Vervielfältigung ohne Erlaubnis des Autors nicht gestattet.
Bei Zitaten bitte folgende Quelle angeben:
Eysenbach, Gunther (1996): Wörterbuch der EDV-Begriffe in der Medizin. YELLOW INTERNET publishing, http://yi.com/home/EysenbachGunther/wb.htm
Visitor (since 13.5.96):
homebutton back to home page of G.E.

Wörterbuch der EDV-Begriffe in der Medizin

(German dictionary of medical informatics)

von Gunther Eysenbach , Uni Freiburg, Medizinische Fakultät

500 Stichwörter, mehr als 1000 Querverweise

Enstanden aus meiner persönlichen Datenbank für Recherchen zu meinem Buch Computer-Manual für Mediziner und Biowissenschaftler (ebenfalls teilweise online abrufbar) sowie meiner Redakteurstätigkeit für die Springer-Loseblattsammlung "Praxis und Computer".

Nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt - aber ohne Gewähr !

Hinweise zur Online-Version:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A


ABDA-Datenbanken

Überbegriff für alle Datenbasen (-> Datenbasis ), die von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zusammengestellt werden. Die Datenbasen enthalten primär Fakten aus Pharmazie und Pharmakologie; im Einzelnen handelt es sich um Informationen über

- Arzneistoffe: Diese Datenbasis entspricht der gedruckten Pharmazeutischen Stoffliste, und enthält ca. 18.000 Einträge zu Arneimittelsubstanzen

- Interaktionen zwischen Arzneimitteln/Fertigpräperaten: Diese Datenbasis entspricht inhaltlich der gedruckten Version "Mikropharm 1 Arzneimittel-Interaktionen" und enthält über 400 Interaktionsmonographien.

- Fertigarzneimittel: Entspricht inhaltlich der gedruckten Version Mikropharm 2 (Fertigarzneimittelverzeichnis); enthalten sind rund 200.000 Präperate des In- und Auslands

Teile der ABDA-Rohdaten werden unter anderem in das Arzneimittelinformationssystem -> AMIS der KBV integriert und so dem Anwender von Praxis-Abrechnungssoftware zur Verfügung gestellt. Die Daten werden aber auch von der ABDA als -> Datenbanken auf -> Diskette , -> CD-ROM , oder -> online angeboten, letzteres beispielsweise bei -> DIMDI als -> online -Datenbank "ABDA-Pharma", "ABDA-Stoffe" oder "ABDA-Interaktionen".

Info: Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA, Beethovenplatz 1-3, 60325 Frankfurt/Main


Abrechnungsdatenträger

-> ADT


Abrechnungsprogramm

Syn.: Arztabrechnungssystem, Abrechnungssystem, Praxis-EDV-Software, Abrechnungssoftware

-> Software für die kassenärztliche Praxis, die nach Maßgabe des Kassenarztrechts Kassen- und Privatliquidation unterstützt und Patienten- und Abrechnungsdaten in -> relationalen Datenbanken verwaltet.

Die Abrechnung vertragsärztlicher Leistungen ist gegenüber der -> KV mittels -> EDV nur dann möglich, wenn die eingesetzte Software von der Prüfstelle bei der -> KBV im Rahmen einer -> Zulassungsprüfung zertifiziert ist und eine Prüfnummer bekommen hat (§35 Abs. 1, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994). Zur Zeit besitzen rund 200 Abrechnungsprogramme unterschiedlicher Hersteller eine derartige Zulassung.

Für die Abrechnung vertragsärztlicher Leistungen mittels EDV ist ferner die vorherige Genehmigung der KV erforderlich. Diese Genehmigung erfolgt widerruflich und ist an den Einsatz der zertifizierten Softwareversion gebunden. Sie gilt auch für Folgeversionen der gleichen Software, sofern diese von der Prüfstelle der KBV zertifiziert worden ist (§35 Abs. 2, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994).

Hauptaufgabe des Abrechnungsprogramms ist die Erstellung der Quartalsabrechnung, in der Regel durch die automatische Erstellung eines Abrechnungsdatenträgers (-> ADT ) am Quartalsende, also einer Diskette, auf der die Abrechnungsdaten gemäß den Vorschriften der KBV gespeichert werden (-> Diskettenabrechnung ). Darüber hinaus kann das Programm auch andere Methoden der Abrechnung unterstützen, etwa die sog. -> Aufkleberabrechnung sowie die -> Endlosabrechnung .

Ab dem 1.7.1996 sind zur Abrechnung vertragsärztlicher Leistungen mittels EDV nur noch maschinell verwertbare ->; Datenträger zulässig. (§35 Abs.7, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994), d.h. keine papiergebundenen Abrechnungsbelege mehr.

Für den Arzt ergeben sich durch die Verwendung eines Abrechnungsprogramms insbesondere die Vorteile der schnelleren und bequemeren Erstellung der Quartalsabrechnung, eine bessere Kontrolle der abgerechneten Leistungen (Statistikfunktionen zur Kontrolle des Verordnungsverhaltens => Schutz vor Regreßforderungen) sowie eine Verhinderung von fehlerhaften Abrechnungen (-> Regelwerksprüfung ).

Auch für die -> KVen ergeben sich erheblicher Rationalisierungsvorteile und Einsparungen, die teilweise in Form eines Verwaltungskostenrabatts an den EDV-anwendenden Arzt weitergegeben werden.


Absturz

Unplanmäßger Programmabruch, der sich meist darin manifestiert, daß ein Anwendungsprogramm mit einer Fehlermeldung beendet wird ("aussteigt"). In schweren Fällen verweigert der Computer aus meist unerfindlichen Gründen plötzlich völlig seinen Dienst; in den meisten Fällen hilft dann nur noch ein Druck auf die RESET-Taste. Ein Absturz ist oft mit Datenverlust verbunden, da alle nicht auf Massenspeicher (-> Festplatte , -> Diskette usw.) abgespeicherten Informationen verloren gehen. Stürzt der Computer ab, während ein Schreibzugriff auf die Platte erfolgt, können auch -> Dateien oder die -> FAT beschädigt werden; in diesem Falle sollte mit Programmen wie CHKDSK oder DISKFIX die Integrität der Datenstruktur überprüft werden. Ursachen eines Absturzes: Häufig ist ein Programmierfehler schuld, selten liegt ein Hardwarefehler vor. Reine Bedienungsfehler des Anwenders sollten eigentlich vom Programm abgefangen werden und nicht zum Absturz führen; stürzt ein programm häufig ab, so ist in der Regel der Hersteller, und nicht der Anwender dafür verantwortlich.


A.D.A.M.

(Animated Dissection of Anatomy for Medicine) Multimedia-Anatomie-Lernprogramm, welches in den USA von ADAM Software Inc. auf Mikrocomputern (Macintosh sowie PC's mit Windows) für die Medizinerausbildung, für die Patientenaufklärung, und für Illustrationen im Gerichtssaal z.B. bei Kunstfehlerprozessen entwickelt wurde. Der Preis einzelner Programmmodule (es gibt für jede Körperregion Module, die getrennt erworben werden können) beträgt mehrere tausend Dollar, daher kommt ein Erwerb des Programms in erster Linie für Universitätsinstitute, Kliniken, und Firmen infrage, und nicht für den Endanwender (Studenten, Patienten). A.D.A.M. enthält anatomische Zeichnungen, die jede Struktur in verschiedenen Ebenen (z.B. skin, subcutaneous fat, superficial veins, cutaneous nerves, superficial fascia usw...) darstellen. Mit einer Art elektronischem Skalpel kann in jede Layer "eingeschnitten" werden, und die darunterliegenden Strukturen zutage gefördert werden. Alle Abbildungen können durch einen einfachen Mausklick "gedreht" werden. Für viele Strukturen existiert ein "Hypermedia-Link", d.h. beim Anklicken einer anatomischen Struktur wird multimediales Material abgerufen, z.B. Bilder oder Filme von Laserdiscs, die histologische Schnitte, Röntgenabbildungen, Operationen, o.ä. eingeblendet. (Vertrieb in Deutschland: DA GAMA, Freiburg)


ADAnet

American Disabled Association Network. Ein weltweites -> Mailboxnetz (-> FIDO -Netz-Standard), welches englischsprachige Diskussionsforen speziell für chronisch kranke Patienten und Selbsthilfegruppen führt, z.B. spezielle "Bretter" für Querschnittsgelähmte, MS-Patienten und Allergiker.

Mailbox-Host in Deutschland: Medic BBS, Karlsruhe, Tel. 0721-496821


Adis Drug News Datenbank

Beim -> Datenbanken -Host -> DATA -STAR -> online abrufbare -> Volltextdatenbank . Enthält alle Beiträge seit 1983 aus den wöchentlichen Publikationen Inpharma (klinische Pharmakologie), Reactions (Pharma-Nebenwirkungen) und Biolnpharma (Biotechnologische Fortschritte auf dem Gebiet der Pharmakologie)

Datenbankproduzent: Adis Press International Ltd., Chester, UK


ADIZ

Allergie-Dokumentations und Informationszentrum in Bad Lippspringe. Wichtigste EDV-Produkte:

1. AIS (Allergie Informations System): Lernprogramm und Organisationshilfe für Azrtpraxen für IBM-kompatible PC's. Enthält ca. 1000 Bildschirmseiten mit ca. 700 Grafiken zum Thema Allergien. Wird von UCB Chemie, Kerpen an interessierte Ärzte abgegeben.

2. ADIZ Mailbox (-> Mailbox ): Informationssystem für Allergiker und Ärzte mit Informationen der Deutschen Atemwegsliga e.V. sowie Pollenflugvorhersagen des Pollen-Informationsdienstes. Mailbox Tel. 05252-930295.


ADNR

Kurzbezeichnung für die -> Adis Drug News Datenbank


ADONIS

Wöchentlich neu erscheinende CD-ROM, auf der sich die 450 wichtigsten biomedizinischen Zeitschriften Seite für Seite als "digitalisiertes Bild" eingescannt wiederfinden. Auf eine CD-ROM passen über 10.000 Zeitschriftenseiten, einschließlich Text, Tabellen, und Abbildungen. Spätestens drei Wochen nach Erscheinen der gedruckten Publikation liegt sie auch auf CD-ROM vor. Viele kleinere Bibliotheken sind dazu übergegangen nur noch die ADONIS-Discs zu beziehen, anstatt die Orginal-Zeitschriften zu abonnieren. Dies spart nicht nur Platz, sondern erspart dem Benutzer auch das zeitaufwendige Kopieren: Der Anwender kann die gewünschten Zeitschriftenseiten direkt von der ADONIS-Disc ausdrucken, und spart sich das Aufsuchen und Kopieren der Orginalzeitschriften. Pro ausgedruckter Seite müsen allerdings Kopiergebühren an den Verlag abgeführt werden; diese liegen bei 4-11 DM pro Seite. Auch die Jahresgebühr von derzeit etwa 22.000 DM/Jahr für das ADONIS-Abonnement machen das System für den Privatanwender noch zu teuer.

