum in Bad Lippspringe. Wichtigste EDV-Produkte:

1. AIS (Allergie Informations System): Lernprogramm und Organisationshilfe für Azrtpraxen für IBM-kompatible PC's. Enthält ca. 1000 Bildschirmseiten mit ca. 700 Grafiken zum Thema Allergien. Wird von UCB Chemie, Kerpen an interessierte Ärzte abgegeben.

2. ADIZ Mailbox (-> Mailbox ): Informationssystem für Allergiker und Ärzte mit Informationen der Deutschen Atemwegsliga e.V. sowie Pollenflugvorhersagen des Pollen-Informationsdienstes. Mailbox Tel. 05252-930295.


ADNR

Kurzbezeichnung für die -> Adis Drug News Datenbank


ADONIS

Wöchentlich neu erscheinende CD-ROM, auf der sich die 450 wichtigsten biomedizinischen Zeitschriften Seite für Seite als "digitalisiertes Bild" eingescannt wiederfinden. Auf eine CD-ROM passen über 10.000 Zeitschriftenseiten, einschließlich Text, Tabellen, und Abbildungen. Spätestens drei Wochen nach Erscheinen der gedruckten Publikation liegt sie auch auf CD-ROM vor. Viele kleinere Bibliotheken sind dazu übergegangen nur noch die ADONIS-Discs zu beziehen, anstatt die Orginal-Zeitschriften zu abonnieren. Dies spart nicht nur Platz, sondern erspart dem Benutzer auch das zeitaufwendige Kopieren: Der Anwender kann die gewünschten Zeitschriftenseiten direkt von der ADONIS-Disc ausdrucken, und spart sich das Aufsuchen und Kopieren der Orginalzeitschriften. Pro ausgedruckter Seite müsen allerdings Kopiergebühren an den Verlag abgeführt werden; diese liegen bei 4-11 DM pro Seite. Auch die Jahresgebühr von derzeit etwa 22.000 DM/Jahr für das ADONIS-Abonnement machen das System für den Privatanwender noch zu teuer.

Info: ADONIS B.V., Postbox 839, 1000 AV Amsterdam, NL


ADT

Abk. für "Abrechnungsdatenträger". Spezifikation einer Software-Schnittstelle (-> Schnittstelle ) zwischen niedergelassenem Kassenarzt und seiner -> KV , um Abrechnungsdaten auf elektronischem Wege zu übermitteln. Die bundesweit einheitliche Datensatzbeschreibung (vgl. -> Datensatz ) für die ADT, definiert durch die -> KBV , erlaubt die weitgehend papierlose Abrechnung mittels ->; Datenträger austausch zwischen Arzt und KV (-> ADT -Austausch). Als ->; Datenträger für den Ausstausch dient derzeit die -> Diskette .

Der gesamte Prozeß der elektronischen Abrechnung (-> "Diskettenabrechnung ") sieht grob skizziert etwa folgendermaßen aus: Der Kassenarzt verwendet zur Speicherung der Patienten, deren Befunde und zur Speicherung der Leistungsziffern ein von der KBV zugelassenes -> Abrechnungsprogramm . Am Quartalsende erstellt dieses Programm automatisch die Abrechnungsdateien gemäß der ADT-Spezifikation, und kopiert diese auf eine Diskette. Das -> KBV -Prüfmodul als Bestandteil des Arztprogramms stellt sicher, daß die ADT-Spezifikation eingehalten wird und erlaubt die Beseitigung von Fehlern schon in der Arztpraxis. Der Arzt reicht dann die sortierten Krankenscheine zusammen mit der Diskette an seine KV weiter. Die Krankenscheinrückseiten bleiben unbeschriftet, denn alle Abrechnungsdaten befinden sich auf der beigelegten Diskette. Während die ADT-Spezifikation bundeseinheitlich gilt, sind die genauen Vorschriften zur EDV-gestützten Abrechnung (z.B. Hinsichtlich Sortierung etc.) in den einzelnen KVen unterschiedlich.

Nach Eingang der Diskette bei der KV wird diese mittels der sog. -> Fallaufbereitungssoftware (FAS) eingelesen und die Daten werden entsprechend weiterverarbeitet.

Jedes von der Prüfstelle der KBV zugelassenes -> Abrechnungsprogramm muß die ADT-Spezifikation erfüllen.


ADT-Austausch

(auch DTA-Austausch oder Datenträger-Austausch genannt) Quartalsabrechnung mittels Austausch von Abrechnungsdatenträgern (-> ADT ), auf denen die Daten gemäß der -> ADT -Spezifikation angeordnet sind. Als ->; Datenträger dient derzeit ausschließlich die -> Diskette . Siehe auch ->; Datenträger austausch.


ADT-Prüfung

Automatisierte Überprüfung der Integrität des Abrechnungsdatenträgers (-> ADT ) durch das -> KBV -Prüfmodul des -> Abrechnungsprogramms .


ADT-Satzbeschreibung

Spezifikation des -> Datensatzes für den -> ADT . Die ADT-Satzbeschreibung wird von der -> KBV definiert und von Zeit zu Zeit geupdated..


ADT-Spezifikation

-> ADT -Satzbeschreibung


analoge Signale in -> digitale Signale umwandelt, und somit die Weiterverarbeitung der Analogdaten durch den Computer ermöglicht. Anwendungsbeispiele: Weiterverarbeitung der Daten eines Laborgerätes durch den Computer, -> Spracherkennung , -> DFÜ (-> Modem , -> Akustikkoppler ), -> Digitalisierung von konventionellen Röntgenaufnahmen u.a.


Änderungsdaten

Andere Bezeichnung für -> Bewegungsdaten .


Ärzte-Zeitung-Datenbank

Beim -> Datenbanken -Host -> DATA -STAR -> online abrufbare -> Volltextdatenbank . Sie enthält alle seit 1984 in der Ärzte-Zeitung publizierten Artikel sowie Beiträge aus der Arzneimittel-Zeitung. Datenbestand 1993: über 100.000 Dokumente.

Datenbankproduzent: Ärzte-Zeitung Verlagsges. mbH, Neu-Isenburg


AI

Abk. für artificial intelligence (künstliche Intelligenz, -> KI )


AIDSLINE

Weltweit wichtigste -> Literaturdatenbank zum Bereich AIDS. Für die Erstellung der Datenbank werden zunächst einmal alle AIDS-relevanten Artikel aus den NLM-Datenbanken -> MEDLINE , -> HEALTH , -> CANCERLIT , -> CATLINE und -> AVLINE übernommen - über 70% der Zitate stammen aus diesen sogenannten Primärdatenbanken. Der restliche Datenbestand rekrutiert sich vor allem aus Konferenzberichten und Dissertationen. Insgesamt enthält AIDSLINE rund 57.000 Dokumente, dies entspricht etwa dem doppelten Datenbestand von MEDLINE, in der 1992 "nur" rund 30.000 Artikel über AIDS zu finden waren. Die Datenbank deckt auch sämtliche Randgebiete des Themenkomplexes AIDS ab, d.h. der Kliniker, der ein Behandlungsschema für eine seltenere opportunistische Infektion sucht, wird in AIDSLINE ebenso fündig werden, wie der Wissenschaftler, der Statistiken zu Methadon-Programmen sucht, oder der für seine Studie eine zuverlässige Methode sucht, die Häufigkeit der Kondombenutzung bei Prostituierten zu ermitteln.

AIDSLINE ist "MEDLINE-kompatibel", verwendet also den -> MeSH -Thesaurus.

AIDSLINE ist auf -> CD-ROM erhältlich (SilverPlatter, CD Plus) und kann als -> Online -Datenbank bei verschiedenen -> Hosts abgerufen werden (z.B. -> DIMDI ).

Datenbankproduzent: National Library of Medicine, Bethesda/USA


AIDS-NEWSLETTER-BHTD

Eine -> Literaturdatenbank zum Thema AIDS. Mit ca. 8.000 Datenbankeinträgen ist sie eine weitaus kleinere Datenbank als -> AIDSLINE . Hergestellt wird sie am Bureau of Hygiene and Tropical Diseases (BHTD) in London. Dieses unabhängige staatliche Institut gibt u.a. einen gedruckten AIDS-Newsletter heraus, in dem sich Beiträge über medizinische und soziale Entwicklungen, Hinweise auf Kongresse und Veröffentlichungen, sowie Statistiken finden. Dieser Newsletter wird seit 1987 auch elektronisch als Datenbank gespeichert, von -> CAB International auf Magnetband vertrieben, und ist u.a. bei -> DIMDI aufgelegt. Jeder -> Datensatz verweist auf einen Artikel im (gedruckten) Newsletter, und dieser Artikel wiederum verweist meistens auf eine vom BHTD ausgewertete Primärquelle; als Primärquellen sichten die Experten des BHTD medizinische Fachzeitschriften, aber auch die sogenannte "Laienpresse" (vor allem die britische): Zeitungen und Zeitschriften wie The Guardian, Times, Sunday Times, Sunday Telegraph, Daily Telegraph, Independent, u.a. werden ebenso beobachtet und ausgewertet wie audio-visuelles Material, beispielsweise Beiträge in den (britischen) TV-Nachrichten zum Thema AIDS.

AIDS-NEWSLETTER-BHTD ist eine Teilmenge (ein sog. Subfile) der Datenbank -> PHTM .


AIM

Abk. Advanced Informatics in Medicine

Europäisches Förderprogramm der EU, welches verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der medizinischen Informatik finanziert, darunter z.B. die -> DiabCard .


Akustikkoppler

Akustikkoppler wurden hauptsächlich vor der Modem-Ära zur -> DFÜ verwendet. Ähnlich wie ein -> Modem verwandelt es die digitalen Informationen des Rechners in akustische Signale (und vice versa), damit diese über das Telefonnetz übertragen werden können. Mit einem Akustikkoppler sind nur relativ niedrige Datenübertragungsraten möglich, da das Gerät nicht direkt ("galvanisch") an die Telefonleitung angeklemmt wird, sondern mit dieser "akustisch" über den Umweg des Telefonhörers gekoppelt ist.


AL

Abk. -> artificial life


Algorithmus

Nach dem arabischen Mathematiker Al Chwarismi (820 n.Chr.) gebildetes Wort für "Rechenanweisung". In einem Algorithmus wird der Rechenvorgang des Computers durch eindeutige Regeln bestimmt. Allgemeiner gesprochen handelt es bei einem Algorithmus also um einen Ablaufplan für die Lösung eines bestimmten Problems. Algorithmisch arbeitende Konsultationssysteme für Ärzte (-> Expertensystem ) verwenden fest vorgegebene medizinische Entscheidungsalgorithmen, die vorgeben, welche Sympotme zu welchen Untersuchungen bzw. welche Untersuchungsergebnisse zu welchen Diagnosen führen.


AMIS

Arzneimittel-Informationssystem, zusammengestellt vom Zentralinstitut (ZI) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das ZI gibt an die Hersteller der Praxis-Abrechnungsprogramme fertig aufbereitete und quartalsweise aktualisierte Medikamentendateien zur Verfügung. Die Systemhäuser integrieren dann diese Daten in ihre Praxissoftware. AMIS basiert auf Rohdaten der Roten Liste, der -> ABDA -Datenbanken sowie der IFA-Festbeträge.

Info: ZI der KBV, Ottostr.1, 50859 Köln, Tel.: 02234/40940, Fax.: 02234/497979


analog

kontinuierlich, stetig veränderbar; im Gegensatz zu -> digitalen (diskreten) Werten.