Info: ADONIS B.V., Postbox 839, 1000 AV Amsterdam, NL


ADT

Abk. für "Abrechnungsdatenträger". Spezifikation einer Software-Schnittstelle (-> Schnittstelle ) zwischen niedergelassenem Kassenarzt und seiner -> KV , um Abrechnungsdaten auf elektronischem Wege zu übermitteln. Die bundesweit einheitliche Datensatzbeschreibung (vgl. -> Datensatz ) für die ADT, definiert durch die -> KBV , erlaubt die weitgehend papierlose Abrechnung mittels ->; Datenträger austausch zwischen Arzt und KV (-> ADT -Austausch). Als ->; Datenträger für den Ausstausch dient derzeit die -> Diskette .

Der gesamte Prozeß der elektronischen Abrechnung (-> "Diskettenabrechnung ") sieht grob skizziert etwa folgendermaßen aus: Der Kassenarzt verwendet zur Speicherung der Patienten, deren Befunde und zur Speicherung der Leistungsziffern ein von der KBV zugelassenes -> Abrechnungsprogramm . Am Quartalsende erstellt dieses Programm automatisch die Abrechnungsdateien gemäß der ADT-Spezifikation, und kopiert diese auf eine Diskette. Das -> KBV -Prüfmodul als Bestandteil des Arztprogramms stellt sicher, daß die ADT-Spezifikation eingehalten wird und erlaubt die Beseitigung von Fehlern schon in der Arztpraxis. Der Arzt reicht dann die sortierten Krankenscheine zusammen mit der Diskette an seine KV weiter. Die Krankenscheinrückseiten bleiben unbeschriftet, denn alle Abrechnungsdaten befinden sich auf der beigelegten Diskette. Während die ADT-Spezifikation bundeseinheitlich gilt, sind die genauen Vorschriften zur EDV-gestützten Abrechnung (z.B. Hinsichtlich Sortierung etc.) in den einzelnen KVen unterschiedlich.

Nach Eingang der Diskette bei der KV wird diese mittels der sog. -> Fallaufbereitungssoftware (FAS) eingelesen und die Daten werden entsprechend weiterverarbeitet.

Jedes von der Prüfstelle der KBV zugelassenes -> Abrechnungsprogramm muß die ADT-Spezifikation erfüllen.


ADT-Austausch

(auch DTA-Austausch oder Datenträger-Austausch genannt) Quartalsabrechnung mittels Austausch von Abrechnungsdatenträgern (-> ADT ), auf denen die Daten gemäß der -> ADT -Spezifikation angeordnet sind. Als ->; Datenträger dient derzeit ausschließlich die -> Diskette . Siehe auch ->; Datenträger austausch.


ADT-Prüfung

Automatisierte Überprüfung der Integrität des Abrechnungsdatenträgers (-> ADT ) durch das -> KBV -Prüfmodul des -> Abrechnungsprogramms .


ADT-Satzbeschreibung

Spezifikation des -> Datensatzes für den -> ADT . Die ADT-Satzbeschreibung wird von der -> KBV definiert und von Zeit zu Zeit geupdated..


ADT-Spezifikation

-> ADT -Satzbeschreibung


analoge Signale in -> digitale Signale umwandelt, und somit die Weiterverarbeitung der Analogdaten durch den Computer ermöglicht. Anwendungsbeispiele: Weiterverarbeitung der Daten eines Laborgerätes durch den Computer, -> Spracherkennung , -> DFÜ (-> Modem , -> Akustikkoppler ), -> Digitalisierung von konventionellen Röntgenaufnahmen u.a.


Änderungsdaten

Andere Bezeichnung für -> Bewegungsdaten .


Ärzte-Zeitung-Datenbank

Beim -> Datenbanken -Host -> DATA -STAR -> online abrufbare -> Volltextdatenbank . Sie enthält alle seit 1984 in der Ärzte-Zeitung publizierten Artikel sowie Beiträge aus der Arzneimittel-Zeitung. Datenbestand 1993: über 100.000 Dokumente.

Datenbankproduzent: Ärzte-Zeitung Verlagsges. mbH, Neu-Isenburg


AI

Abk. für artificial intelligence (künstliche Intelligenz, -> KI )


AIDSLINE

Weltweit wichtigste -> Literaturdatenbank zum Bereich AIDS. Für die Erstellung der Datenbank werden zunächst einmal alle AIDS-relevanten Artikel aus den NLM-Datenbanken -> MEDLINE , -> HEALTH , -> CANCERLIT , -> CATLINE und -> AVLINE übernommen - über 70% der Zitate stammen aus diesen sogenannten Primärdatenbanken. Der restliche Datenbestand rekrutiert sich vor allem aus Konferenzberichten und Dissertationen. Insgesamt enthält AIDSLINE rund 57.000 Dokumente, dies entspricht etwa dem doppelten Datenbestand von MEDLINE, in der 1992 "nur" rund 30.000 Artikel über AIDS zu finden waren. Die Datenbank deckt auch sämtliche Randgebiete des Themenkomplexes AIDS ab, d.h. der Kliniker, der ein Behandlungsschema für eine seltenere opportunistische Infektion sucht, wird in AIDSLINE ebenso fündig werden, wie der Wissenschaftler, der Statistiken zu Methadon-Programmen sucht, oder der für seine Studie eine zuverlässige Methode sucht, die Häufigkeit der Kondombenutzung bei Prostituierten zu ermitteln.

AIDSLINE ist "MEDLINE-kompatibel", verwendet also den -> MeSH -Thesaurus.

AIDSLINE ist auf -> CD-ROM erhältlich (SilverPlatter, CD Plus) und kann als -> Online -Datenbank bei verschiedenen -> Hosts abgerufen werden (z.B. -> DIMDI ).

Datenbankproduzent: National Library of Medicine, Bethesda/USA


AIDS-NEWSLETTER-BHTD

Eine -> Literaturdatenbank zum Thema AIDS. Mit ca. 8.000 Datenbankeinträgen ist sie eine weitaus kleinere Datenbank als -> AIDSLINE . Hergestellt wird sie am Bureau of Hygiene and Tropical Diseases (BHTD) in London. Dieses unabhängige staatliche Institut gibt u.a. einen gedruckten AIDS-Newsletter heraus, in dem sich Beiträge über medizinische und soziale Entwicklungen, Hinweise auf Kongresse und Veröffentlichungen, sowie Statistiken finden. Dieser Newsletter wird seit 1987 auch elektronisch als Datenbank gespeichert, von -> CAB International auf Magnetband vertrieben, und ist u.a. bei -> DIMDI aufgelegt. Jeder -> Datensatz verweist auf einen Artikel im (gedruckten) Newsletter, und dieser Artikel wiederum verweist meistens auf eine vom BHTD ausgewertete Primärquelle; als Primärquellen sichten die Experten des BHTD medizinische Fachzeitschriften, aber auch die sogenannte "Laienpresse" (vor allem die britische): Zeitungen und Zeitschriften wie The Guardian, Times, Sunday Times, Sunday Telegraph, Daily Telegraph, Independent, u.a. werden ebenso beobachtet und ausgewertet wie audio-visuelles Material, beispielsweise Beiträge in den (britischen) TV-Nachrichten zum Thema AIDS.

AIDS-NEWSLETTER-BHTD ist eine Teilmenge (ein sog. Subfile) der Datenbank -> PHTM .


AIM

Abk. Advanced Informatics in Medicine

Europäisches Förderprogramm der EU, welches verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der medizinischen Informatik finanziert, darunter z.B. die -> DiabCard .


Akustikkoppler

Akustikkoppler wurden hauptsächlich vor der Modem-Ära zur -> DFÜ verwendet. Ähnlich wie ein -> Modem verwandelt es die digitalen Informationen des Rechners in akustische Signale (und vice versa), damit diese über das Telefonnetz übertragen werden können. Mit einem Akustikkoppler sind nur relativ niedrige Datenübertragungsraten möglich, da das Gerät nicht direkt ("galvanisch") an die Telefonleitung angeklemmt wird, sondern mit dieser "akustisch" über den Umweg des Telefonhörers gekoppelt ist.


AL

Abk. -> artificial life


Algorithmus

Nach dem arabischen Mathematiker Al Chwarismi (820 n.Chr.) gebildetes Wort für "Rechenanweisung". In einem Algorithmus wird der Rechenvorgang des Computers durch eindeutige Regeln bestimmt. Allgemeiner gesprochen handelt es bei einem Algorithmus also um einen Ablaufplan für die Lösung eines bestimmten Problems. Algorithmisch arbeitende Konsultationssysteme für Ärzte (-> Expertensystem ) verwenden fest vorgegebene medizinische Entscheidungsalgorithmen, die vorgeben, welche Sympotme zu welchen Untersuchungen bzw. welche Untersuchungsergebnisse zu welchen Diagnosen führen.


AMIS

Arzneimittel-Informationssystem, zusammengestellt vom Zentralinstitut (ZI) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das ZI gibt an die Hersteller der Praxis-Abrechnungsprogramme fertig aufbereitete und quartalsweise aktualisierte Medikamentendateien zur Verfügung. Die Systemhäuser integrieren dann diese Daten in ihre Praxissoftware. AMIS basiert auf Rohdaten der Roten Liste, der -> ABDA -Datenbanken sowie der IFA-Festbeträge.

Info: ZI der KBV, Ottostr.1, 50859 Köln, Tel.: 02234/40940, Fax.: 02234/497979


analog

kontinuierlich, stetig veränderbar; im Gegensatz zu -> digitalen (diskreten) Werten.


AND

logisches UND (boolesches UND). Ein logisches UND ist Bestandteil jeder konventionellen -> Retrievalsprache . Mit diesem Befehlswort spzifiziert der Anwender die Schnittmenge zweier Mengen. Beispiel aus der Recherche in einer Literaturdatenbank wie -> MEDLINE : Sei SMOKING die Menge aller Publikationen, in denen der Begriff SMOKING vorkeommt, und CANCER die Menge aller Publikationen, in denen CANCER vorkommt, so besthet die Menge SMOKING AND CANCER aus allen Publikationen, in denen beide Wörter, SMOKING zusammen mit CANCER, vorkommen.


Apple

Computerhersteller. Bekanntste Modelle sind der legendäre Apple IIe und später mit der -> Macintosh -Serie. 1992 besaß Apple ein Weltmarktanteil für Personalcomputer von 9,7%, verglichen mit einen Marktanteil des Branchenführers IBM von 11,3%.

Info:
Apple Computer GmbH Deutschland, Gutenbergstr, 1, 85737 Ismaning, Tel. 089/996 40-0, Fax 089/996 40-180
Apple Computer Ges mbH Austria, Ungarstr. 59, A-1030 Wien, Tel. 0222/711820, Fax 0222/7118255


ARCOS

-> Abrechnungsprogramm der 1984 gegründeten Firma Arcos Ges. f. angewandte Informatik mbH. ARCOS lag im Juni 1993 in der -> Installationsstatistik mit 1.319 installierten Systemen und einem Marktanteil von 5,4% auf Platz 5. Es existieren verschiedene -> Facharztmodule , z.B. für Ophtalmologie, D-Arzt, H-Arzt, Pädiatrie, Allergietestungen. ARCOS ist überdurchschnittlich stark vertreten bei den Allgemeinärzten, Internisten (Platz 4), Radiologen (Platz 3) und insbesondere bei den Lungenfachärzten (Platz 1 der Installationsstatistik, Marktanteil 10%). Überdurchschnittlich häufig wird ARCOS im Einzugsbereich der KV Bayern eingesetzt.

Info: Arcos Ges. f. angewandte Informatik mbH, Donaustr. 7, 63452 Hanau, Tel. 06181/1207-0, Fax. 06181/123 38


artificial intelligence

Engl. für Künstliche Intelligenz, -> KI


artificial life

"Künstliches Leben". Forschungsgebiet, welches sich mit der Simulation und Nachbildung von Lebensprozessenbeschäftigt.


Arztstammdaten

-> Stammdaten der Praxis, die sich über einen längeren Zeitraum in der Regel nicht ändern. Zu den Arztstammdaten gehören somit z.B. Name und Anschrift der Praxis, Bankverbindung usw.


ASCII-Code

American Standard Code for Information Interchange, amerikanische Standardcodierung zum Austausch von Informationen zwischen Computern. Die ASCII-Codetabelle ordnet jedem Zeichen (Buchstaben, Ziffern, Satzzeichen, Grafikzeichen, Steuerzeichen) eine bestimmte Zahl von 0 bis 255 zu. Durch diese Zuordnung lassen sich intern im Computer Buchstaben und andere Zeichen als Zahlen speichern (pro Zeichen ist dazu ein Speicherplatz von einem -> Byte notwendig). Dadurch, daß der Code den Status einer Norm besitzt, also von allen Mikrorechnern herstellerunabhängig verwendet wird, lassen sich Texte als sogenannter ASCII-Text einheitlich abspeichern, und so zwischen verschiedenen Textverarbeitungsprogrammen oder verschiedenen Rechnern austauschen.


ASR

Abk. automatische Spracherkennung, automatic speech recognition. Siehe -> Spracherkennung , automatische


AT

1. Steht für »Advanced Technology« Als »AT-PC2. Abkürzung für "Attention". Nahezu alle heute kommerziell erhältlichen -> Modems verwenden den sogenannten AT-Befehlssatz des Modemherstellers Hayes: Wenn der Computer Befehle an ein Modem sendet, sendet er zunächst die Buchstabenfolge AT, gefolgt von einem Befehlskürzel. AT H bedeutet etwa "Attention Hangup" - das Modem trennt die Verbindung, es "legt auf".

3. "at" (engl. bei) wird das Zeichen "@" in -> Email -Adressen gelesen, beispielsweise liest man die Adresse "user-z@computer-y" als "user-z at computer-y". Bei diesem Adresseformat kann man in Netzwerken (z.B. -> Internet ) eine Email an einen bestimmten Benutzer (mit dem Namen user-z) der an einem bestimmten Computer (computer-y) arbeitet schicken.


Aufkleberabrechnung

EDV-gestüzte kassenärztliche Abrechnungsmethode, bei der das -> Abrechnungsprogramm für jeden Behandlungsfall einen Aufkleber bedruckt, der dem Formular der Rückseite des Überweisungsscheins entspricht (DIN A5 quer). Die -> KV erhält letztlich als Abrechnungsbeleg einen Krankenschein, Überweisungsschein oder Belegarztschein, dessen Rückseiten mit dem EDV-beschrifteten Aufkleber, auf dem die abzurechnenden Leistungen verzeichnet sind, beklebt sind. Gegenüber der -> Endlosabrechnung oder -> Diskettenabrechnung ist dieses Verfahren für den Arzt weitaus umständlicher.

Etiketten für die Afufkleberabrechnung sind erhältlich beim Deutschen Ärzte-Verlag (Pf. 400265, 50823 Köln) oder bei der Fa. Cedip (Carl-Zeiss-Ring 3-5, 85737 Ismaning).


Auflösung

Bildpunkte pro Flächeneinheit. Bei Bildschirmen wird als Auflösung die Gesamtzahl der Bildpunkte auf dem Monitor angegeben, ausgedrückt als Produkt aus Zeilenanzahl (z.B. 480) und Punkten pro Zeile (z.B. 640). Ein VGA-Monitor (-> VGA -Standard) kann somit eine Auflösung von 640 x 480 Punkten auf dem Monitor erreichen.

Eine andere Maßeinheit ist die Angabe Linienpaare pro mm (Lp/mm).


Ausbeute

(engl. recall). Neben der -> Präzision ist die "Ausbeute" einer der beiden Parameter, die die Qualität einer Datenbankrecherche angeben. Die Ausbeute ist umso höher, je mehr relevante Dokumente gefunden werden, bezogen auf die Gesamtanzahl der in der Datenbank vorhandenen relevanten Dokumente (gefundene relevante Dokumente geteilt durch relevante Dokumente in der Datenbank). Bei optimalem Retrieval ist die Ausbeute 1, in der Praxis liegt sie jedoch irgendwo zwischen 0 und 1. Beispiel: In einer Literaturdatenbank seien 100 Dokumente vorhanden, die das Themengebiet AIDS behandeln. Mit dem Suchwort "AIDS" werden aber nur 80 gefunden, weil in 20 Publikationen das Wort AIDS nicht explizit auftaucht, sondern beispielsweise von "HIV-Infektion" gesprochen wird. Die Ausbeute ist in diesem Fall 80/100 = 0,8.



B


Backup

Andere Bezeichnung für Datensicherung bzw. Anlegen einer -> Sicherungskopie , das heißt in der Regel Überspielen von Daten der -> Festplatte auf andere ->; Datenträger . Ein regelmäßiger Backup ist insbesondere in Arztpraxen, aber auch für Privatanwendungen essentiell, denn Festplatten haben eine begrenzte Lebensdauer, und -> Viren oder ein -> Absturz können Dateien irreversibel beschädigen. Zum täglichen Back-up in der Arztpraxis werden meist Datenbänder (-> Streamer ) verwendet. Eine schnellere, aber auch teuere und nicht ganz so sichere Methode ist die regelmäßige "Spiegelung" (Anlegen einer identischen Kopie) der Daten auf eine zweite Festplatte. Neben Bändern bieten sich als Backup-Datenträger auch -> Wechselplatten oder -> MOs an, diese sind allerdings wesentlich teurer (aber dafür auch wesentlich schneller und sicherer als Bänder). Für kleinere Datenmengen (einzelne Dateien) kommen auch Disketten als Sicherungsmedien in Betracht; für das tägliche Routinebackup sind Disketten aber nicht praktikabel. Sie eignen sich eher für die -> Sicherungskopie etwa des -> Abrechnungsdatenträgers .


Bar-Code

Streifencode, Strichcode. Daten werden digital als Striche codiert, und können über eine spezielles Lesegerät wiedereingescannt werden (vgl. der aus dem Supermarkt bekannte EAN-Code). In der Arztpraxis kann der Einsatz eines Bar-Code-Druckers/Scanners insbesondere im Laborbereich, sinnvoll sein. Beispielsweise könnten vom Abrechnungsprogramm Etiketten mit einem Bar-Code (Name oder Nummer des Patienten codiert als Strichcode) ausgedruckt werden; mit diesen Etiketten können dann Probenröhrchen beklebt werden. Im Labor kann dann der Patientenname mittels eines Lesestiftes direkt in die Labor-EDV eingelesen werden.


BASIC

Abk. "Beginners all purpose symbolic instruction code". Sehr einfach zu erlernende und kaum standardisierte -> Programmiersprache aus den Anfängen der Computer, heute weitgehend von -> objekt -orientierten Programmiersprachen abgelöst. In BASIC programmierte Programme sollten im professionellen Bereich gemieden werden, da sie für den Hersteller aufgrund mangelhafter Strukturierung schwer zu warten sind und sich bei Programm--> Updates leicht fatale Programmierfehler einschleichen können.


Batch-Verarbeitung

Bei der Batch-Verarbeitung (Stapelverarbeitung) liegen der Vorgang der Dateneingabe und die eigentliche Datenverarbeitung zeitllich auseinander. Mehrere Befehle oder Daten werden dem Computer zunächst in Form einer sogenannten Batch-Datei gesammelt übergeben, der diese dann Schritt für Schritt ohne weitere Interaktion durch den Benutzer abarbeitet. Es ist beispielsweise unter dem -> Betriebssystem -> MS -DOS möglich, mehrere DOS-Befehle hintereinander auszuführen; die DOS-Befehle werden dann nicht Schritt für Schritt vom Anwender eingegeben, sondern stehen gesammelt in einer Batchdatei (-> Extension .BAT). Eine Batchdatei, die bei DOS-Systemen stets automatisch nach dem -> Booten abgearbeitet wird ist die Datei autoexec.bat.


Baud

Einheit der Übertragungsgeschwindigkeit bei der Datenübertragung (Schritte pro Sekunde). Werden Binärzeichen über eine einzige Leitung übertragen (z.B. Telefonleitung bei der -> DFÜ ), so gilt 1 Baud = 1 bit pro Sekunde (bps). Faxgeräte übertragen meist 9.600 Baud, ein Modem zwischen 2.400 bis 19.200 (oder auch mehr) Baud.


BBS

Abk. für Bulletin-Board System, englische Bezeichnung für -> Mailbox


BDSG

Bundesdatenschutzgesetz aus dem Jahre 1977, zuletzt novelliert im Jahre 1991. Zweck des Gesetzes ist die Bewahrung des Persönlichkeitsrechts des einzelnen Bürgers durch -> Datenschutz . Neben Bundesvorschriften existieren spezifische Datenschutzgesetze der Länder.


BDT

Abk. für Behandlungsdatenträger. Der BDT wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung definiert; die BDT-Spezifikation ist eine Beschreibung der -> Schnittstelle (gemeint ist hier eine Software-Schnittstelle) zwischen verschiedenen Abrechnungsprogrammen. Diese Spezifikation soll es ermöglichen, daß Daten aus Praxiscomputersystemen unterschiedlicher Anbieter untereinander ausgetauscht werden können. Zu diesen Daten zählen alle patientenrelevanten Informationen - also nicht nur die Abrechnungsdaten wie bei der Datensatzspezifikation des -> ADT oder die reinen Patientenstammdaten, sondern auch Informationen über Befunde und Behandlungsverläufe.

Wenn ein Praxiscomputersystem die Anforderungen des BDT erfüllt, dann der Anwender eine gößere Sicherheit für den Fall, daß er das System wechseln muß oder will. Dies könnte zum Beispiel dann der Fall sein, wenn das Systemhaus in Konkurs geht oder sich aus anderen Gründen vom Markt verabschiedet.