AND

logisches UND (boolesches UND). Ein logisches UND ist Bestandteil jeder konventionellen -> Retrievalsprache . Mit diesem Befehlswort spzifiziert der Anwender die Schnittmenge zweier Mengen. Beispiel aus der Recherche in einer Literaturdatenbank wie -> MEDLINE : Sei SMOKING die Menge aller Publikationen, in denen der Begriff SMOKING vorkeommt, und CANCER die Menge aller Publikationen, in denen CANCER vorkommt, so besthet die Menge SMOKING AND CANCER aus allen Publikationen, in denen beide Wörter, SMOKING zusammen mit CANCER, vorkommen.


Apple

Computerhersteller. Bekanntste Modelle sind der legendäre Apple IIe und später mit der -> Macintosh -Serie. 1992 besaß Apple ein Weltmarktanteil für Personalcomputer von 9,7%, verglichen mit einen Marktanteil des Branchenführers IBM von 11,3%.

Info:
Apple Computer GmbH Deutschland, Gutenbergstr, 1, 85737 Ismaning, Tel. 089/996 40-0, Fax 089/996 40-180
Apple Computer Ges mbH Austria, Ungarstr. 59, A-1030 Wien, Tel. 0222/711820, Fax 0222/7118255


ARCOS

-> Abrechnungsprogramm der 1984 gegründeten Firma Arcos Ges. f. angewandte Informatik mbH. ARCOS lag im Juni 1993 in der -> Installationsstatistik mit 1.319 installierten Systemen und einem Marktanteil von 5,4% auf Platz 5. Es existieren verschiedene -> Facharztmodule , z.B. für Ophtalmologie, D-Arzt, H-Arzt, Pädiatrie, Allergietestungen. ARCOS ist überdurchschnittlich stark vertreten bei den Allgemeinärzten, Internisten (Platz 4), Radiologen (Platz 3) und insbesondere bei den Lungenfachärzten (Platz 1 der Installationsstatistik, Marktanteil 10%). Überdurchschnittlich häufig wird ARCOS im Einzugsbereich der KV Bayern eingesetzt.

Info: Arcos Ges. f. angewandte Informatik mbH, Donaustr. 7, 63452 Hanau, Tel. 06181/1207-0, Fax. 06181/123 38


artificial intelligence

Engl. für Künstliche Intelligenz, -> KI


artificial life

"Künstliches Leben". Forschungsgebiet, welches sich mit der Simulation und Nachbildung von Lebensprozessenbeschäftigt.


Arztstammdaten

-> Stammdaten der Praxis, die sich über einen längeren Zeitraum in der Regel nicht ändern. Zu den Arztstammdaten gehören somit z.B. Name und Anschrift der Praxis, Bankverbindung usw.


ASCII-Code

American Standard Code for Information Interchange, amerikanische Standardcodierung zum Austausch von Informationen zwischen Computern. Die ASCII-Codetabelle ordnet jedem Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Satzzeichen, Grafikzeichen, Steuerzeichen) eine bestimmte Zahl von 0 bis 255 zu. Durch diese Zuordnung lassen sich intern im Computer Buchstaben und andere Zeichen als Zahlen speichern (pro Zeichen ist dazu ein Speicherplatz von einem -> Byte notwendig). Dadurch, daß der Code den Status einer Norm besitzt, also von allen Mikrorechnern herstellerunabhängig verwendet wird, lassen sich Texte als sogenannter ASCII-Text einheitlich abspeichern, und so zwischen verschiedenen Textverarbeitungsprogrammen oder verschiedenen Rechnern austauschen.


ASR

Abk. automatische Spracherkennung, automatic speech recognition. Siehe -> Spracherkennung , automatische


AT

1. Steht für »Advanced Technology« Als »AT-PC2. Abkürzung für "Attention". Nahezu alle heute kommerziell erhältlichen -> Modems verwenden den sogenannten AT-Befehlssatz des Modemherstellers Hayes: Wenn der Computer Befehle an ein Modem sendet, sendet er zunächst die Buchstabenfolge AT, gefolgt von einem Befehlskürzel. AT H bedeutet etwa "Attention Hangup" - das Modem trennt die Verbindung, es "legt auf".

3. "at" (engl. bei) wird das Zeichen "@" in -> Email -Adressen gelesen, beispielsweise liest man die Adresse "user-z@computer-y" als "user-z at computer-y". Bei diesem Adresseformat kann man in Netzwerken (z.B. -> Internet ) eine Email an einen bestimmten Benutzer (mit dem Namen user-z) der an einem bestimmten Computer (computer-y) arbeitet schicken.


Aufkleberabrechnung

EDV-gestüzte kassenärztliche Abrechnungsmethode, bei der das -> Abrechnungsprogramm für jeden Behandlungsfall einen Aufkleber bedruckt, der dem Formular der Rückseite des Überweisungsscheins entspricht (DIN A5 quer). Die -> KV erhält letztlich als Abrechnungsbeleg einen Krankenschein, Überweisungsschein oder Belegarztschein, dessen Rückseiten mit dem EDV-beschrifteten Aufkleber, auf dem die abzurechnenden Leistungen verzeichnet sind, beklebt sind. Gegenüber der -> Endlosabrechnung oder -> Diskettenabrechnung ist dieses Verfahren für den Arzt weitaus umständlicher.

Etiketten für die Afufkleberabrechnung sind erhältlich beim Deutschen Ärzte-Verlag (Pf. 400265, 50823 Köln) oder bei der Fa. Cedip (Carl-Zeiss-Ring 3-5, 85737 Ismaning).


Auflösung

Bildpunkte pro Flächeneinheit. Bei Bildschirmen wird als Auflösung die Gesamtzahl der Bildpunkte auf dem Monitor angegeben, ausgedrückt als Produkt aus Zeilenanzahl (z.B. 480) und Punkten pro Zeile (z.B. 640). Ein VGA-Monitor (-> VGA -Standard) kann somit eine Auflösung von 640 x 480 Punkten auf dem Monitor erreichen.

Eine andere Maßeinheit ist die Angabe Linienpaare pro mm (Lp/mm).


Ausbeute

(engl. recall). Neben der -> Präzision ist die "Ausbeute" einer der beiden Parameter, die die Qualität einer Datenbankrecherche angeben. Die Ausbeute ist umso höher, je mehr relevante Dokumente gefunden werden, bezogen auf die Gesamtanzahl der in der Datenbank vorhandenen relevanten Dokumente (gefundene relevante Dokumente geteilt durch relevante Dokumente in der Datenbank). Bei optimalem Retrieval ist die Ausbeute 1, in der Praxis liegt sie jedoch irgendwo zwischen 0 und 1. Beispiel: In einer Literaturdatenbank seien 100 Dokumente vorhanden, die das Themengebiet AIDS behandeln. Mit dem Suchwort "AIDS" werden aber nur 80 gefunden, weil in 20 Publikationen das Wort AIDS nicht explizit auftaucht, sondern beispielsweise von "HIV-Infektion" gesprochen wird. Die Ausbeute ist in diesem Fall 80/100 = 0,8.



B


Backup

Andere Bezeichnung für Datensicherung bzw. Anlegen einer -> Sicherungskopie , das heißt in der Regel Überspielen von Daten der -> Festplatte auf andere ->; Datenträger . Ein regelmäßiger Backup ist insbesondere in Arztpraxen, aber auch für Privatanwendungen essentiell, denn Festplatten haben eine begrenzte Lebensdauer, und -> Viren oder ein -> Absturz können Dateien irreversibel beschädigen. Zum täglichen Back-up in der Arztpraxis werden meist Datenbänder (-> Streamer ) verwendet. Eine schnellere, aber auch teuere und nicht ganz so sichere Methode ist die regelmäßige "Spiegelung" (Anlegen einer identischen Kopie) der Daten auf eine zweite Festplatte. Neben Bändern bieten sich als Backup-Datenträger auch -> Wechselplatten oder -> MOs an, diese sind allerdings wesentlich teurer (aber dafür auch wesentlich schneller und sicherer als Bänder). Für kleinere Datenmengen (einzelne Dateien) kommen auch Disketten als Sicherungsmedien in Betracht; für das tägliche Routinebackup sind Disketten aber nicht praktikabel. Sie eignen sich eher für die -> Sicherungskopie etwa des -> Abrechnungsdatenträgers .


Bar-Code

Streifencode, Strichcode. Daten werden digital als Striche codiert, und können über eine spezielles Lesegerät wiedereingescannt werden (vgl. der aus dem Supermarkt bekannte EAN-Code). In der Arztpraxis kann der Einsatz eines Bar-Code-Druckers/Scanners insbesondere im Laborbereich, sinnvoll sein. Beispielsweise könnten vom Abrechnungsprogramm Etiketten mit einem Bar-Code (Name oder Nummer des Patienten codiert als Strichcode) ausgedruckt werden; mit diesen Etiketten können dann Probenröhrchen beklebt werden. Im Labor kann dann der Patientenname mittels eines Lesestiftes direkt in die Labor-EDV eingelesen werden.


BASIC

Abk. "Beginners all purpose symbolic instruction code". Sehr einfach zu erlernende und kaum standardisierte -> Programmiersprache aus den Anfängen der Computer, heute weitgehend von -> objekt -orientierten Programmiersprachen abgelöst. In BASIC programmierte Programme sollten im professionellen Bereich gemieden werden, da sie für den Hersteller aufgrund mangelhafter Strukturierung schwer zu warten sind und sich bei Programm--> Updates leicht fatale Programmierfehler einschleichen können.


Batch-Verarbeitung

Bei der Batch-Verarbeitung (Stapelverarbeitung) liegen der Vorgang der Dateneingabe und die eigentliche Datenverarbeitung zeitllich auseinander. Mehrere Befehle oder Daten werden dem Computer zunächst in Form einer sogenannten Batch-Datei gesammelt übergeben, der diese dann Schritt für Schritt ohne weitere Interaktion durch den Benutzer abarbeitet. Es ist beispielsweise unter dem -> Betriebssystem -> MS -DOS möglich, mehrere DOS-Befehle hintereinander auszuführen; die DOS-Befehle werden dann nicht Schritt für Schritt vom Anwender eingegeben, sondern stehen gesammelt in einer Batchdatei (-> Extension .BAT). Eine Batchdatei, die bei DOS-Systemen stets automatisch nach dem -> Booten abgearbeitet wird ist die Datei autoexec.bat.


Baud

Einheit der Übertragungsgeschwindigkeit bei der Datenübertragung (Schritte pro Sekunde). Werden Binärzeichen über eine einzige Leitung übertragen (z.B. Telefonleitung bei der -> DFÜ ), so gilt 1 Baud = 1 bit pro Sekunde (bps). Faxgeräte übertragen meist 9.600 Baud, ein Modem zwischen 2.400 bis 19.200 (oder auch mehr) Baud.


BBS

Abk. für Bulletin-Board System, englische Bezeichnung für -> Mailbox


BDSG

Bundesdatenschutzgesetz aus dem Jahre 1977, zuletzt novelliert im Jahre 1991. Zweck des Gesetzes ist die Bewahrung des Persönlichkeitsrechts des einzelnen Bürgers durch -> Datenschutz . Neben Bundesvorschriften existieren spezifische Datenschutzgesetze der Länder.