Benchmarks

Standardisierte Tests, um die Geschwindigkeit des Rechners, genauer: der Zentraleinheit oder -> CPU zu testen. Solche Tests sind beispielsweise der Landmarktest oder der Norton SI.


Benutzeroberfläche

Die Benutzeroberfläche stellt die -> Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine dar. Jede -> Software (zum Beispiel das -> Betriebssystem oder ein Anwendungsprogramm) besitzt eine spezifische Benutzeroberfläche; zur Definition der Benutzeroberfläche gehören die Gestaltung des Bildschirms, die Belegung der Tastatur, die Mausunterstützung und die Hilfefunktionen. Ältere Benutzeroberflächen sind text- und kommandoorientiert; hier interagiert der Benutzer mit der Software über Text-Kommandos. Moderne Benutzeroberflächen wie die des Betriebssystems -> Windows sind grafikorientiert.


Beta-Version

"Unfertige" Version einer Software, die zwar bereits lauffähig ist, aber noch Fehler enthält und möglicherweise bei bestimmten Aktionen einen unfreiwilligen -> Absturz produziert. Um diese Programmier-Fehler zu finden, werden sog. Betra-Tester eingesetzt; dies sind Anwender des Programms, die dieses unter realen Anwendungsbedingungen testen.


Betriebssystem

Gesamtheit aller Programme (Software), die für den Betrieb eines Computers unbedingt erforderlich sind und die somit dem Benutzer den Umgang mit dem Computer erst ermöglichen. Sie fungieren gewissermaßen als Vermittler zwischen Hard- und Software.

Zu den Aufgaben eines Betriebssystems gehören

- Hardwaretest beim Starten der Anlage

- Einstellung der Geräteumgebung (Drucker etc).

- Bildung einer Benutzeroberfläche zur Befehlseingabe

- Steuerung der Datenein- und -ausgabe

- Überwachung und Steuerung des Programmablaufes

- Koordinierung bei mehreren Benutzern

- Anzeige von Bedienungs- und Gerätefehlern

- Bereitstellung diverser Dienstprogramme (Löschen, Kopieren, ...).

Man muß dazu die Betriebssysteme ihren Möglichkeiten entsprechend verschiedenen Leistungsgruppen zuordnen:

- Einplatzsysteme

- Einplatzsysteme mit Mehrprogrammbetrieb (-> Multitasking )

- Mehrplatzsysteme (Multi-User)

- Mehrplatzsysteme mit Mehr-programmbetrieb (Multitasking).

Die wichtigsten Betriebssysteme in unserem Zusammenhang sind:

-> MS DOS,

-> C -DOS,

-> OS /2,

-> UNIX ,

-> Windows /Windows NT.

Neben den hier aufgezählten Betriebssystemen gibt es noch einige weitere, die für den Praxiscomputermarkt in Frage kommen und deren Leistungsfähigkeit den aufgeführten in keiner Weise nachstehen muß.

Neben der Gewährleistung einer kontinuierlichen Weiterentwicklung ist bei der Wahl eines Betriebssystems für die Praxis-EDV allgemein von Bedeutung:

- Wieviele Arbeitsplätze sollen bedient werden?

- Sind mehrere Tätigkeiten pro Arbeitsplatz durchzuführen?

- Wird eine grafikorioentierte -> Benutzeroberfläche unterstützt bzw. gefordert?

- Sollen Programme wie medizinische Datenbanken, Bildschirmtext etc. eingesetzt werden?

- Ist die Anbindung bestimmter medizinisch-technischer Geräte vorgesehen?


Bewegtdaten

Andere Bezeichnung für -> Bewegungsdaten .


Bewegungsdaten

"bewegliche", also veränderliche Daten (auch "Veränderungsdaten" oder einfach "Änderungsdaten" genannt). Gegenbegriff: -> Stammdaten . Beispiel: Die Adresse eines Patienten gehört zu seinen Stammdaten, die Diagnose zu den Bewegungsdaten.


BIFOS

(Betäubungsmittelrecht-Informationssystem). -> Faktendatenbank mit etwa 100.000 anonymisierten Einträgen über Fälle von Drogenmißbrauch in Deutschland, -> online abrufbar beim -> Datenbankenhost -> DIMDI . in der pro Verstoß gegen das BtMG ein Dokument mit allen für die Rechtsprechung und Bewertung des Drogenfalls notwendigen Informationen (BTM, Tatbestand, anonymisierte Täterdaten, Gerichtsdaten, Strafe etc.) gespeichert sind. Ein solcher Datenbestand kann als Grundlage einer statistischen Auswertung dienen: Beispielsweise kann die Alterstruktur der Kokainabhängigen in München ermittelt werden, o.ä.


BIKE

-> Biotechnologie Informationsknoten für Europa


Bildschirm

Die meisten Bildschirme arbeiten nach dem Kathodenstrahlröhrenprinzip (CRT), einer Technologie, die vom Fernsehgerät her bekannt ist. Bildschirme sind in vielen Variationen und zu entsprechenden Preisen erhältlich. Um für die Arztpraxis zu einer Entscheidung zu kommen, müssen wir natürlich wissen, was im Zusammenhang mit der Software nötig bzw. sinnvoll ist:

- Wird monochrom (= schwarzweiß) ausgegeben?

- Wird Grafik geboten?

- Wird Farbe gezeigt?

Für den Vergleich sind die folgenden Faktoren maßgebend:

- Je höher die -> Auflösung , desto besser die Darstellung. Die Bildschärfe gibt an, wie gut man die einzelnen Punkte voneinander unterscheiden kann. Man muß sich hier auf den subjektiven Eindruck verlassen, denn es gibt keinen aussagekräftigen Wert.

- Die Bildschirmgröße wird in der Diagonale gemessen und in Zoll angegeben (Standardgröße 14 Zoll). Große Schirme (17 Zoll) werden oft als angenehmer empfunden, da sie in größerer Entfernung plaziert werden können bzw. die Buchstaben besser erkennbar werden.

- Ein wichtiger Begriff ist die Bildwiederholungsfrequenz. Sie sollte mindestens 70 Hz betragen, damit das Bild flimmerfrei erscheint.

- Der Kontrast ist von ergonomischer Bedeutung. Weiß sollte möglichst hell, schwarz entsprechend dunkel dargestellt werden.

Die größte Auswirkung auf den Kontrast hat das Umgebungslicht, das auf der Frontscheibe reflektiert wird. Die Aufstellung sollte deshalb so vorgenommen werden, daß sich Fenster und Lampen nicht auf dem Monitor spiegeln.

- Der Monitor sollte die Strahlenschutznorm -> MPRII erfüllen, um den Benutzer einem Minimum an elektromagnetischer Strahlung auszusetzen.


Bildschirm, berührungsempfindlicher

Hier tippt der Anwender einfach mit dem Finger auf die Monitoroberfläche, um seine Auswahl aus einem vom Programm dargestellten -> Menü zu treffen. Der Vorteil liegt in der einfachen und schnellen Bedienung. Für längeres Arbeiten ist der berührungsempfundliche Bildschirm schlecht geeignet, da der Arm bei diesem Vorgehen recht schnell ermüdet.


Bildschirm, Flach-

Diese Bildschirme bestehen aus Tausenden winziger elektrischer Elemente, die in waage- und senkrechten Zeilen angeordnet sind und sich bei Stromdurchfluß erhellen oder verdunkeln. Die bekanntesten Arten der Flachbildschirme sind der Plasma- und der LCD-Bildschirm (Flüssigkristallanzeige), sie finden vor allem in -> Notebooks und -> Pencomputern Verwendung.


Bildschirmschoner

Syn. -> Screensaver (siehe dort)


BIOETHICSLINE

-> Literaturdatenbank , -> online abrufbar beim -> Datenbankenhost -> DIMDI . Datenbankhersteller ist das Kennedy Institute of Ethics (KEI), Georgetown University, Washington D.C., in Kooperation mit der National Library of Medicine (NLM). BIOETHICSLINE enthält ca. 45.000 Literatur-Hinweise auf Publikationen, die sich mit medizinischer Ethik beschäftigen, zum Beispiel Sterbehilfe, IVF, kommerzielle Samenbanken mit Nobelpreisträger-Sperma, Organspende, Tier- und Menschenexperimente, Gentechnik, Abtreibung, Leihmutterschaft, Geburtenkontrolle, ärztliches Berufsethos, ethische Aspekte der Psychiatrie, Folter und die Rolle des Arztes (z.B. in Südafrika) etc. Ausgewertet werden nicht nur tausende von Zeitschriften und Bücher, sondern auch Gerichtsentscheidungen und Gesetze, sowie audiovisuelles Material. Etwa die Hälfte des Datenbestandes findet sich auch in -> MEDLINE . Zur Indexierung und für die Recherche steht das -> MeSH -Vokabular und ein spezieller BIOETHICS THESAURUS (600 Deskriptoren, Feld IT) zur Verfügung, außerdem 13 Section Codes für eine grobe Klassifikation. Abstracts (erstellt vom KEI) enthalten lediglich rund 10% der Datensätze.


BIOLIS

(Abk. Biologische Literatur-Information Senckenberg) Deutschsprachige -> Literaturdatenbank zum Bereich der Biologie, als -> Online -Datenbank abrufbar bei -> DIMDI .


BIOS

(Basic Input and Output System). Programm, das bei jedem Einschalten des Computers automatisch abgearbeitet wird. Es steuert die essentiellen Eingabe- und Ausgabeoperationen des Computers.


BIOSIS Previews

BIOSIS Previews ist die wichtigste Datenbank auf dem gesamten Gebiet der Biologie; rund die Hälfte der Dokumente stammt aus den Bereichen Human- und Tiermedizin, Pharmakologie, Umweltforschung, Biochemie und -physik sowie Land- und Forstwirtschaft. Für den Mediziner ist sie besonders interessant für Recherchen zu Mikrobiologie und Hygiene, aber auch für molekularbiologische Fragestellungen (beispielsweise Suche nach einer bestimmten Methode). Die Datenbank wird in den USA hergestellt; ausgewertet werden 9.300 Zeitschriften (davon 80% selektiv), sowie teilweise auch Konferenzberichte und US-Patente bis 1989. Die Hälfte der Zitate enthalten Abstracts. Zur Suche stehen zwei kontrollierte Vokabularien zur Verfügung. Täglich wächst der Datenbestand im Durchschnitt um rund 1.500 Dokumente.

Die Datenbank wird von SilverPlatter unter dem Titel Biological Abstracts bzw. Biological Abstracts/RRM (Reports, Reviews, Meetings) auf CD-ROM angeboten. Sie ist außerdem -> online abrufbar bei den -> Datenbankenhosts -> DIMDI und -> DATA STAR.