BDT

Abk. für Behandlungsdatenträger. Der BDT wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung definiert; die BDT-Spezifikation ist eine Beschreibung der -> Schnittstelle (gemeint ist hier eine Software-Schnittstelle) zwischen verschiedenen Abrechnungsprogrammen. Diese Spezifikation soll es ermöglichen, daß Daten aus Praxiscomputersystemen unterschiedlicher Anbieter untereinander ausgetauscht werden können. Zu diesen Daten zählen alle patientenrelevanten Informationen - also nicht nur die Abrechnungsdaten wie bei der Datensatzspezifikation des -> ADT oder die reinen Patientenstammdaten, sondern auch Informationen über Befunde und Behandlungsverläufe.

Wenn ein Praxiscomputersystem die Anforderungen des BDT erfüllt, dann der Anwender eine gößere Sicherheit für den Fall, daß er das System wechseln muß oder will. Dies könnte zum Beispiel dann der Fall sein, wenn das Systemhaus in Konkurs geht oder sich aus anderen Gründen vom Markt verabschiedet.


Benchmarks

Standardisierte Tests, um die Geschwindigkeit des Rechners, genauer: der Zentraleinheit oder -> CPU zu testen. Solche Tests sind beispielsweise der Landmarktest oder der Norton SI.


Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche stellt die -> Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine dar. Jede -> Software (zum Beispiel das -> Betriebssystem oder ein Anwendungsprogramm) besitzt eine spezifische Benutzeroberfläche; zur Definition der Benutzeroberfläche gehören die Gestaltung des Bildschirms, die Belegung der Tastatur, die Mausunterstützung und die Hilfefunktionen. Ältere Benutzeroberflächen sind text- und kommandoorientiert; hier interagiert der Benutzer mit der Software über Text-Kommandos. Moderne Benutzeroberflächen wie die des Betriebssystems -> Windows sind grafikorientiert.


Beta-Version

"Unfertige" Version einer Software, die zwar bereits lauffähig ist, aber noch Fehler enthält und möglicherweise bei bestimmten Aktionen einen unfreiwilligen -> Absturz produziert. Um diese Programmier-Fehler zu finden, werden sog. Betra-Tester eingesetzt; dies sind Anwender des Programms, die dieses unter realen Anwendungsbedingungen testen.


Betriebssystem

Gesamtheit aller Programme (Software), die für den Betrieb eines Computers unbedingt erforderlich sind und die somit dem Benutzer den Umgang mit dem Computer erst ermöglichen. Sie fungieren gewissermaßen als Vermittler zwischen Hard- und Software.

Zu den Aufgaben eines Betriebssystems gehören

- Hardwaretest beim Starten der Anlage

- Einstellung der Geräteumgebung (Drucker etc).

- Bildung einer Benutzeroberfläche zur Befehlseingabe

- Steuerung der Datenein- und -ausgabe

- Überwachung und Steuerung des Programmablaufes

- Koordinierung bei mehreren Benutzern

- Anzeige von Bedienungs- und Gerätefehlern

- Bereitstellung diverser Dienstprogramme (Löschen, Kopieren, ...).

Man muß dazu die Betriebssysteme ihren Möglichkeiten entsprechend verschiedenen Leistungsgruppen zuordnen:

- Einplatzsysteme

- Einplatzsysteme mit Mehrprogrammbetrieb (-> Multitasking )

- Mehrplatzsysteme (Multi-User)

- Mehrplatzsysteme mit Mehr-programmbetrieb (Multitasking).

Die wichtigsten Betriebssysteme in unserem Zusammenhang sind:

-> MS DOS,

-> C -DOS,

-> OS /2,

-> UNIX ,

-> Windows /Windows NT.

Neben den hier aufgezählten Betriebssystemen gibt es noch einige weitere, die für den Praxiscomputermarkt in Frage kommen und deren Leistungsfähigkeit den aufgeführten in keiner Weise nachstehen muß.

Neben der Gewährleistung einer kontinuierlichen Weiterentwicklung ist bei der Wahl eines Betriebssystems für die Praxis-EDV allgemein von Bedeutung:

- Wieviele Arbeitsplätze sollen bedient werden?

- Sind mehrere Tätigkeiten pro Arbeitsplatz durchzuführen?

- Wird eine grafikorioentierte -> Benutzeroberfläche unterstützt bzw. gefordert?

- Sollen Programme wie medizinische Datenbanken, Bildschirmtext etc. eingesetzt werden?

- Ist die Anbindung bestimmter medizinisch-technischer Geräte vorgesehen?


Bewegtdaten

Andere Bezeichnung für -> Bewegungsdaten .


Bewegungsdaten

"bewegliche", also veränderliche Daten (auch "Veränderungsdaten" oder einfach "Änderungsdaten" genannt). Gegenbegriff: -> Stammdaten . Beispiel: Die Adresse eines Patienten gehört zu seinen Stammdaten, die Diagnose zu den Bewegungsdaten.


BIFOS

(Betäubungsmittelrecht-Informationssystem). -> Faktendatenbank mit etwa 100.000 anonymisierten Einträgen über Fälle von Drogenmißbrauch in Deutschland, -> online abrufbar beim -> Datenbankenhost -> DIMDI . in der pro Verstoß gegen das BtMG ein Dokument mit allen für die Rechtsprechung und Bewertung des Drogenfalls notwendigen Informationen (BTM, Tatbestand, anonymisierte Täterdaten, Gerichtsdaten, Strafe etc.) gespeichert sind. Ein solcher Datenbestand kann als Grundlage einer statistischen Auswertung dienen: Beispielsweise kann die Alterstruktur der Kokainabhängigen in München ermittelt werden, o.ä.


BIKE

-> Biotechnologie Informationsknoten für Europa


Bildschirm

Die meisten Bildschirme arbeiten nach dem Kathodenstrahlröhrenprinzip (CRT), einer Technologie, die vom Fernsehgerät her bekannt ist. Bildschirme sind in vielen Variationen und zu entsprechenden Preisen erhältlich. Um für die Arztpraxis zu einer Entscheidung zu kommen, müssen wir natürlich wissen, was im Zusammenhang mit der Software nötig bzw. sinnvoll ist:

- Wird monochrom (= schwarzweiß) ausgegeben?

- Wird Grafik geboten?

- Wird Farbe gezeigt?

Für den Vergleich sind die folgenden Faktoren maßgebend:

- Je höher die -> Auflösung , desto besser die Darstellung. Die Bildschärfe gibt an, wie gut man die einzelnen Punkte voneinander unterscheiden kann. Man muß sich hier auf den subjektiven Eindruck verlassen, denn es gibt keinen aussagekräftigen Wert.

- Die Bildschirmgröße wird in der Diagonale gemessen und in Zoll angegeben (Standardgröße 14 Zoll). Große Schirme (17 Zoll) werden oft als angenehmer empfunden, da sie in größerer Entfernung plaziert werden können bzw. die Buchstaben besser erkennbar werden.

- Ein wichtiger Begriff ist die Bildwiederholungsfrequenz. Sie sollte mindestens 70 Hz betragen, damit das Bild flimmerfrei erscheint.

- Der Kontrast ist von ergonomischer Bedeutung. Weiß sollte möglichst hell, schwarz entsprechend dunkel dargestellt werden.

Die größte Auswirkung auf den Kontrast hat das Umgebungslicht, das auf der Frontscheibe reflektiert wird. Die Aufstellung sollte deshalb so vorgenommen werden, daß sich Fenster und Lampen nicht auf dem Monitor spiegeln.

- Der Monitor sollte die Strahlenschutznorm -> MPRII erfüllen, um den Benutzer einem Minimum an elektromagnetischer Strahlung auszusetzen.


Bildschirm, berührungsempfindlicher

Hier tippt der Anwender einfach mit dem Finger auf die Monitoroberfläche, um seine Auswahl aus einem vom Programm dargestellten -> Menü zu treffen. Der Vorteil liegt in der einfachen und schnellen Bedienung. Für längeres Arbeiten ist der berührungsempfundliche Bildschirm schlecht geeignet, da der Arm bei diesem Vorgehen recht schnell ermüdet.


Bildschirm, Flach-

Diese Bildschirme bestehen aus Tausenden winziger elektrischer Elemente, die in waage- und senkrechten Zeilen angeordnet sind und sich bei Stromdurchfluß erhellen oder verdunkeln. Die bekanntesten Arten der Flachbildschirme sind der Plasma- und der LCD-Bildschirm (Flüssigkristallanzeige), sie finden vor allem in -> Notebooks und -> Pencomputern Verwendung.


Bildschirmschoner

Syn. -> Screensaver (siehe dort)


BIOETHICSLINE

-> Literaturdatenbank , -> online abrufbar beim -> Datenbankenhost -> DIMDI . Datenbankhersteller ist das Kennedy Institute of Ethics (KEI), Georgetown University, Washington D.C., in Kooperation mit der National Library of Medicine (NLM). BIOETHICSLINE enthält ca. 45.000 Literatur-Hinweise auf Publikationen, die sich mit medizinischer Ethik beschäftigen, zum Beispiel Sterbehilfe, IVF, kommerzielle Samenbanken mit Nobelpreisträger-Sperma, Organspende, Tier- und Menschenexperimente, Gentechnik, Abtreibung, Leihmutterschaft, Geburtenkontrolle, ärztliches Berufsethos, ethische Aspekte der Psychiatrie, Folter und die Rolle des Arztes (z.B. in Südafrika) etc. Ausgewertet werden nicht nur tausende von Zeitschriften und Bücher, sondern auch Gerichtsentscheidungen und Gesetze, sowie audiovisuelles Material. Etwa die Hälfte des Datenbestandes findet sich auch in -> MEDLINE . Zur Indexierung und für die Recherche steht das -> MeSH -Vokabular und ein spezieller BIOETHICS THESAURUS (600 Deskriptoren, Feld IT) zur Verfügung, außerdem 13 Section Codes für eine grobe Klassifikation. Abstracts (erstellt vom KEI) enthalten lediglich rund 10% der Datensätze.


BIOLIS

(Abk. Biologische Literatur-Information Senckenberg) Deutschsprachige -> Literaturdatenbank zum Bereich der Biologie, als -> Online -Datenbank abrufbar bei -> DIMDI .


BIOS

(Basic Input and Output System). Programm, das bei jedem Einschalten des Computers automatisch abgearbeitet wird. Es steuert die essentiellen Eingabe- und Ausgabeoperationen des Computers.


BIOSIS Previews

BIOSIS Previews ist die wichtigste Datenbank auf dem gesamten Gebiet der Biologie; rund die Hälfte der Dokumente stammt aus den Bereichen Human- und Tiermedizin, Pharmakologie, Umweltforschung, Biochemie und -physik sowie Land- und Forstwirtschaft. Für den Mediziner ist sie besonders interessant für Recherchen zu Mikrobiologie und Hygiene, aber auch für molekularbiologische Fragestellungen (beispielsweise Suche nach einer bestimmten Methode). Die Datenbank wird in den USA hergestellt; ausgewertet werden 9.300 Zeitschriften (davon 80% selektiv), sowie teilweise auch Konferenzberichte und US-Patente bis 1989. Die Hälfte der Zitate enthalten Abstracts. Zur Suche stehen zwei kontrollierte Vokabularien zur Verfügung. Täglich wächst der Datenbestand im Durchschnitt um rund 1.500 Dokumente.

Die Datenbank wird von SilverPlatter unter dem Titel Biological Abstracts bzw. Biological Abstracts/RRM (Reports, Reviews, Meetings) auf CD-ROM angeboten. Sie ist außerdem -> online abrufbar bei den -> Datenbankenhosts -> DIMDI und -> DATA STAR.

Datenbankproduzent: Biosis, Philadelphia, USA


Biotechnologie Informationsknoten für Europa

(BIKE). Fakten-/Produktdatenbank, -> online abrufbar bei den -> Datenbankenhosts -> DIMDI und -> DATA STAR. BIKE enthält Informationen zu 2.500 Organisationen aus dem Bereich der biotechnologischen Forschung und Produktion, insbesondere aus Deutschland, der Schweiz und Österrreich. Abrufbar sind Angaben zu Firmendaten, Produkten, Forschungsaktivitäten usw. Datenbankproduzent: Ges. für Biotechnologische Forschung mbH, Braunschweig-Stoeckheim


Bit

Ein Bit (binary digit) ist nach der Informationstheorie die kleinste denkbare Informationseinheit, die man sich als "Ja" oder "Nein"-Entscheidung vorstellen kann ("basic indissoluble information unit"). Im Computer ist ein Bit die kleinste Speichereinheit. Jede "Bitzelle" (Speicherzelle) kann den Wert 1 oder 0 annehmen, d.h. sie steht "unter Strom" oder "nicht unter Strom". 8 Bits sind ein -> Byte .


BITNET

(Abk. für "because it's time network"). "Wide area network" (-> WAN ). Der europäische Teil nennt sich EARN (-> European Academic Research Network); näheres siehe dort.


Bonner Modell

Ein Ende 1989 entwickeltes und im nachfolgenden mehrfach aktualisiertes Modell zur Übertragung von Labordaten aus dem Labor in die Arztpraxis.

Inzwischen unterstützt die Mehrzahl der EDV-Systeme sowohl auf Laborseite als auch in der Arztpraxis die Datenübertragung nach dem Bonner Modell.


Booten

Bezeichnung für den Startvorgang des Computers: hierbei wird zunächst das -> BIOS und dann wesentliche Teile des -> Betriebssystems in den -> Hauptspeicher des Rechners geladen.


Btx

(Bildschirmtext, auch Datex-J genannt): Kommunikationssystem, hervorgegangen aus der Synthese von Telefon und Computer bzw. Fernsehen. Kommerzielle Anbieter speichern Informationstexte ("Seiten") in einem zentralen Großrechner in Ulm. Der (zahlende) Anwender kann diese mittels Telefon und Computer bzw. Bildschirmtextgerät abrufen.

Jeder Computer kann demnach mit einem -> Modem und entsprechender Software am Bildschirmtext-Programm teilnehmen, spezielle Btx-Geräte oder ein besonderer Btx-Anschluß sind nicht mehr erforderlich. Über Btx besteht auch Zugang zu -> Hosts , die medizinische -> online -Datenbanken anbieten, z.B. zu -> DIMDI .


BTM

1. Abk. Bild-Transfer-Medium: Ein Medium, auf dem ein Bild elektronisch gespeichert werden kann, z.B. eine -> Wechselplatte

2. Abk. Betäubungsmittel


Bulletin Board System (BBS)

engl. Bezeichnung für -> Mailbox


Busbreite

Anzahl der parallelen Leitungen eines -> Bussystems , angegeben in -> Bit .


Bussystem

Als Bussystem werden die Datenleitungen zwischen der -> CPU (-> Prozessor bzw. -> Mikroprozessor ) und dem -> Hauptspeicher sowie den Geräten der Peripherie (Tastatur, Drucker etc.) bezeichnet. Bussysteme unterscheiden sich in der -> Busbreite , d.h. in der Anzahl der Bits, die parallel übertragen werden können, häufig sind "Busbreiten" von 8, 16 oder 32 Bit. Die Busbreite (Anzahl der Einzelleitungen) bestimmt wesentlich die Schnelligkeit des Rechners; ein 32-Bit-System ist damit doppelt so schnell wie eines mit 16 Bits. -> Slots heißen die Stecker, die die Verbindung von -> Steckkarten zum Bussystem herstellen.


Byte

Kleinste adressierbare Speichereinheit in einem Computer. Ein "Byte" kann man sich als einen Speicherplatz im Computer vorstellen, der einen Buchstaben oder ein Sonderzeichen aufnehmen kann. Ein Byte kann in gewöhnlichen Computersystemen Zeichen mit einem Informationsgehalt von 8 -> Bit aufnehmen. 1.024 Byte sind 1 -> kByte , 1.048.576 entsprechen einem -> MByte .



C


Cache

Als Cache ("Hintergrundspeicher") wird ein Zwischenspeicher bezeichnet, in dem häufig benötigt Daten kurzzeitig zwischengepuffert werden. Damit kann sich beispielsweise die -> CPU ausgewählte Daten, auf die sie immer wieder zugreifen muß, sozusagen "in Reichweite" legen und somit die Zugriffsgeschwindigkeit erheblich minimieren. Ein solcher Cache kann in der -> CPU selbst integriert sein (so beim 80486er von Intel) oder als Zusatzchip auf der Hauptplatine des Rechners angebracht werden.

In ähnlicher Weise kann ein sogenannter Festplatten-Cache dazu dienen, Daten, die auf der Festplatte vorliegen, und auf die häufig zugegriffen werden muß, in einen Bereich des -> RAM zwischenzuspeichern. Dadurch wird die Anzahl der (zeitaufwendigen) Festplattenzugriffe minimiert.


CAI

(computer-aided instruction) Computerunterstütztes Lernen/Lehren. CAI-Programme finden in der Medizin zunehmend Verbreitung. Eingesetzt werden dabei Techniken wie -> Hypertext oder -> Multimedia .


Cancerlit

-> Literaturdatenbank mit Verweisen auf Publikationen zu Krebs (ab 1963), hergestellt am International Cancer Information Center des National Cancer Institute (NCI), Bethesda/USA. Cancerlit ist die Datenbank der ersten Wahl für onkologische Fragestellungen. Selektiv ausgewertet werden 3.700 Zeitschriften, außerdem auch Kongreß-, Forschungs-, Regierungs- und andere Berichte (12%). Bücher und Disssertationen machen nur 1% des Datenbestandes aus. Die Datenbank enthält die üblichen bibliographischen Felder, wie sie auch -> MEDLINE verwendet ("MEDLINE-kompatibel"). Aus MEDLINE werden seit 1983 alle onkologisch relevanten Zitate übernommen. Abstracts sind in einem hohen Anteil der Dokumente vorhanden, vor 1979 100%, ab 1980 83%. Seit 1980 verwendet das NCI zur Indexierung den -> MeSH -Thesaurus, während die älteren Publikationen in CANCERLIT nur über Freitextsuche in den Abstract/Titel-Feldern angesprochen werden können. Cancerlit ist -> online bei -> DIMDI sowie bei -> DATA STAR abrufbar, und wird von verschiedenen Herstellern (SilverPlatter, Compact Cambridge, Aries) auch auf CD-ROM angeboten. Zum Teil wird sie auch in Kombination mit anderen Krebsdatenbanken vertrieben, z.B. auf der Onkodisc von Lippincott mit PDQ und drei Krebslehrbüchern.


CATLINE

(Abk. CATalog-onLINE Database). CATLINE ist die -> Katalogdatenbank der National Library of Medicine (NLM) in Bethesda/USA, der weltweit wichtigsten Bibliothek für medizinische Literatur. CATLINE ist besonders interessant für die Suche nach Monographien und Büchern, darüberhinaus enthält die Datenbank auch alle Zeitschriften, die im NLM vorhanden sind. CATLINE umfaßt etwa 600.000 bibliographische Einträge.


CCL

(Common Command Language) Europäische Richtlinie für -> Retrievalsprachen . -> GRIPS ist z.B. eine CCL-Sprache.


C-DOS

(Concurrent-DOS). -> Betriebssystem für Mikrocomputer; unterstützt bis zu zehn Arbeitsplätze und kann gleichzeitig in einem Netzwerk eingesetzt werden.

C-DOS ist zu MS-DOS-kompatibel, d.h. die MS-DOS-Anwenderprogramme laufen in der Regel auch unter diesem Betriebssystem.


CD Plus

Anbieter von mehreren medizinisch relevanten Datenbanken auf -> CD-ROM , z.B. -> MEDLINE . Das von CD Plus entwickelte -> Retrievalsystem heißt OVID (vgl. -> SilverPlatter , -> SPIRS , -> KnowledgeFinder ).

Info: CD Plus; Valeriusstraat 100; 1075 GC Amsterdam; Tel. 0031-20/672 0242; Fax 0031-20/673 8041


CD-ROM

(compact disc - read only memory) Optisches Speichermedium, welches zur dauerhaften Speicherung von Computerdaten verwendet wird. Entspricht äußerlich einer gewöhnlichen Audio-CD. Daten einer CD-ROM können nur gelesen und nicht verändert werden. Die CD-ROM ist mit ihrer Speicherkapazität von 550 -> MByte dazu geeignet, große Datenmengen - wie etwa medizinische Literaturdatenbanken (-> MEDLINE , -> EMBASE u.a.) - aufzunehmen.


Centronics

Bezeichnung für eine -> parallele Schnittstelle.


Chip

Ein Chip (Mikrochip, IC - integrated circuit) ist ein elektronisches Bauelement, auf dem hunderttausende von Transistoren, Widerständen und Dioden auf einer winzigen Fläche integriert wurden. Diese Bauelemente können im Rechner die verschiedensten Aufgaben übernehmen. So gibt es Prozessorchips (-> CPU , -> Mikroprozessor ), Speicherchips, Grafik- und Soundchips.

Damit die Chips die Ergebnisse ihrer Arbeit untereinander austauschen können, sind sie auf Platinen montiert. Diese verbinden die Chips mit Leiterbahnen, den sogenannten Datenbussen (-> Bussystem ).


Chipkarte

Maschinenlesbare Plastikkarte, die mit einem Speicherchip oder einem intelligenten Prozessorchip ausgestattet ist. Bis Ende 1994 soll die Chipkarte als -> KVK (Krankenversichertenkarte) bundesweit eingeführt sein.

Die einfachste Version einer Chipkarte besitzt lediglich einen "passiven" Speicherchip. Als Beispiel kann die KVK angeführt werden, oder auch die Telefonkarte. Letztere besitzt als sogenannte CP-8-Karte einen Speicherplatz von 8 kbit (1 KB). Neuere und teurere -> Smart -Cards, die einen intelligenten -> Mikroprozessor enthalten, besitzen beispielsweise eine Kapazität von 8 KB.


CISC

Abk. complex instruction set chip

Antonym: RISC

-> Prozessor nach herkömmlicher Bauart, enthält einen großen Maschinenbefehlssatz, und ist daher langsamer als ein -> RISC -Prozessor mit reduziertem Befehlssatz.


CLINICAL NOTES ONLINE

Eine -> Volltextdatenbank , die 350 klinische Fallberichte auf englisch enthält. Die Kasuistiken wurden von Praktikern eingereicht, sie sollen typisch für ein Krankheitsbild oder in irgendeiner Weise bemerkenswert sein. Die Kasuistiken wurden teilweise in Datenbank -> DIAGNOSIS übertragen. Sie ist -> online abrufbar beim -> Host -> DATA STAR.

Datenbankproduzent: Elsevier Science Publishers


CompuServe

Kommerzielle -> Mailbox mit weltweiten Einwählknoten. CompuServe bietet diverse medizinsche Diskussionsforen und Zugänge zu medizinischen -> online -Datenbanken von Fremdanbietern.