Datenbankproduzent: Biosis, Philadelphia, USA


Biotechnologie Informationsknoten für Europa

(BIKE). Fakten-/Produktdatenbank, -> online abrufbar bei den -> Datenbankenhosts -> DIMDI und -> DATA STAR. BIKE enthält Informationen zu 2.500 Organisationen aus dem Bereich der biotechnologischen Forschung und Produktion, insbesondere aus Deutschland, der Schweiz und Österrreich. Abrufbar sind Angaben zu Firmendaten, Produkten, Forschungsaktivitäten usw. Datenbankproduzent: Ges. für Biotechnologische Forschung mbH, Braunschweig-Stoeckheim


Bit

Ein Bit (binary digit) ist nach der Informationstheorie die kleinste denkbare Informationseinheit, die man sich als "Ja" oder "Nein"-Entscheidung vorstellen kann ("basic indissoluble information unit"). Im Computer ist ein Bit die kleinste Speichereinheit. Jede "Bitzelle" (Speicherzelle) kann den Wert 1 oder 0 annehmen, d.h. sie steht "unter Strom" oder "nicht unter Strom". 8 Bits sind ein -> Byte .


BITNET

(Abk. für "because it's time network"). "Wide area network" (-> WAN ). Der europäische Teil nennt sich EARN (-> European Academic Research Network); näheres siehe dort.


Bonner Modell

Ein Ende 1989 entwickeltes und im nachfolgenden mehrfach aktualisiertes Modell zur Übertragung von Labordaten aus dem Labor in die Arztpraxis.

Inzwischen unterstützt die Mehrzahl der EDV-Systeme sowohl auf Laborseite als auch in der Arztpraxis die Datenübertragung nach dem Bonner Modell.


Booten

Bezeichnung für den Startvorgang des Computers: hierbei wird zunächst das -> BIOS und dann wesentliche Teile des -> Betriebssystems in den -> Hauptspeicher des Rechners geladen.


Btx

(Bildschirmtext, auch Datex-J genannt): Kommunikationssystem, hervorgegangen aus der Synthese von Telefon und Computer bzw. Fernsehen. Kommerzielle Anbieter speichern Informationstexte ("Seiten") in einem zentralen Großrechner in Ulm. Der (zahlende) Anwender kann diese mittels Telefon und Computer bzw. Bildschirmtextgerät abrufen.

Jeder Computer kann demnach mit einem -> Modem und entsprechender Software am Bildschirmtext-Programm teilnehmen, spezielle Btx-Geräte oder ein besonderer Btx-Anschluß sind nicht mehr erforderlich. Über Btx besteht auch Zugang zu -> Hosts , die medizinische -> online -Datenbanken anbieten, z.B. zu -> DIMDI .


BTM

1. Abk. Bild-Transfer-Medium: Ein Medium, auf dem ein Bild elektronisch gespeichert werden kann, z.B. eine -> Wechselplatte

2. Abk. Betäubungsmittel


Bulletin Board System (BBS)

engl. Bezeichnung für -> Mailbox


Busbreite

Anzahl der parallelen Leitungen eines -> Bussystems , angegeben in -> Bit .


Bussystem

Als Bussystem werden die Datenleitungen zwischen der -> CPU (-> Prozessor bzw. -> Mikroprozessor ) und dem -> Hauptspeicher sowie den Geräten der Peripherie (Tastatur, Drucker etc.) bezeichnet. Bussysteme unterscheiden sich in der -> Busbreite , d.h. in der Anzahl der Bits, die parallel übertragen werden können, häufig sind "Busbreiten" von 8, 16 oder 32 Bit. Die Busbreite (Anzahl der Einzelleitungen) bestimmt wesentlich die Schnelligkeit des Rechners; ein 32-Bit-System ist damit doppelt so schnell wie eines mit 16 Bits. -> Slots heißen die Stecker, die die Verbindung von -> Steckkarten zum Bussystem herstellen.


Byte

Kleinste adressierbare Speichereinheit in einem Computer. Ein "Byte" kann man sich als einen Speicherplatz im Computer vorstellen, der einen Buchstaben oder ein Sonderzeichen aufnehmen kann. Ein Byte kann in gewöhnlichen Computersystemen Zeichen mit einem Informationsgehalt von 8 -> Bit aufnehmen. 1.024 Byte sind 1 -> kByte , 1.048.576 entsprechen einem -> MByte .



C


Cache

Als Cache ("Hintergrundspeicher") wird ein Zwischenspeicher bezeichnet, in dem häufig benötigt Daten kurzzeitig zwischengepuffert werden. Damit kann sich beispielsweise die -> CPU ausgewählte Daten, auf die sie immer wieder zugreifen muß, sozusagen "in Reichweite" legen und somit die Zugriffsgeschwindigkeit erheblich minimieren. Ein solcher Cache kann in der -> CPU selbst integriert sein (so beim 80486er von Intel) oder als Zusatzchip auf der Hauptplatine des Rechners angebracht werden.

In ähnlicher Weise kann ein sogenannter Festplatten-Cache dazu dienen, Daten, die auf der Festplatte vorliegen, und auf die häufig zugegriffen werden muß, in einen Bereich des -> RAM zwischenzuspeichern. Dadurch wird die Anzahl der (zeitaufwendigen) Festplattenzugriffe minimiert.


CAI

(computer-aided instruction) Computerunterstütztes Lernen/Lehren. CAI-Programme finden in der Medizin zunehmend Verbreitung. Eingesetzt werden dabei Techniken wie -> Hypertext oder -> Multimedia .


Cancerlit

-> Literaturdatenbank mit Verweisen auf Publikationen zu Krebs (ab 1963), hergestellt am International Cancer Information Center des National Cancer Institute (NCI), Bethesda/USA. Cancerlit ist die Datenbank der ersten Wahl für onkologische Fragestellungen. Selektiv ausgewertet werden 3.700 Zeitschriften, außerdem auch Kongreß-, Forschungs-, Regierungs- und andere Berichte (12%). Bücher und Disssertationen machen nur 1% des Datenbestandes aus. Die Datenbank enthält die üblichen bibliographischen Felder, wie sie auch -> MEDLINE verwendet ("MEDLINE-kompatibel"). Aus MEDLINE werden seit 1983 alle onkologisch relevanten Zitate übernommen. Abstracts sind in einem hohen Anteil der Dokumente vorhanden, vor 1979 100%, ab 1980 83%. Seit 1980 verwendet das NCI zur Indexierung den -> MeSH -Thesaurus, während die älteren Publikationen in CANCERLIT nur über Freitextsuche in den Abstract/Titel-Feldern angesprochen werden können. Cancerlit ist -> online bei -> DIMDI sowie bei -> DATA STAR abrufbar, und wird von verschiedenen Herstellern (SilverPlatter, Compact Cambridge, Aries) auch auf CD-ROM angeboten. Zum Teil wird sie auch in Kombination mit anderen Krebsdatenbanken vertrieben, z.B. auf der Onkodisc von Lippincott mit PDQ und drei Krebslehrbüchern.


CATLINE

(Abk. CATalog-onLINE Database). CATLINE ist die -> Katalogdatenbank der National Library of Medicine (NLM) in Bethesda/USA, der weltweit wichtigsten Bibliothek für medizinische Literatur. CATLINE ist besonders interessant für die Suche nach Monographien und Büchern, darüberhinaus enthält die Datenbank auch alle Zeitschriften, die im NLM vorhanden sind. CATLINE umfaßt etwa 600.000 bibliographische Einträge.


CCL

(Common Command Language) Europäische Richtlinie für -> Retrievalsprachen . -> GRIPS ist z.B. eine CCL-Sprache.


C-DOS

(Concurrent-DOS). -> Betriebssystem für Mikrocomputer; unterstützt bis zu zehn Arbeitsplätze und kann gleichzeitig in einem Netzwerk eingesetzt werden.

C-DOS ist zu MS-DOS-kompatibel, d.h. die MS-DOS-Anwenderprogramme laufen in der Regel auch unter diesem Betriebssystem.


CD Plus

Anbieter von mehreren medizinisch relevanten Datenbanken auf -> CD-ROM , z.B. -> MEDLINE . Das von CD Plus entwickelte -> Retrievalsystem heißt OVID (vgl. -> SilverPlatter , -> SPIRS , -> KnowledgeFinder ).

Info: CD Plus; Valeriusstraat 100; 1075 GC Amsterdam; Tel. 0031-20/672 0242; Fax 0031-20/673 8041


CD-ROM

(compact disc - read only memory) Optisches Speichermedium, welches zur dauerhaften Speicherung von Computerdaten verwendet wird. Entspricht äußerlich einer gewöhnlichen Audio-CD. Daten einer CD-ROM können nur gelesen und nicht verändert werden. Die CD-ROM ist mit ihrer Speicherkapazität von 550 -> MByte dazu geeignet, große Datenmengen - wie etwa medizinische Literaturdatenbanken (-> MEDLINE , -> EMBASE u.a.) - aufzunehmen.


Centronics

Bezeichnung für eine -> parallele Schnittstelle.


Chip

Ein Chip (Mikrochip, IC - integrated circuit) ist ein elektronisches Bauelement, auf dem hunderttausende von Transistoren, Widerständen und Dioden auf einer winzigen Fläche integriert wurden. Diese Bauelemente können im Rechner die verschiedensten Aufgaben übernehmen. So gibt es Prozessorchips (-> CPU , -> Mikroprozessor ), Speicherchips, Grafik- und Soundchips.

Damit die Chips die Ergebnisse ihrer Arbeit untereinander austauschen können, sind sie auf Platinen montiert. Diese verbinden die Chips mit Leiterbahnen, den sogenannten Datenbussen (-> Bussystem ).


Chipkarte

Maschinenlesbare Plastikkarte, die mit einem Speicherchip oder einem intelligenten Prozessorchip ausgestattet ist. Bis Ende 1994 soll die Chipkarte als -> KVK (Krankenversichertenkarte) bundesweit eingeführt sein.

Die einfachste Version einer Chipkarte besitzt lediglich einen "passiven" Speicherchip. Als Beispiel kann die KVK angeführt werden, oder auch die Telefonkarte. Letztere besitzt als sogenannte CP-8-Karte einen Speicherplatz von 8 kbit (1 KB). Neuere und teurere -> Smart -Cards, die einen intelligenten -> Mikroprozessor enthalten, besitzen beispielsweise eine Kapazität von 8 KB.


CISC

Abk. complex instruction set chip

Antonym: RISC

-> Prozessor nach herkömmlicher Bauart, enthält einen großen Maschinenbefehlssatz, und ist daher langsamer als ein -> RISC -Prozessor mit reduziertem Befehlssatz.


CLINICAL NOTES ONLINE

Eine -> Volltextdatenbank , die 350 klinische Fallberichte auf englisch enthält. Die Kasuistiken wurden von Praktikern eingereicht, sie sollen typisch für ein Krankheitsbild oder in irgendeiner Weise bemerkenswert sein. Die Kasuistiken wurden teilweise in Datenbank -> DIAGNOSIS übertragen. Sie ist -> online abrufbar beim -> Host -> DATA STAR.