CPU

Die Central Processing Unit (Zentraleinheit) stellt gewissermaßen das "Gehirn" einer EDV-Anlage dar. Hier werden die Programme Schritt für Schritt abgearbeitet.


Cursor

Laufmarke (meist ein blinkender Strich), welche anzeigt, an welcher Stelle auf dem Bildschirm eine Ein- oder Ausgabe als nächstes erscheint


Client

Ein Client ist allgemein ein Computer in einem Netzwerk, der von einem ebenfalls im Netzwerk befindlichen -> Server "bedient" wird. Der Client kann zum Beispiel ein leistungsschwacher Computer mit einer geringen Speicherkapazität sein, der auf auf Dienste des Servers zurückgreifen muß, zum Beispiel auf dessen großen Massenspeicher.


Computer

(von engl. compute - rechnen). Syn. Digitalrechner, Rechner. Elektronisches Gerät zur Verarbeitung und Speichern von Information. Charakteristisch ist die universelle Einsetzbarkeit für verschiedene Probleme, da der Computer entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung programmiert werden kann (-> Programm ).


Computer-Literacy

Fähigkeit einer Person, mit einem Computer umzugehen und die Möglichkeiten des Computers auszuschöpfen.


Computernetzwerk

Siehe -> Netzwerk


Computerprogramm

Siehe -> Programm , -> Software



D


Datei

(engl. file) In Anlehnung an das Begriffspaar Karte - Kartei ist aus dem Begriff "Daten" die Bezeichnung Datei entstanden: Eine Datei ist demnach eine Sammlung von Daten, die zusammengehören und eine Einheit bilden. Eine Datei kann ein Text sein, aber auch ein ausführbares Programm. Dateinamen tragen oft zusätzlich eine Namenserweiterung (-> Extension ), um dem Anwender die Identifizierung der Dateiart (ausführbares Programm, Text, Datenbanksätze usw.) zu erleichtern.


Dateiverzeichnis

(engl. directory) Auf einem Massenspeichermedium (Festplatte, Diskette) werden Dateien nicht einfach "ungeordnet" abgelegt, sondern können vom Anwender hierarchisch abgelegt werden, d.h. in frei wählbare Unterverzeichnisse (und Unterunterverzeichnisse usw.) geschrieben werden. Dies erleichtert die Übersicht über die Dateien auf der Festplatte.


Datenbank

Eine Datenbank besteht genaugenommen aus zwei Komponenten:

1. einer -> Datenbasis , also einer Sammlung von Informationen (etwa Patientenstammdaten), die in einer systematischen Weise abgelegt werden

2. einem -> Datenbankmanagementsystem , also eine Software, die diese Datenbasis verwaltet. Teil dieser Verwaltungssoftware kann beispielsweise ein -> Retrievalprogramm sein, welches das gezielte Wiederauffinden gesuchter Information ermöglicht.

Der Begriff Datenbank wird allerdings vielfach falsch gebraucht, so spricht der Anwender gelegentlich von der "Datenbank", und meint eigentlich nur die -> Datenbasis . Andererseits bezeichnen viele das Datenbankmanagementsystem alleine ebenfalls als "Datenbank".

Eine Datenbank enthält typischerweise große Mengen an gleichstrukturierter Information (im Unterschied zu einer einfachen Datei, die unstrukturierte Information enthält); die einzelnen, untereinander gleich aufgebauten Informationseinheiten einer Datenbank werden dabei in -> Datensätzen gespeichert, die wiederum in -> Datenfelder untergliedert sind. Beispielsweise enthält eine Patienten-Adressdatenbank für jede Adresse eines Patienten einen -> Datensatz ; der Datensatz enthält Felder wie "Name", "Straße", "Hausnummer" usw.


Datenbankmanagementsystem

(Abk. DBMS) Verwaltungsprogramm, welches den Zugriff und die Pflege der Datenbasis einer -> Datenbank gestattet.


Datenbanksystem, relationales

Siehe -> relationales Datenbanksystem


Datenbasis

Der eigentliche "Inhalt" einer -> Datenbank , d.h. die Datensammlung (Primärdaten).


Datenbus

siehe -> Bussystem


Datenfeld

Ein Datenfeld ist Bestandteil eines -> Datensatzes , mehrere Datensätze bilden wiederum eine -> Datenbank . Jedes Datenfeld enthält ein Attribut einer Entität, d.h. eine Information (z.B. "Maier") zu einer Informationseinheit (z.B. Patientenname). In einer Datenbank sind alle Datensätze hinsichtlich ihrer Feldstruktur gleichartig aufgebaut, z.B. enthält eine -> Literaturdatenbank in all ihren Datensätzen jeweils Felder zu Autor, Titel, Journal usw.


Datenfeldkennung

siehe -> Feldkennung


Datenfernübertragung

(Abk. DFÜ) Bezeichnung für die Übertragung von Daten zwischen zwei Rechnern über eine größere Entfernung. Hierzu wird meist das öffentliche Fernsprechnetz oder spezielle Datennetze (-> Datex ) verwendet.


Datenkompression

Verringerung der Datenmenge durch ein Kompressionsprogramm (auch "Packer" genannt). Grundsätzlich zu unterscheiden sind dabei zwei verschiedene Techniken der Datenkompression, die verlustfreie und die verlustbehaftete Kompression. Bei der verlustfreien Kompression (anzuwenden bei Texten und Computerprogrammen) ist eine Reduktion um 40 bis 50% im Datenvolumen möglich, bei einer verlustbehafteten Kompression (anzuwenden bei bestimmten digitalisierten Bildern) ist ein Kompressionsfaktor bis zu 50fach möglich.

Zum Prinzip der verlustfreien Datenkompression: Das Kompressionsprogramm durchsucht zunächst die Daten nach häufig vokommenden Zeichenfolgen. In einem Text wären dies zum Beispiel die Zeichenfolgen "der", "das", "und", "oder" usw. Dann werden diese Zeichenfolgen der Häufigkeit nach geordnet, und bestimmten Codes zugeordnet. Besonders häufige Zeichenketten erhalten dabei längere Codes als seltenere Zeichenketten oder Einzelzeichen. Dann wird der gesamte Text entsprechend dieser Codetabelle neu codiert und zusammen mit der Codetabelle abgespeichert. Kompressionsprogramme sind beispielsweise PKZIP, LHARC, ARJ usw.

Verlustbehaftete Datenkompression wird fast ausschließlich bei digitalen -> Pixelbildern angewandt. In dem Verfahren nach dem JPEG-Standard, welches beispielsweise für die Kompression der Röntgenbilder auf der -> Röntgencard angewandt wird, wird das zu komprimierende Bild zunächst dahingehend analysiert, in welchen Teilen der Röntgenaufnahme viele bzw. wenige Informationen enthalten sind. Bildbereiche mit geringem Informationsgehalt, z.B. schwarze Flächen in den Röntgenbildern, werden extrem stark komprimiert, informationsreiche Stellen hingegen kaum. Aufgrund dieses "intelligenten" Kompressionsalgorithmus kann es bei der Kompression unterschiedlicher Bilder gleichen Formates auch zu unterschiedlichen Kompressionsraten kommen.

Es ist wichtig zu wissen, daß dieser Kompressionsalgorithmus eine relativ detaillierte digitale Bildanalyse und Ermittlung des Bildinformationsgehaltes voraussetzt. Dieses Verfahren beruht auf einer Analyse von virtuell generierten Bildsequenzblöcken. Die Kompression hat zur Folge, daß eine sekundäre Nachbearbeitung der Bilder, z.B. Kantenanhebungsverfahren oder verschiedene Filterungen, zu schwerwiegenden Informationsveränderungen des Bildinhaltes führen würden.


Datenpaket

In Zusammenhang mit der kassenärztlichen -> Diskettenabrechnung mittels -> ADT -Austausch ist ein Datenpaket eine -> Datei , in der die Behandlungsfälle einer Abrechnungsart zusammengefaßt werden. Es gibt drei Abrechnungsarten: 1. Pflichtkassen ("RVO", Gebührenordnung BMÄ), 2. Ersatzkassen ("EKK", Gebührenordnung E-GO), 3. Sonstige Kostenträger ("SKT", Gebührenordnungen BMÄ, E-GO, GOÄ).

Zu den Pflichtkassen gehören alle Kassen der Kassenarten Ortskrankenkasse, Betriebskrankenkasse, Innungskrankenkasse, Landwirtschaftliche Krankenkasse, die See-Krankenkasse sowie die Bundesknappschaft.

Zu den Ersatzkrankenkassen gehören die Angestellten- und die Arbeiter-Ersatzkassen.

Zu den "sonstigen Kostenträgern" gehören Sozialhilfeträger, Bundeswehr, Zivildienst, Bundesgrenzschutz, Polizei, Feuerwehr, Postbeamten, Schüler-Unfälle.

Entsprechend den drei Abrechnungsarten werden bei der Diskettenabrechnung also in der Regel drei Dateien erstellt, die durch eine jeweils verschiedene -> Extension kenntlich gemacht werden: ".RVO", ".EKK" und ".SKT". Für jedes Datenpaket (=für jede Datei) soll eine andere Diskette verwendet werden; das Anlegen von -> Unterverzeichnissen ist nicht erlaubt. Der Dateiname hat allgemein das Format cffnnnnn.ext, wobei

ext die oben angegebene Extension (RVO, EKK oder SKT) je nach Abrechnungsart ist

c den verwendeten Code anzeigt: X steht für den IBM-Code, S für den 7-Bit-Code nach DIN 66003

ff die laufende Nummer der Diskette der entsprechenden Abrechnungsart ist

nnnnn die Stellen drei bis sieben der Arztnummer sind.


Datensatz

(engl. record) Dateneinheit, die durch ihren zusammengehörigen Inhalt gekennzeichnet ist, vergleichbar mit einer Karteikarte. Ein Datensatz enthält zum Beispiel alle relevanten Informationen zu einem bestimmten Patienten. Diese Informationen werden strukturiert und die einzelnen Informationseinheiten jeweils in einzelne -> Datenfelder geschrieben. Die Informationen eines Patienten könne zum Beispiel in Informationseinheiten wie "Name", "Vorname", "Straße" etc. strukturiert und in entsprechende dafür vorgesehene Felder geschrieben werden. Aus mehreren (jeweils gleichstrukturierten) Datensätzen baut sich eine -> Datenbank auf.


Datenschutz

Unter Datenschutz versteht man alle Maßnahmen, die sich mit der Sicherheit und dem Schutz von personenbezogenen Daten zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte zur informationellen Selbstbestimmung der Betroffenen (hier Patienten) beschäftigen.

Die Forderungen des Bundesdatenschutzgesetzes (-> BDSG ) in seiner Neufassung vom Mai 1991 gehen teilweise über die berufsrechtliche Norm der ärztlichen Schweigepflicht hinaus. Danach sind nicht nur die medizinischen Informationen schützenswert, sondern alle -> personenbezogenen Daten, also auch beispielsweise -> Patientenstammdaten . Grundsätzlich legt das BDSG fest, daß die Speicherung, Übermittlung, Veränderung und Nutzung personenbezogener Daten nur mit Einwilligung der Betroffenen oder aufgrund eines Gesetzes zulässig ist. Der Arzt muß demnach seine Helferinnen und alle anderen Personen, die Zugriff auf die Praxis-EDV haben (CAVE Wartungsarbeiten durch das Systemhaus!) schriftlich auf den Datenschutz verpflichten. Außerdem müssen die Patienten über den EDV-Einsatz informiert sein.

Der Arzt darf seine eigenen Patientendaten wissenschaftlich auswerten, die Weitergabe dieser Daten an Forschungseinrichtungen bedarf aber der Einwilligung der Patienten.


Datenschutz -
Gesetzliche Grundlagen


Berufsordnung Ärzte: Präambel, §2 (Schweigepflicht), §11 (Ärztliche Aufzeichnungen), §12 (Ausst. Gutachten/Zeugnisse)

SGB X: §67 (Grundsatz der Geheimhaltung), §79 (Geltung des BDSG)

SGB V: §285 Abs. 2 (Personenbezogene Daten), §294 (Pflichten der Leistungserbringer), §295 (Abrechnung ärztlicher Leistungen)

BDSG/LDSG: §5 (Datengeheimnis), §9 (Technische/Organisatorische Maßnahmen), §27 (DV nicht-öffentliche Stellen), §29 (Zweckbindung durch Berufsgeheimnis), Anlage zu §9 BDSG

Bundesmantelvertrag: §29 (Schriftl. Information), §36 (EDV-Abrechnung), §47 (Dokumentation)


Datensicherung

1. Einfaches Abspeichern der Daten ("Save")

2. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, um bereits abgespeicherte Daten vor dem Datenverlust zu schützen, indem man Kopien der Daten anlegt und getrennt aufbewahrt. Syn. -> Backup


Datenspiegelung

In der Arztpraxis häufig angewandte Methode des -> Backup (siehe dort).


Datenträger

Allgemeine Bezeichnung für ein physikalisches Medium, welches Information (Daten, also z.B. Texte, Zahlen oder Bilder) aufnehmen und speichern kann. Datenträger basieren heute meist auf magnetischen (z.B. -> Diskette oder -> Wechselplatte ) oder optischen Speicherungsverfahren (-> CD-ROM , -> Lasercard ). Ein spezieller Datenträger für Abrechnungsdaten eines kassenärztlich tätigen Mediziners ist der Abrechnungsdatenträger (-> ADT ).


Datenträgeraustausch

Abk. DTA

Übergabe von ->; Datenträger n von einem Individuum (Betrieb, Institution) an ein anderes zwecks Austausch von Daten. Diese Form des Datenaustauschs kann auch als -> offline -Datenaustausch bezeichnet werden, da die Beteiligten nicht -> online miteinander verbunden sind, und daher kein verzögerungsfreier unmittelbarer Datenaustausch möglich ist.

Mittels Datenträgeraustausch lassen sich insbesondere große Datenmengen wirtschaftlich übertragen; ferner ist das Problem des -> Datenschutzes oftmals besser zu lösen als bei online-Datenübertragungsverfahren. Aus diesem Grund setzt die -> KBV bei der Übertragung der elektronischen Abrechnungsdaten zwischen Arzt und -> KV derzeit noch auf Abrechnung mittels Datenträgeraustausch (-> ADT -Austausch).


Datex

(von "data exchange") Digitales Datennetz der Telekom zur Datenfernübertragung. »Datex J« »Datex JedermannDatex Ppaketweisen


Dauerdiagnose

Begriff aus der EDV-gestützten Quartalsabrechnung mit den KVen: Dokumentation einer quartalsübergreifenden Diagnose (z.B. "Hypertonie").


DBMS

Abk. für -> Datenbankmanagementsystem


Deskriptor

Schlagwort, Suchwort, Keyword. Ein Deskriptor charakterisiert inhaltlich einen -> Datensatz in einer -> Datenbank . Er dient dem Wiederauffinden (-> Retrieval ) der gewünschten Information. Sucht man beispielsweise in einer Literaturdatenbank wie MEDLINE nach einer bestimmten Publikation, so kann man als Deskriptor beispielsweise den Autorennamen oder ein Schlagwort aus dem -> Thesaurus (z.B. -> MeSH ) eingeben.


Default

Voreinstellungen bestimmter Systemparameter (in der Hard- oder Software), die vom Anwender bei Bedarf geändert werden können.


Desktop

siehe -> Gehäuse


DFÜ

Abk. für -> Datenfernübertragung


DiabCard

Von der europäischen Gemeinschaft im Rahmen des -> AIM -Programms gefördertes Projekt mit dem Ziel der Spezifikation einer -> Chipkarte für Diabetiker. Die Chipkarte soll die Kommunikation zwischen Patient, niedergelassenem Hausarzt und Klinik verbessern, indem für die Erkrankung wichtige Daten auf der Karte gespeichert werden. Der Patient bekommt die Karte ausgehändigt und soll diese immer bei sich haben. Welche Daten gespieichert werden und in welchem Format wird momentan im Rahmen des europäischen DiabCard-Forschungsprojektes, an dem die GSF in München, -> IBM , Siemens sowie das -> ZI und weitere Firmen beteiligt sind, ermittelt.


Diagnosekette

Begriff aus der EDV-gestützten Quartalsabrechnung mit den KVen: Eine Diagnosekette ist die gekoppelte Eingabe von mehreren Abrechnungsdiagnosen, und zwar werden dabei entweder einem Fall mehrere Diagnosen zugewiesen, oder es wird eine Abrechnungsdiagnose mehreren Fällen zugewiesen.


DIAGNOSIS

Deutschsprachige -> Volltext -Datenbank, die rund 2.000 Texte zu verschiedenen Krankheitsbildern enthält. Diese stammen hauptsächlich aus dem Bereich Innere Medizin, aber auch aus anderen, für den Praktiker relevanten Gebieten, wie Gynäkologie, Urologie, Rheumatologie, etc. Die -> Datensätze enthalten Kasuistiken und andere Primärinformation in -> Datenfeldern wie Ätiologie, Befund, Diagnose, Differentialdiagnose, Pathologischer Befund, Symptome, Therapie, Verlauf, Referenzen etc. Der Hersteller wertet für die Erstellung der Datensätze hauptsächlich medizinische Publikationen des Thieme-Verlages sowie des Elsevier-Verlages (-> Clinical Notes Online) aus. Die Datenbank kann vom Arzt beispielsweise als Diagnose-Hilfe, aber auch als rasch abrufbares Nachschlagewerk verwendet werden.

Die Datenbank wird als -> Online -Datenbank bei -> DIMDI angeboten, kann aber auch über die -> BTX -Leitseite des Thieme-Verlags erreicht werden. Außerdem ist sie als -> Offline -Datenbank auch auf -> CD-ROM oder auf -> Disketten (zur Installation auf die -> Festplatte ) für den Preis um DM 800,- bei -> MEDISOFT erhältlich.

In der Schweiz steht DIAGNOSIS auch auf der MEDIROM, einem integrierten medizinisch-pharmazeutischen Auskunftssystem auf CD-ROM, zur Verfügung.

Datenbankproduzent: -> MEDISOFT , Gesellschaft für medizinische Datenbanken mbH, Frankfurt


Dialog dental

-> Abrechnungsprogramm der 1975 gegründeten Firma Dialog GmbH Ges. für Softwarevertrieb u. Softwareberatung. Dialog dental ist ein fachgruppenspezifisches Programm für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, und belegt in der -> Installationsstatistik dieser Fachgruppe mit einem Marktanteil von 60% unangefochten den ersten Platz (Stand 8/93).

Info: Dialog GmbH Ges. für Softwarevertrieb u. Softwareberatung, Berlinstr. 107a, 55411 Bingen-Büdesheim, Tel. 06721/4 10 06, Fax. 06721/4 20 06


digital

(von lat. digitus = Finger). Eigenschaft eines Elements, nur diskrete (nicht stetig veränderbare) Werte annehmen zu können. Der Übergang von einem digitalen Zeichen (z.B. einer 1) zu einem anderen (zum Beispiel einer 0) erfolgt "sprungartig" ohne Übergangswerte. Im Gegensatz dazu kann ein -> analoges Signal unendlich viele Zwischenwerte (0,1; 0,09...) annehmen. Bei einem digital gespeicherten Bild besteht zum Beispiel jeder Bildpunkt entweder aus einem weißen (0) oder einem schwarzen (1) Punkt. Ein analog gespeichertes Bild erlaubt hingegen die Verwendung von Grauwerten in jedem Bildpunkt. Die Umwandlung von Grauwerten in ein Muster von Schwarz/Weiß-Punkten erfolgt bei der -> Digitalisierung durch einen -> A /D-Wandler.


Digitalisierbrett

Einfach zu handhabendes Eingabemedium, bei dem der Anwender mit einem stiftähnlichen Gerät einen auf einer Folie verzeichneten Informationsbaustein antippt und diese in den Computer übernimmt. Digitalisierbretter werden häufig in der ärztlichen Praxis im Zusammenhang mit -> Abrechnungsprogrammen verwendet, um die EIngabe über die Tastatur zu vermeiden. Ein Digitalisierbrett besteht im Einzelnen aus einer Grundplatte, auf die eine vom Softwarehersteller beschriftete Folie gelegt werden kann. Auf der Folie können beispielsweise ärztliche Leistungen oder fachgruppenspezifische Diagnosen verzeichnet sein. Mit einem speziellen elektronischen Stift, der mit dem Rechner verbunden ist, wird die Folie an der gewünschten Stelle angetippt. Das Digitalisierbrett übermittelt die Koordinaten des angetippten Punktes an den Computer, und die Digitalisierbrett-Software "übersetzt" die Koordinaten in eine Klartext-Information (z.B. "Patient klagt über Ohrenschmerzen").


Digitalisierung

Wandlung eines -> analogen Signals in eine -> digitale Form. Die Digitalisierung eines Bildes (etwa eines konventionellen Röntgenbildes) kann über verschiedene Techniken realisiert werden: Hochauflösende Videoabtaster (Flächendetektor), digitale Erfassung mit einem CCD-Zeilensensor (CCD: charge coupled device) oder Abtastung durch einen punktförmigen Laserstrahl.


Digitizer

Allgemeine Bezeichnung für ein Gerät zur -> Digitalisierung von Daten.


DIMDI

Abk. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information: Staatliches Institut in Köln, welches als wichtigster -> Host auf dem Bereich der Medizin in Deutschland etwa 100 biomedizinische -> Datenbanken (-> MEDLINE u.a.) zur gebührenpflichtigen -> online -Abfrage anbietet.

Info: DIMDI; Postfach 42 05 80; 50899 Köln; Tel. 0221/4724-1; Fax 0221/411429


DIP-Schalter

Kleinste Schalter, die sich z.B. auf der Hauptplatine des Rechners oder auch am Drucker befinden und zur Einstellung der Konfiguration des Systems gemäß Handbuchanweisung dienen (= Dual In-line Pin).


Directory

Siehe -> Dateiverzeichnis .


DIS-KBV

Dokumentations- und Informationssystem der KBV. Im Jahre 1990 durch den KBV-Vorstand in Auftrag gegebenes, zentrales elektronisches Informationssystem für Ärzte und Angehörige des Gesundheitswesens. Das DIS-KBV soll dem Arzt dezentralen Zugriff (z.B. via -> ISDN ) auf folgende Dokumente ermöglichen: KBV-Korrespondenz (soweit für die Öffentlichkeit bestimmt), Gestze, Richtlinien, Verträge, Satzungen, Sitzungsprotokolle. Stellungnahmen und Presseerklärungen der KBV, Äußerungen der Bundesregierung und anderer Organisationen (Krankenkassen, Ärzteverbände usw.), soweit sie das Gesundheitswesen betreffen, Beiträge der Fach- und Standespresse, Informationsschreiben aus den KVen usw. Neben Textinformationen sollen auch eingescannte Faksimiledokumente sowie Ton- und Videodokumente gespeichert und abrufbar sein. Auch der Zugriff auf externe Informationsanbieter (Verlage, Bibliotheken, Datenbankenhosts) soll ermöglicht werden, der Anschluß an den gesundheitspolitischen Nachrichtendienst der dpa steht unmittelbar bevor. Ferner soll ein -> Expertensystem zur Diagnose- und Therapieunterstützung eingebunden werden. 1994 erfolgt der KBV-interne Ausbau des Systems sowie die Vernetzung des KVen; ab Ende 1995 soll auch der Zugriff für externe Interessenten (z.B. Ärzte) ermöglicht werden.