Datenbankproduzent: Elsevier Science Publishers


CompuServe

Kommerzielle -> Mailbox mit weltweiten Einwählknoten. CompuServe bietet diverse medizinsche Diskussionsforen und Zugänge zu medizinischen -> online -Datenbanken von Fremdanbietern.


CPU

Die Central Processing Unit (Zentraleinheit) stellt gewissermaßen das "Gehirn" einer EDV-Anlage dar. Hier werden die Programme Schritt für Schritt abgearbeitet.


Cursor

Laufmarke (meist ein blinkender Strich), welche anzeigt, an welcher Stelle auf dem Bildschirm eine Ein- oder Ausgabe als nächstes erscheint


Client

Ein Client ist allgemein ein Computer in einem Netzwerk, der von einem ebenfalls im Netzwerk befindlichen -> Server "bedient" wird. Der Client kann zum Beispiel ein leistungsschwacher Computer mit einer geringen Speicherkapazität sein, der auf auf Dienste des Servers zurückgreifen muß, zum Beispiel auf dessen großen Massenspeicher.


Computer

(von engl. compute - rechnen). Syn. Digitalrechner, Rechner. Elektronisches Gerät zur Verarbeitung und Speichern von Information. Charakteristisch ist die universelle Einsetzbarkeit für verschiedene Probleme, da der Computer entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung programmiert werden kann (-> Programm ).


Computer-Literacy

Fähigkeit einer Person, mit einem Computer umzugehen und die Möglichkeiten des Computers auszuschöpfen.


Computernetzwerk

Siehe -> Netzwerk


Computerprogramm

Siehe -> Programm , -> Software



D


Datei

(engl. file) In Anlehnung an das Begriffspaar Karte - Kartei ist aus dem Begriff "Daten" die Bezeichnung Datei entstanden: Eine Datei ist demnach eine Sammlung von Daten, die zusammengehören und eine Einheit bilden. Eine Datei kann ein Text sein, aber auch ein ausführbares Programm. Dateinamen tragen oft zusätzlich eine Namenserweiterung (-> Extension ), um dem Anwender die Identifizierung der Dateiart (ausführbares Programm, Text, Datenbanksätze usw.) zu erleichtern.


Dateiverzeichnis

(engl. directory) Auf einem Massenspeichermedium (Festplatte, Diskette) werden Dateien nicht einfach "ungeordnet" abgelegt, sondern können vom Anwender hierarchisch abgelegt werden, d.h. in frei wählbare Unterverzeichnisse (und Unterunterverzeichnisse usw.) geschrieben werden. Dies erleichtert die Übersicht über die Dateien auf der Festplatte.


Datenbank

Eine Datenbank besteht genaugenommen aus zwei Komponenten:

1. einer -> Datenbasis , also einer Sammlung von Informationen (etwa Patientenstammdaten), die in einer systematischen Weise abgelegt werden

2. einem -> Datenbankmanagementsystem , also eine Software, die diese Datenbasis verwaltet. Teil dieser Verwaltungssoftware kann beispielsweise ein -> Retrievalprogramm sein, welches das gezielte Wiederauffinden gesuchter Information ermöglicht.

Der Begriff Datenbank wird allerdings vielfach falsch gebraucht, so spricht der Anwender gelegentlich von der "Datenbank", und meint eigentlich nur die -> Datenbasis . Andererseits bezeichnen viele das Datenbankmanagementsystem alleine ebenfalls als "Datenbank".

Eine Datenbank enthält typischerweise große Mengen an gleichstrukturierter Information (im Unterschied zu einer einfachen Datei, die unstrukturierte Information enthält); die einzelnen, untereinander gleich aufgebauten Informationseinheiten einer Datenbank werden dabei in -> Datensätzen gespeichert, die wiederum in -> Datenfelder untergliedert sind. Beispielsweise enthält eine Patienten-Adressdatenbank für jede Adresse eines Patienten einen -> Datensatz ; der Datensatz enthält Felder wie "Name", "Straße", "Hausnummer" usw.


Datenbankmanagementsystem

(Abk. DBMS) Verwaltungsprogramm, welches den Zugriff und die Pflege der Datenbasis einer -> Datenbank gestattet.


Datenbanksystem, relationales

Siehe -> relationales Datenbanksystem


Datenbasis

Der eigentliche "Inhalt" einer -> Datenbank , d.h. die Datensammlung (Primärdaten).


Datenbus

siehe -> Bussystem


Datenfeld

Ein Datenfeld ist Bestandteil eines -> Datensatzes , mehrere Datensätze bilden wiederum eine -> Datenbank . Jedes Datenfeld enthält ein Attribut einer Entität, d.h. eine Information (z.B. "Maier") zu einer Informationseinheit (z.B. Patientenname). In einer Datenbank sind alle Datensätze hinsichtlich ihrer Feldstruktur gleichartig aufgebaut, z.B. enthält eine -> Literaturdatenbank in all ihren Datensätzen jeweils Felder zu Autor, Titel, Journal usw.


Datenfeldkennung

siehe -> Feldkennung


Datenfernübertragung

(Abk. DFÜ) Bezeichnung für die Übertragung von Daten zwischen zwei Rechnern über eine größere Entfernung. Hierzu wird meist das öffentliche Fernsprechnetz oder spezielle Datennetze (-> Datex ) verwendet.


Datenkompression

Verringerung der Datenmenge durch ein Kompressionsprogramm (auch "Packer" genannt). Grundsätzlich zu unterscheiden sind dabei zwei verschiedene Techniken der Datenkompression, die verlustfreie und die verlustbehaftete Kompression. Bei der verlustfreien Kompression (anzuwenden bei Texten und Computerprogrammen) ist eine Reduktion um 40 bis 50% im Datenvolumen möglich, bei einer verlustbehafteten Kompression (anzuwenden bei bestimmten digitalisierten Bildern) ist ein Kompressionsfaktor bis zu 50fach möglich.

Zum Prinzip der verlustfreien Datenkompression: Das Kompressionsprogramm durchsucht zunächst die Daten nach häufig vokommenden Zeichenfolgen. In einem Text wären dies zum Beispiel die Zeichenfolgen "der", "das", "und", "oder" usw. Dann werden diese Zeichenfolgen der Häufigkeit nach geordnet, und bestimmten Codes zugeordnet. Besonders häufige Zeichenketten erhalten dabei längere Codes als seltenere Zeichenketten oder Einzelzeichen. Dann wird der gesamte Text entsprechend dieser Codetabelle neu codiert und zusammen mit der Codetabelle abgespeichert. Kompressionsprogramme sind beispielsweise PKZIP, LHARC, ARJ usw.

Verlustbehaftete Datenkompression wird fast ausschließlich bei digitalen -> Pixelbildern angewandt. In dem Verfahren nach dem JPEG-Standard, welches beispielsweise für die Kompression der Röntgenbilder auf der -> Röntgencard angewandt wird, wird das zu komprimierende Bild zunächst dahingehend analysiert, in welchen Teilen der Röntgenaufnahme viele bzw. wenige Informationen enthalten sind. Bildbereiche mit geringem Informationsgehalt, z.B. schwarze Flächen in den Röntgenbildern, werden extrem stark komprimiert, informationsreiche Stellen hingegen kaum. Aufgrund dieses "intelligenten" Kompressionsalgorithmus kann es bei der Kompression unterschiedlicher Bilder gleichen Formates auch zu unterschiedlichen Kompressionsraten kommen.

Es ist wichtig zu wissen, daß dieser Kompressionsalgorithmus eine relativ detaillierte digitale Bildanalyse und Ermittlung des Bildinformationsgehaltes voraussetzt. Dieses Verfahren beruht auf einer Analyse von virtuell generierten Bildsequenzblöcken. Die Kompression hat zur Folge, daß eine sekundäre Nachbearbeitung der Bilder, z.B. Kantenanhebungsverfahren oder verschiedene Filterungen, zu schwerwiegenden Informationsveränderungen des Bildinhaltes führen würden.


Datenpaket

In Zusammenhang mit der kassenärztlichen -> Diskettenabrechnung mittels -> ADT -Austausch ist ein Datenpaket eine -> Datei , in der die Behandlungsfälle einer Abrechnungsart zusammengefaßt werden. Es gibt drei Abrechnungsarten: 1. Pflichtkassen ("RVO", Gebührenordnung BMÄ), 2. Ersatzkassen ("EKK", Gebührenordnung E-GO), 3. Sonstige Kostenträger ("SKT", Gebührenordnungen BMÄ, E-GO, GOÄ).

Zu den Pflichtkassen gehören alle Kassen der Kassenarten Ortskrankenkasse, Betriebskrankenkasse, Innungskrankenkasse, Landwirtschaftliche Krankenkasse, die See-Krankenkasse sowie die Bundesknappschaft.

Zu den Ersatzkrankenkassen gehören die Angestellten- und die Arbeiter-Ersatzkassen.

Zu den "sonstigen Kostenträgern" gehören Sozialhilfeträger, Bundeswehr, Zivildienst, Bundesgrenzschutz, Polizei, Feuerwehr, Postbeamten, Schüler-Unfälle.

Entsprechend den drei Abrechnungsarten werden bei der Diskettenabrechnung also in der Regel drei Dateien erstellt, die durch eine jeweils verschiedene -> Extension kenntlich gemacht werden: ".RVO", ".EKK" und ".SKT". Für jedes Datenpaket (=für jede Datei) soll eine andere Diskette verwendet werden; das Anlegen von -> Unterverzeichnissen ist nicht erlaubt. Der Dateiname hat allgemein das Format cffnnnnn.ext, wobei

ext die oben angegebene Extension (RVO, EKK oder SKT) je nach Abrechnungsart ist

c den verwendeten Code anzeigt: X steht für den IBM-Code, S für den 7-Bit-Code nach DIN 66003

ff die laufende Nummer der Diskette der entsprechenden Abrechnungsart ist

nnnnn die Stellen drei bis sieben der Arztnummer sind.


Datensatz

(engl. record) Dateneinheit, die durch ihren zusammengehörigen Inhalt gekennzeichnet ist, vergleichbar mit einer Karteikarte. Ein Datensatz enthält zum Beispiel alle relevanten Informationen zu einem bestimmten Patienten. Diese Informationen werden strukturiert und die einzelnen Informationseinheiten jeweils in einzelne -> Datenfelder geschrieben. Die Informationen eines Patienten könne zum Beispiel in Informationseinheiten wie "Name", "Vorname", "Straße" etc. strukturiert und in entsprechende dafür vorgesehene Felder geschrieben werden. Aus mehreren (jeweils gleichstrukturierten) Datensätzen baut sich eine -> Datenbank auf.


Datenschutz

Unter Datenschutz versteht man alle Maßnahmen, die sich mit der Sicherheit und dem Schutz von personenbezogenen Daten zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte zur informationellen Selbstbestimmung der Betroffenen (hier Patienten) beschäftigen.