Disc

Kurzform für -> CD-ROM , nicht zu verwechseln mit der -> Disk


Disk

allgemein für "Platte", meist aber als Abkürzung für -> Diskette gebraucht


Diskette

Disketten sind runde Scheiben aus flexiblem Kunststoffmaterial für die magnetische Aufzeichnung von Daten. Am gebräuchlichsten sind die Mini-Floppy-Disk (5 1/4 Zoll) und die Micro-Floppy-Disk (3 1/2 Zoll). Die Diskette ist das Hauptmedium zum Datenaustausch z.B. zwischen Softwarehersteller (Arzt - Softwarehaus) sowie zwischen Anwender und Anwender (z.B. Arzt - KV). Um auf eine neu gekaufte leere Diskette Daten zu übertragen, muß sie erst -> formatiert werden; dabei wird die Diskette "vormagnetisiert" und es erfolgt eine Aufteilung in Spuren und Sektoren. Bei den Disketten ist neben dem sichtbaren Größenunterschied auch noch auf die verschiedenen Aufzeichnungsdichten und Bezeichnungen zu achten:

- 3,5-Zoll-Diskette

- Double density (DD):

720 kB Speicherplatz

- High density (HD) oder 2D:

1,44 MB Speicherplatz

- 5,25-Zoll-Diskette

- Double density (DD):

360 kB Speicherplatz

- High density (HD) oder 2D:

1,2 MB Speicherplatz

Aus der zusätzlichen Bezeichnung »double sided« DS oder 2S, geht hervor, ob die Disketten von beiden Seiten beschrieben werden können. Bei den Diskettenlaufwerken gilt die Aufwärtskompatibilität, d.h. Laufwerke mit großer Kapazität (1,44 MB bzw. 1,2 MB) können die kleineren (720 kB bzw. 360 kB) Forma»e lesen, aber nicht umgekehrt.


Diskettenabrechnung

Methode der kassenärztlichen Abrechnung, bei der alle Behandlungsfälle vom -> Abrechnungsprogramm auf den sogenannten Abrechnungsdatenträger (-> ADT ), also die -> Diskette , geschrieben werden, und die Diskette an die jeweilige KV geschickt wird.

Die Krankenscheinrückseiten bleiben unbeschriftet, denn alle Abrechnungsdaten befinden sich auf der beigelegten Diskette. Während die ADT-Spezifikation bundeseinheitlich gilt, sind die genauen Vorschriften zur EDV-gestützten Abrechnung (z.B. hinsichtlich Sortierung etc.) in den einzelnen KVen unterschiedlich.

Neben der Diskettenabrechnung gibt es auch die Methoden der -> Aufkleberabrechnung sowie die der -> Endlosabrechnung .


DOS

Disk Operating System = -> Betriebssystem . Der Name wird oft auch synonym mit -> MS DOS (=Microsoft Disk Operating System) verwendet, dem Betriebssystem für -> IBM -kompatible PCs.


Downloading

("Runterladen") Beim Downloading werden größere Datenmengen (z.B. Texte) aus einer externen Datenbank (-> online oder von -> CD-ROM ) oder aus einer -> Mailbox in eine Datei des Anwenders überspielt. Bei Mailboxen kann der Anwender auch Software "runterladen", d.h. Programme auf den eigenen Rechner übertragen.


dpi

Abk. dots per inch. Punkte pro Zoll, ein Maß für die Auflösung eines Ausdrucks. Je höher die dpi-Zahl, desto besser die Auflösung und desto besser das Druckbild.


Draft

Entwurf, Rohausdruck, Konzeptausdruck: In dieser Einstellung druckt der Drucker mit minderer Qualität (schlechtere Auflösung), dafür aber sparsamer (weniger Tinten- bzw. Farbband- oder Tonerverbrauch) und wesentlich schneller als im Schönschreibmodus. Ein "Draft"-Modus kann entweder am Drucker eingestellt werden, oder aber die Software (z.B. das Textverarbeitungsprogramm) erlaubt eine solche Einstellung.


DR DOS

Ein fast vollständig zu -> MS DOS kompatibles Betriebssystem der Firma Digital Research mit gegenüber MS DOS erweitertem Funktionsumfang. Nach einer Firmenübernahme durch Novell heißt dieses Betriebssystem seit der Version 7.0 "Novell DOS".


Drucker

Ausgabegerät, welches durch den Computer angesteuert werden kann und Papier bedruckt. Folgende Drucker können hauptsächlich unterschieden werden: -> Laserdrucker , -> Nadeldrucker , -> Thermodrucker , -> Tintenstrahldrucker , -> Typenraddrucker .

Sie unterscheiden sich vor ellem in den Punkten Druckbildqualität, Druckgeschwindigkeit und Geräuschentwicklung.

Zu einer Praxiscomputeranlage gehört mindestens ein schneller und robuster Drucker für das Formularwesen, hier bietet sich ein Nadeldrucker an, der (neben dem nahezu ausgestorbenen Typenraddrucker) auch Durchschläge bedrucken kann. Zusätzlich kann ein "Schönschreibdrucker (z.B. ein -> Tintenstrahldrucker oder ein -> Laserdrucker ) für die Korrespondenz angeschafft werden.

Im wissenschaftlichen Bereich ist ein -> Laserdrucker für die Anfertigung von Diagrammen empfehlenswert.


Druckertreiber

Druckertreiber sind meist Bestandteile des Anwendungsprogramms, die die Ausgaben dieses Programms an die Erfordernisse des jeweils verwendeten -> Druckers anpassen.


DTA

Abk. für ->; Datenträger austausch


DTA-Prüfung

Automatisierte Überprüfung der Integrität des Abrechnungsdatenträgers (-> ADT ) durch das -> KBV -Prüfmodul des -> Abrechnungsprogramms .


Abk. für Datenübertragung.


DV

Abk. für Datenverarbeitung; gemeint ist die -> EDV (elektronische Datenverarbeitung)..



E


EARN

Abk. -> European Academic Research Network


EB-ROM

(Electronic Book Compact Disc), auch EB-CD oder Single-CD genannt: Optisches Speichermedium (Durchmesser 8 cm, Kapazität 200 MB), welches speziell zur Aufnahme von Buchtexten (v.a. Lexika) konzipiert wurde. Das Lesen einer EB-ROM ist im Gegensatz zur -> CD-ROM oder -> MD -ROM nicht nicht mit einem am PC angeschlossenen Laufwerk aus möglich, sondern erfolgt mit einem speziellen "stand-alone"-Gerät, dem Sony Data Discman.


EDV

Abk. elektronische Datenverarbeitung


EDV-Beratungsstellen

Bei den EDV-Beratungsstellen (vgl. -> EDV ) der -> KVen können telefonische Auskünfte zur Praxis-EDV eingeholt sowie schriftliche Unterlagen angefordert werden. In allen Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder sind EDV-Beratungsstellen eingerichtet worden, ebenso am Zentralinstituts der KBV (Ottostr.1, 50859 Köln, Tel.: 02234/40940, Fax.: 02234/497979).

Beratungsdienste bietet auch der Hartmannbind:

Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Godesberger Allee 54, 53175 Bonn, Tel.: 0228/81040, Fax.: 0228/8104155

Desweiteren gibt es herstellerunabhängige Beratungsdienste, die gegen eine Vergütung Beratung bei der Auswahl einer Praxis-EDV bieten.


EGA-Standard

siehe -> Grafikkarten


Einplatzsystem

In Abgrenzung zu einem -> Mehrplatzsystem , bei dem mehrere Computer oder -> Terminals in verschiedenen Räumen (z.B. einer Arztpraxis) stehen und miteinander vernetzt sind, besteht ein Einplatzsystem nur aus einem einzigen Computer-Arbeitsplatz.


Elektronikversicherung

Die Elektronikversicherung schließt die Sach- und Mehrkostenversicherung, die Datenträgerversicherung sowie die Betriebsunterbrechungsversicherung ein.

Sie wurde früher auch als »Schwachstromversicherung


elektronische Karteikarte

Als elektronische Karteikarte bezeichnet man anschaulich (in Analogie zum tradionellen Karteikastensystem als Patientenverwaltungsmittel) einen -> Datensatz , der in elektronischer Form alle Patienteninformationen wie -> Patientenstammdaten , Diagnosen, Befunde, Leistungen, Medikamente, Therapien, Cave-Eintragungen, Labordaten und sonstige medizinische Dokumentationen enthält. Der Datensatz ist Teil einer oder mehrerer -> relationaler Datenbanken eines -> Abrechnungsprogramms .


Email

(electronic mail) Elektronischer Brief. Der Benutzer eines Computers kann einem anderen Benutzer eine Email schreiben, wenn beide Computer über ein Computernetz miteinander verbunden sind.


Email-Adresse

Adresse des Empfängers einer -> Email . Die Adresse identifiziert den Empfangscomputer sowie den darauf arbeitenden Benutzer. Eine Adresse im -> Internet sieht etwa so aus: benutzername@computer.abteilung.institution.land


EMBASE

EMBASE ist (ähnlich wie -> MEDLINE ) eine medizinische -> Literaturdatenbank . Sie wird vom niederländischen Verlag Elsevier Science Publishers hergestellt, auf -> CD-ROM und -> online bei DIMDI (und auch bei anderen -> Hosts ) angeboten und enthält die Inhalte der Referatezeitschriften Exerpta Medica.

Zwischen EMBASE und MEDLINE besteht eine inhaltliche Überschneidung von etwa 60 bis 80%. EMBASE ist die Datenbank der Wahl insbesondere für

- spezifisch deutsche oder europäische Themen, da im Gegensatz zu MEDLINE wesentlich mehr europäische Zeitschriften ausgewertet werden

- pharmakologische/toxikologische Fragestellungen, da der Thesaurus -> EMCLAS eine spezifischere Suche nach Pharmaka zuläßt.

Für EMBASE werden -wie für MEDLINE- vor allem medizinische Zeitschriften (3.500) ausgewertet, zusätzlich aber auch Kongreßberichte (Conference Proceedings, seit 1989). Die Inhaltserschließung kann zum einen durch die Freitextsuche in den Abstracts erfolgen; diese sind in EMBASE -anders als bei MEDLINE- ohne Längenbegrenzung gespeichert. Ca. bei 61% aller Datensätze findet sich eine solche Kurzzusammenfassung. Bis 1987 wurden die Orginal-Abstracts von Experten redigiert, d.h. ggf. gekürzt oder umgeschrieben. Heute werden die Orginal-Kurzreferate der Autoren unbearbeitet übernommen (wie bei MEDLINE).

Zum zweiten verwendet auch EMBASE inhaltscharakterisierende Schlagwörter aus einem -> Thesaurus , die für jede Publikation von je einem Mediziner und einem Pharmakologen aus insgesamt vier verschiedenen Vokabularien vergeben werden (oder wurden): -> MALIMET (wird heute nicht mehr verwendet), -> EMCLAS , -> EMTAGS sowie (als wichtigster Thesaurus) -> EMTREE .

Die Verwendung von MALIMET wurde zugunsten des EMTREE schrittweise abgeschafft. EMCLAS soll ebenfalls vollkommen abgeschafft werden. Für die Zukunft genügen Kenntnisse des EMTREE-Thesaurus.

Ähnlich wie bei MEDLINE werden auch in EMBASE seit 1988 Qualifier (-> Subheadings ) zur Eingrenzung auf einen Teilaspekt des indexierten -> Deskriptors vergeben, beispielsweise ASPIRIN/adverse drug reaction (wobei "ASPIRIN das -> Mainheading , "adverse drug reaction" das Subheading ist).

SilverPlatter (u.a. Hersteller) bieten EMBASE komplett, oder nach Fachgebieten geordnet, auf -> CD-ROM 's an. Die SilverPlatter Excerpta Medica Specialty Subsets existieren für Anästhesie, Kardiologie, Pharmakologie, Gastroenterologie, Immunologie & AIDS, Neurowissenschaften, Gynäkologie, Pathologie, Psychiatrie, Radiologie, und Nephrologie; jedes Fachgebiet paßt in der Regel auf ein bis zwei CD-ROM's.

Als -> Online -Datenbank wird EMBASE von einer Vielzahl von -> Hosts angeboten, darunter -> DIMDI und -> DATA STAR


EMCLAS

EMCLAS ist einer der vier Thesauren (-> Thesaurus ) der medizinischen -> Literaturdatenbank -> EMBASE . Es handelt sich um ein Klassifikationssystem, welches die Publikationen jeweils ihren Fachgebieten (Anatomy, Cancer, Surgery etc.) oder anderen sehr breiten Konzepten ("The Lymphocyte", "Congenital Defects" etc.) zuordnet.


EMTAGS

EMTAGS (EMBASE Item Index Terms) ist einer der vier Thesauren (-> Thesaurus ) der medizinischen -> Literaturdatenbank -> EMBASE . Es handelt sich um ein aus 270 Wörtern umfassendes Vokabular zur Inhaltsbeschreibung einer medizinischen Publikation. Die Schlagwörter decken relativ breite Konzepte ab (die aber schon wesentlich spezifischer sind als die -> Deskriptoren aus -> EMCLAS ), zum Beispiel "bladder", "pregnancy", "human experiment", "drug blood level", "infection", "respiratory system", "europe" etc.


EMTREE

EMTREE ist der wichtigste der vier Thesauren (-> Thesaurus ) der medizinischen -> Literaturdatenbank -> EMBASE . Es handelt sich um einen polyhierarchisch aufgebauter Thesaurus, der prinzipiell dem Thesaurus -> MeSH der Datenbank -> MEDLINE ähnelt. Allerdings unterscheiden sich die Suchbegriffe (-> Deskriptoren ) im Detail: Bei der Suche nach Lungenkrebs muß man beispielsweise in der MeSH-Terminologie "LUNG NEOPLASMS" eingeben, während das EMTREE-Vokabular den Suchbegriff "LUNG CANCER" fordert. Während im Allgemeinen der MeSH Plural-Begriffe vorzieht, finden sich im EMTREE meist keywords im Singular.

EMTREE ist eine Teilmenge von -> MALIMET , er umfaßt die 35.000 Begriffe, die im MALIMET am häufigsten verwendet wurden.


Endlosabrechnung

EDV-gestüzte kassenärztliche Abrechnungsmethode, bei der das -> Abrechnungsprogramm für alle Behandlungsfälle eines Quartals ein Endlospapier bedruckt. Das Format der Wiedergabe der abzurechnenden Leistungen entspricht dem des Formulars der Rückseite des Überweisungsscheins (DIN A5 quer). Die -> KV erhält letztlich als Abrechnungsbeleg alle Krankenscheine, Überweisungsscheine oder Belegarztscheine, dessen Rückseiten unbeschriftet bleiben, sowie das Endlospapier mit den verzeichneten Leistungen.

Die Endlosabrechnung ist nicht bei allen Kven möglich; Auskünfte sind beim EDV-Berater der jeweilig zuständigen KV einzuholen.

Gegenüber der -> Diskettenabrechnung ist dieses Verfahren für den Arzt etwas umständlicher, aber weitaus bequemer als die sogenannte -> Aufkleberabrechnung ..


Erweiterungskarte

Siehe -> Steckkarte


Etikettenabrechnung

Siehe -> Aufkleberabrechnung .


European Academic Research Network

(Abk. EARN). Das EARN ist ein "wide area network" (WAN), welches lange Zeit das wichtigste akademische Computernetzwerk in Europa war. Es entspricht dem europäischen Teil des -> BITNET (because it's time network). Das verwendete Kommunikationsprotokoll gilt als veraltet, an die Stelle des EARN/Bitnet tritt zunehmend das -> Internet . Im Bitnet/EARN können ähnlich wie im Internet beispielsweise -> Emails versendet und Filetransfers durchgeführt werden.


Expertensystem

In des Wortes breitester Bedeutung bezeichnet man mit dem Begriff "Expertensystem" zunächst einmal Software, die einen Experten (zumindest teilweise) ersetzen soll. Da dies nur bedingt realisierbar (und im Bereich der Medizin auch nicht erstrebenswert) ist, vermeidet man zunehmend den Begriff "Expertensystem", und spricht stattdessen von "wissensbasierten Konsultationssystemen". Ein wissensbasiertes System ist ein Programm, welches mit Hilfe von Wissen (welches dem System beispielsweise in Form von Regeln wie "bei Anämie ist der Patient blass" vorher beigebracht wurde) Daten verarbeiten und Schlußfolgerungen ziehen kann. Beispiele für solche Systeme sind die Programme Iliad oder QMR. Neben diesen wissensbasierten Konsultationssystemen gibt es auch

- algorithmisch (-> Algorithmus ) arbeitende Konsultationssysteme (bsp. -> M .I.S.), welche mit Entscheidungs-Flußdiagrammen arbeiten

- statistische Konsultationsysteme, die auf große Falldatenbanken zurückgreifen, und mit probabilistischen Methoden die wahrscheinlichste Diagnose ausrechnen.


Extension

Dateierweiterung, die den Typ der Datei anzeigt; die Extension ist von dem frei zu vergebenden Dateinamen mit einem Punkt getrennt, z.B. autoexec.bat (Extension BAT zeigt an, daß es sich um eine -> Batch -Datei handelt). Weitere Extensions sind EXE (ausführbare Programmdatei), COM (ebenfalls ausführbare Programmdatei), OVL (overlay-Datei), TXT, ASC (Textdateien) usw. Zu den Extensionen bei den Dateien bei der -> Diskettenabrechnung siehe unter -> Datenpaket .



F


Facharztmodul

Optionaler Teil eines -> Abrechnungsprogramms . Nach dem Baukastenprinzip können manche Abrechnungsprogramme für spezifische Facharztgruppen erweitert werden. Die Erweiterung bezieht sich beispielsweise auf fachspezifische Diagnose- und Befunddateien oder auf eingebundene -> Expertensysteme . Vgl. -> Modul .


Faktendatenbank

Eine Faktendatenbank ist eine -> Datenbank , die Primärinformation enthält, also Information, die unmittelbar verwertbar ist (im Gegensatz zur -> Referenzdatenbank , zu denen u.a. -> Literaturdatenbanken wie -> MEDLINE gehören). Zu den Faktendatenbanken gehören z.B. Medikamentendatenbanken, etwa die -> ABDA -Datenbanken.


Fallaufbereitungssoftware

(Abk. FAS) -> Software , die von der -> KBV hergestellt wird, und die von den -> KVen zur Eingangsprüfung der Abrechnungsdateien herangezogen wird. Die FAS ermöglicht das Einlesen der -> Disketten , die Richtigstellung der Abrechnungsdaten sowie deren Weiterleitung auf die Großrechenanlage. Ursprünglich war auch das -> KBV -Prüfmodul, mit dem Abrechnungsdaten auf gravierende formale Fehler hin untersucht werden, Teil des FAS. 1990 wurde dieser Programmteil aber ausgekoppelt und den Herstellern der -> Praxis -EDV zur Verfügung gestellt, um es zusammen mit dem Abrechnungsprogramm an die Ärzte auszuliefern. Damit kann bereits am Ort des Entstehens (d.h. in der Arztpraxis statt bei der KV) von Fehlern deren Korrektur eingeleitet werden.


FAS

Abk. -> Fallaufbereitungssoftware der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.


FAT

File Allocation Table. Systeminterne, d.h. für den Anwender nicht zugängliche Tabelle auf einer Speicherplatte (Diskette, Festplatte), in der die Belegung der Spuren und Sektoren mit den verschiedenen Dateien notiert wird. Die FAT wird vom Betriebssystem MS-DOS angelegt und automatisch gepflegt. Wird diese Tabelle zerstört oder beschädigt, können Dateien vom Betriebssystem nicht mehr aufgefunden werden, obwohl sie "physikalisch" eigentlich noch vorhanden sind.


Feld

-> Datenfeld


Feldkennung

Numerischer oder alphanumerischer Code, der am Anfang eines -> Datenfeldes steht, und angibt, welchen Inhalt das nachfolgende Feld hat. Feldkennungen sind immer dann notwendig, wenn leerbleibende Felder in einem -> Datensatz nicht aufgenommen werden, und somit die Anzahl und Reihenfolge der Felder für jeden datensatz variiert.


Fenster

Teil eines modular aufgebauten Bildschirmbildes: Der Benutzer kann bei grafischen Betriebssystemen wie Windows oder bei den Apple-Systemen sowie bei sogenannter fensterorientierter Software (z.B. Programme nach dem -> SAA -Standard) stets mehrere "Fenster" (Bildschirmausschnitte) gleichzeitig öffenen, und in jedem dieser Bildschrimausschnitte andere Daten betrachten, manipulieren, oder Programme laufen lassen


Festplatte

(engl. hard disc drive, HDD) Nicht auswechselbare Magnetplatte zur Speicherung großer Datenmengen. Festplatten arbeiten prinzipiell nach dem gleichen Verfahren wie -> Disketten (nämlich nach dem Prinzip der magnetischen Datenaufzeichnung), allerdings sind sie luft- und staubdicht in einem stabilen Gehäuse gegen Umwelteinflüsse abgeschirmt. Eine Festplatte vermag daher bei gleicher Größe ca. zehnmal soviel Daten speichern.

Der Schreib/Lesekopf einer Festplatte schwebt auf einem Luftkissen nur ungefähr einen Mikrometer über der sich mit 3.500 U/min drehenden Platte. Eine Festplatte besteht genaugenommen nicht nur aus einer einzigen, sondern aus mehreren, übereinanderliegenden Platten. Für jede dieser Platten sind jeweils zwei Schreib/Leseköpfe (einer für die Vorder-, der andere für die Rückseite) zusändig. Da die Spuren aller Platten genau übereinanderliegen, spricht man statt "Spuren" von "Zylindern".

Neue Festplatten müssen genau wie neue Disketten zuerst -> formatiert werden. Auch Festplatten halten nicht ewig und beenden ihr Leben nach durchschnittlich vier bis sechs Jahren recht abrupt durch den gefürchteten "Headcrash", bei dem alle D