Die Forderungen des Bundesdatenschutzgesetzes (-> BDSG ) in seiner Neufassung vom Mai 1991 gehen teilweise über die berufsrechtliche Norm der ärztlichen Schweigepflicht hinaus. Danach sind nicht nur die medizinischen Informationen schützenswert, sondern alle -> personenbezogenen Daten, also auch beispielsweise -> Patientenstammdaten . Grundsätzlich legt das BDSG fest, daß die Speicherung, Übermittlung, Veränderung und Nutzung personenbezogener Daten nur mit Einwilligung der Betroffenen oder aufgrund eines Gesetzes zulässig ist. Der Arzt muß demnach seine Helferinnen und alle anderen Personen, die Zugriff auf die Praxis-EDV haben (CAVE Wartungsarbeiten durch das Systemhaus!) schriftlich auf den Datenschutz verpflichten. Außerdem müssen die Patienten über den EDV-Einsatz informiert sein.

Der Arzt darf seine eigenen Patientendaten wissenschaftlich auswerten, die Weitergabe dieser Daten an Forschungseinrichtungen bedarf aber der Einwilligung der Patienten.


Datenschutz -
Gesetzliche Grundlagen


Berufsordnung Ärzte: Präambel, §2 (Schweigepflicht), §11 (Ärztliche Aufzeichnungen), §12 (Ausst. Gutachten/Zeugnisse)

SGB X: §67 (Grundsatz der Geheimhaltung), §79 (Geltung des BDSG)

SGB V: §285 Abs. 2 (Personenbezogene Daten), §294 (Pflichten der Leistungserbringer), §295 (Abrechnung ärztlicher Leistungen)

BDSG/LDSG: §5 (Datengeheimnis), §9 (Technische/Organisatorische Maßnahmen), §27 (DV nicht-öffentliche Stellen), §29 (Zweckbindung durch Berufsgeheimnis), Anlage zu §9 BDSG

Bundesmantelvertrag: §29 (Schriftl. Information), §36 (EDV-Abrechnung), §47 (Dokumentation)


Datensicherung

1. Einfaches Abspeichern der Daten ("Save")

2. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, um bereits abgespeicherte Daten vor dem Datenverlust zu schützen, indem man Kopien der Daten anlegt und getrennt aufbewahrt. Syn. -> Backup


Datenspiegelung

In der Arztpraxis häufig angewandte Methode des -> Backup (siehe dort).


Datenträger

Allgemeine Bezeichnung für ein physikalisches Medium, welches Information (Daten, also z.B. Texte, Zahlen oder Bilder) aufnehmen und speichern kann. Datenträger basieren heute meist auf magnetischen (z.B. -> Diskette oder -> Wechselplatte ) oder optischen Speicherungsverfahren (-> CD-ROM , -> Lasercard ). Ein spezieller Datenträger für Abrechnungsdaten eines kassenärztlich tätigen Mediziners ist der Abrechnungsdatenträger (-> ADT ).


Datenträgeraustausch

Abk. DTA

Übergabe von ->; Datenträger n von einem Individuum (Betrieb, Institution) an ein anderes zwecks Austausch von Daten. Diese Form des Datenaustauschs kann auch als -> offline -Datenaustausch bezeichnet werden, da die Beteiligten nicht -> online miteinander verbunden sind, und daher kein verzögerungsfreier unmittelbarer Datenaustausch möglich ist.

Mittels Datenträgeraustausch lassen sich insbesondere große Datenmengen wirtschaftlich übertragen; ferner ist das Problem des -> Datenschutzes oftmals besser zu lösen als bei online-Datenübertragungsverfahren. Aus diesem Grund setzt die -> KBV bei der Übertragung der elektronischen Abrechnungsdaten zwischen Arzt und -> KV derzeit noch auf Abrechnung mittels Datenträgeraustausch (-> ADT -Austausch).


Datex

(von "data exchange") Digitales Datennetz der Telekom zur Datenfernübertragung. »Datex J« »Datex JedermannDatex Ppaketweisen


Dauerdiagnose

Begriff aus der EDV-gestützten Quartalsabrechnung mit den KVen: Dokumentation einer quartalsübergreifenden Diagnose (z.B. "Hypertonie").


DBMS

Abk. für -> Datenbankmanagementsystem


Deskriptor

Schlagwort, Suchwort, Keyword. Ein Deskriptor charakterisiert inhaltlich einen -> Datensatz in einer -> Datenbank . Er dient dem Wiederauffinden (-> Retrieval ) der gewünschten Information. Sucht man beispielsweise in einer Literaturdatenbank wie MEDLINE nach einer bestimmten Publikation, so kann man als Deskriptor beispielsweise den Autorennamen oder ein Schlagwort aus dem -> Thesaurus (z.B. -> MeSH ) eingeben.


Default

Voreinstellungen bestimmter Systemparameter (in der Hard- oder Software), die vom Anwender bei Bedarf geändert werden können.


Desktop

siehe -> Gehäuse


DFÜ

Abk. für -> Datenfernübertragung


DiabCard

Von der europäischen Gemeinschaft im Rahmen des -> AIM -Programms gefördertes Projekt mit dem Ziel der Spezifikation einer -> Chipkarte für Diabetiker. Die Chipkarte soll die Kommunikation zwischen Patient, niedergelassenem Hausarzt und Klinik verbessern, indem für die Erkrankung wichtige Daten auf der Karte gespeichert werden. Der Patient bekommt die Karte ausgehändigt und soll diese immer bei sich haben. Welche Daten gespieichert werden und in welchem Format wird momentan im Rahmen des europäischen DiabCard-Forschungsprojektes, an dem die GSF in München, -> IBM , Siemens sowie das -> ZI und weitere Firmen beteiligt sind, ermittelt.


Diagnosekette

Begriff aus der EDV-gestützten Quartalsabrechnung mit den KVen: Eine Diagnosekette ist die gekoppelte Eingabe von mehreren Abrechnungsdiagnosen, und zwar werden dabei entweder einem Fall mehrere Diagnosen zugewiesen, oder es wird eine Abrechnungsdiagnose mehreren Fällen zugewiesen.


DIAGNOSIS

Deutschsprachige -> Volltext -Datenbank, die rund 2.000 Texte zu verschiedenen Krankheitsbildern enthält. Diese stammen hauptsächlich aus dem Bereich Innere Medizin, aber auch aus anderen, für den Praktiker relevanten Gebieten, wie Gynäkologie, Urologie, Rheumatologie, etc. Die -> Datensätze enthalten Kasuistiken und andere Primärinformation in -> Datenfeldern wie Ätiologie, Befund, Diagnose, Differentialdiagnose, Pathologischer Befund, Symptome, Therapie, Verlauf, Referenzen etc. Der Hersteller wertet für die Erstellung der Datensätze hauptsächlich medizinische Publikationen des Thieme-Verlages sowie des Elsevier-Verlages (-> Clinical Notes Online) aus. Die Datenbank kann vom Arzt beispielsweise als Diagnose-Hilfe, aber auch als rasch abrufbares Nachschlagewerk verwendet werden.

Die Datenbank wird als -> Online -Datenbank bei -> DIMDI angeboten, kann aber auch über die -> BTX -Leitseite des Thieme-Verlags erreicht werden. Außerdem ist sie als -> Offline -Datenbank auch auf -> CD-ROM oder auf -> Disketten (zur Installation auf die -> Festplatte ) für den Preis um DM 800,- bei -> MEDISOFT erhältlich.

In der Schweiz steht DIAGNOSIS auch auf der MEDIROM, einem integrierten medizinisch-pharmazeutischen Auskunftssystem auf CD-ROM, zur Verfügung.

Datenbankproduzent: -> MEDISOFT , Gesellschaft für medizinische Datenbanken mbH, Frankfurt


Dialog dental

-> Abrechnungsprogramm der 1975 gegründeten Firma Dialog GmbH Ges. für Softwarevertrieb u. Softwareberatung. Dialog dental ist ein fachgruppenspezifisches Programm für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, und belegt in der -> Installationsstatistik dieser Fachgruppe mit einem Marktanteil von 60% unangefochten den ersten Platz (Stand 8/93).

Info: Dialog GmbH Ges. für Softwarevertrieb u. Softwareberatung, Berlinstr. 107a, 55411 Bingen-Büdesheim, Tel. 06721/4 10 06, Fax. 06721/4 20 06


digital

(von lat. digitus = Finger). Eigenschaft eines Elements, nur diskrete (nicht stetig veränderbare) Werte annehmen zu können. Der Übergang von einem digitalen Zeichen (z.B. einer 1) zu einem anderen (zum Beispiel einer 0) erfolgt "sprungartig" ohne Übergangswerte. Im Gegensatz dazu kann ein -> analoges Signal unendlich viele Zwischenwerte (0,1; 0,09...) annehmen. Bei einem digital gespeicherten Bild besteht zum Beispiel jeder Bildpunkt entweder aus einem weißen (0) oder einem schwarzen (1) Punkt. Ein analog gespeichertes Bild erlaubt hingegen die Verwendung von Grauwerten in jedem Bildpunkt. Die Umwandlung von Grauwerten in ein Muster von Schwarz/Weiß-Punkten erfolgt bei der -> Digitalisierung durch einen -> A /D-Wandler.


Digitalisierbrett

Einfach zu handhabendes Eingabemedium, bei dem der Anwender mit einem stiftähnlichen Gerät einen auf einer Folie verzeichneten Informationsbaustein antippt und diese in den Computer übernimmt. Digitalisierbretter werden häufig in der ärztlichen Praxis im Zusammenhang mit -> Abrechnungsprogrammen verwendet, um die EIngabe über die Tastatur zu vermeiden. Ein Digitalisierbrett besteht im Einzelnen aus einer Grundplatte, auf die eine vom Softwarehersteller beschriftete Folie gelegt werden kann. Auf der Folie können beispielsweise ärztliche Leistungen oder fachgruppenspezifische Diagnosen verzeichnet sein. Mit einem speziellen elektronischen Stift, der mit dem Rechner verbunden ist, wird die Folie an der gewünschten Stelle angetippt. Das Digitalisierbrett übermittelt die Koordinaten des angetippten Punktes an den Computer, und die Digitalisierbrett-Software "übersetzt" die Koordinaten in eine Klartext-Information (z.B. "Patient klagt über Ohrenschmerzen").


Digitalisierung

Wandlung eines -> analogen Signals in eine -> digitale Form. Die Digitalisierung eines Bildes (etwa eines konventionellen Röntgenbildes) kann über verschiedene Techniken realisiert werden: Hochauflösende Videoabtaster (Flächendetektor), digitale Erfassung mit einem CCD-Zeilensensor (CCD: charge coupled device) oder Abtastung durch einen punktförmigen Laserstrahl.


Digitizer

Allgemeine Bezeichnung für ein Gerät zur -> Digitalisierung von Daten.


DIMDI

Abk. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information: Staatliches Institut in Köln, welches als wichtigster -> Host auf dem Bereich der Medizin in Deutschland etwa 100 biomedizinische -> Datenbanken (-> MEDLINE u.a.) zur gebührenpflichtigen -> online -Abfrage anbietet.

Info: DIMDI; Postfach 42 05 80; 50899 Köln; Tel. 0221/4724-1; Fax 0221/411429


DIP-Schalter

Kleinste Schalter, die sich z.B. auf der Hauptplatine des Rechners oder auch am Drucker befinden und zur Einstellung der Konfiguration des Systems gemäß Handbuchanweisung dienen (= Dual In-line Pin).


Directory

Siehe -> Dateiverzeichnis .


DIS-KBV

Dokumentations- und Informationssystem der KBV. Im Jahre 1990 durch den KBV-Vorstand in Auftrag gegebenes, zentrales elektronisches Informationssystem für Ärzte und Angehörige des Gesundheitswesens. Das DIS-KBV soll dem Arzt dezentralen Zugriff (z.B. via -> ISDN ) auf folgende Dokumente ermöglichen: KBV-Korrespondenz (soweit für die Öffentlichkeit bestimmt), Gestze, Richtlinien, Verträge, Satzungen, Sitzungsprotokolle. Stellungnahmen und Presseerklärungen der KBV, Äußerungen der Bundesregierung und anderer Organisationen (Krankenkassen, Ärzteverbände usw.), soweit sie das Gesundheitswesen betreffen, Beiträge der Fach- und Standespresse, Informationsschreiben aus den KVen usw. Neben Textinformationen sollen auch eingescannte Faksimiledokumente sowie Ton- und Videodokumente gespeichert und abrufbar sein. Auch der Zugriff auf externe Informationsanbieter (Verlage, Bibliotheken, Datenbankenhosts) soll ermöglicht werden, der Anschluß an den gesundheitspolitischen Nachrichtendienst der dpa steht unmittelbar bevor. Ferner soll ein -> Expertensystem zur Diagnose- und Therapieunterstützung eingebunden werden. 1994 erfolgt der KBV-interne Ausbau des Systems sowie die Vernetzung des KVen; ab Ende 1995 soll auch der Zugriff für externe Interessenten (z.B. Ärzte) ermöglicht werden.


Disc

Kurzform für -> CD-ROM , nicht zu verwechseln mit der -> Disk


Disk

allgemein für "Platte", meist aber als Abkürzung für -> Diskette gebraucht


Diskette

Disketten sind runde Scheiben aus flexiblem Kunststoffmaterial für die magnetische Aufzeichnung von Daten. Am gebräuchlichsten sind die Mini-Floppy-Disk (5 1/4 Zoll) und die Micro-Floppy-Disk (3 1/2 Zoll). Die Diskette ist das Hauptmedium zum Datenaustausch z.B. zwischen Softwarehersteller (Arzt - Softwarehaus) sowie zwischen Anwender und Anwender (z.B. Arzt - KV). Um auf eine neu gekaufte leere Diskette Daten zu übertragen, muß sie erst -> formatiert werden; dabei wird die Diskette "vormagnetisiert" und es erfolgt eine Aufteilung in Spuren und Sektoren. Bei den Disketten ist neben dem sichtbaren Größenunterschied auch noch auf die verschiedenen Aufzeichnungsdichten und Bezeichnungen zu achten:

- 3,5-Zoll-Diskette

- Double density (DD):

720 kB Speicherplatz

- High density (HD) oder 2D:

1,44 MB Speicherplatz

- 5,25-Zoll-Diskette

- Double density (DD):

360 kB Speicherplatz

- High density (HD) oder 2D:

1,2 MB Speicherplatz

Aus der zusätzlichen Bezeichnung »double sided« DS oder 2S, geht hervor, ob die Disketten von beiden Seiten beschrieben werden können. Bei den Diskettenlaufwerken gilt die Aufwärtskompatibilität, d.h. Laufwerke mit großer Kapazität (1,44 MB bzw. 1,2 MB) können die kleineren (720 kB bzw. 360 kB) Forma»e lesen, aber nicht umgekehrt.


Diskettenabrechnung

Methode der kassenärztlichen Abrechnung, bei der alle Behandlungsfälle vom -> Abrechnungsprogramm auf den sogenannten Abrechnungsdatenträger (-> ADT ), also die -> Diskette , geschrieben werden, und die Diskette an die jeweilige KV geschickt wird.

Die Krankenscheinrückseiten bleiben unbeschriftet, denn alle Abrechnungsdaten befinden sich auf der beigelegten Diskette. Während die ADT-Spezifikation bundeseinheitlich gilt, sind die genauen Vorschriften zur EDV-gestützten Abrechnung (z.B. hinsichtlich Sortierung etc.) in den einzelnen KVen unterschiedlich.

Neben der Diskettenabrechnung gibt es auch die Methoden der -> Aufkleberabrechnung sowie die der -> Endlosabrechnung .


DOS

Disk Operating System = -> Betriebssystem . Der Name wird oft auch synonym mit -> MS DOS (=Microsoft Disk Operating System) verwendet, dem Betriebssystem für -> IBM -kompatible PCs.


Downloading

("Runterladen") Beim Downloading werden größere Datenmengen (z.B. Texte) aus einer externen Datenbank (-> online oder von -> CD-ROM ) oder aus einer -> Mailbox in eine Datei des Anwenders überspielt. Bei Mailboxen kann der Anwender auch Software "runterladen", d.h. Programme auf den eigenen Rechner übertragen.


dpi

Abk. dots per inch. Punkte pro Zoll, ein Maß für die Auflösung eines Ausdrucks. Je höher die dpi-Zahl, desto besser die Auflösung und desto besser das Druckbild.


Draft

Entwurf, Rohausdruck, Konzeptausdruck: In dieser Einstellung druckt der Drucker mit minderer Qualität (schlechtere Auflösung), dafür aber sparsamer (weniger Tinten- bzw. Farbband- oder Tonerverbrauch) und wesentlich schneller als im Schönschreibmodus. Ein "Draft"-Modus kann entweder am Drucker eingestellt werden, oder aber die Software (z.B. das Textverarbeitungsprogramm) erlaubt eine solche Einstellung.


DR DOS

Ein fast vollständig zu -> MS DOS kompatibles Betriebssystem der Firma Digital Research mit gegenüber MS DOS erweitertem Funktionsumfang. Nach einer Firmenübernahme durch Novell heißt dieses Betriebssystem seit der Version 7.0 "Novell DOS".


Drucker

Ausgabegerät, welches durch den Computer angesteuert werden kann und Papier bedruckt. Folgende Drucker können hauptsächlich unterschieden werden: -> Laserdrucker , -> Nadeldrucker , -> Thermodrucker , -> Tintenstrahldrucker , -> Typenraddrucker .

Sie unterscheiden sich vor ellem in den Punkten Druckbildqualität, Druckgeschwindigkeit und Geräuschentwicklung.

Zu einer Praxiscomputeranlage gehört mindestens ein schneller und robuster Drucker für das Formularwesen, hier bietet sich ein Nadeldrucker an, der (neben dem nahezu ausgestorbenen Typenraddrucker) auch Durchschläge bedrucken kann. Zusätzlich kann ein "Schönschreibdrucker (z.B. ein -> Tintenstrahldrucker oder ein -> Laserdrucker ) für die Korrespondenz angeschafft werden.

Im wissenschaftlichen Bereich ist ein -> Laserdrucker für die Anfertigung von Diagrammen empfehlenswert.


Druckertreiber

Druckertreiber sind meist Bestandteile des Anwendungsprogramms, die die Ausgaben dieses Programms an die Erfordernisse des jeweils verwendeten -> Druckers anpassen.


DTA

Abk. für ->; Datenträger austausch


DTA-Prüfung

Automatisierte Überprüfung der Integrität des Abrechnungsdatenträgers (-> ADT ) durch das -> KBV -Prüfmodul des -> Abrechnungsprogramms .


Abk. für Datenübertragung.


DV

Abk. für Datenverarbeitung; gemeint ist die -> EDV (elektronische Datenverarbeitung)..



E


EARN

Abk. -> European Academic Research Network


EB-ROM

(Electronic Book Compact Disc), auch EB-CD oder Single-CD genannt: Optisches Speichermedium (Durchmesser 8 cm, Kapazität 200 MB), welches speziell zur Aufnahme von Buchtexten (v.a. Lexika) konzipiert wurde. Das Lesen einer EB-ROM ist im Gegensatz zur -> CD-ROM oder -> MD -ROM nicht nicht mit einem am PC angeschlossenen Laufwerk aus möglich, sondern erfolgt mit einem speziellen "stand-alone"-Gerät, dem Sony Data Discman.


EDV

Abk. elektronische Datenverarbeitung


EDV-Beratungsstellen

Bei den EDV-Beratungsstellen (vgl. -> EDV ) der -> KVen können telefonische Auskünfte zur Praxis-EDV eingeholt sowie schriftliche Unterlagen angefordert werden. In allen Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder sind EDV-Beratungsstellen eingerichtet worden, ebenso am Zentralinstituts der KBV (Ottostr.1, 50859 Köln, Tel.: 02234/40940, Fax.: 02234/497979).

Beratungsdienste bietet auch der Hartmannbind:

Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V., Godesberger Allee 54, 53175 Bonn, Tel.: 0228/81040, Fax.: 0228/8104155

Desweiteren gibt es herstellerunabhängige Beratungsdienste, die gegen eine Vergütung Beratung bei der Auswahl einer Praxis-EDV bieten.


EGA-Standard

siehe -> Grafikkarten


Einplatzsystem

In Abgrenzung zu einem -> Mehrplatzsystem , bei dem mehrere Computer oder -> Terminals in verschiedenen Räumen (z.B. einer Arztpraxis) stehen und miteinander vernetzt sind, besteht ein Einplatzsystem nur aus einem einzigen Computer-Arbeitsplatz.


Elektronikversicherung

Die Elektronikversicherung schließt die Sach- und Mehrkostenversicherung, die Datenträgerversicherung sowie die Betriebsunterbrechungsversicherung ein.

Sie wurde früher auch als »Schwachstromversicherung


elektronische Karteikarte

Als elektronische Karteikarte bezeichnet man anschaulich (in Analogie zum tradionellen Karteikastensystem als Patientenverwaltungsmittel) einen -> Datensatz , der in elektronischer Form alle Patienteninformationen wie -> Patientenstammdaten , Diagnosen, Befunde, Leistungen, Medikamente, Therapien, Cave-Eintragungen, Labordaten und sonstige medizinische Dokumentationen enthält. Der Datensatz ist Teil einer oder mehrerer -> relationaler Datenbanken eines -> Abrechnungsprogramms .


Email

(electronic mail) Elektronischer Brief. Der Benutzer eines Computers kann einem anderen Benutzer eine Email schreiben, wenn beide Computer über ein Computernetz miteinander verbunden sind.


Email-Adresse

Adresse des Empfängers einer -> Email . Die Adresse identifiziert den Empfangscomputer sowie den darauf arbeitenden Benutzer. Eine Adresse im -> Internet sieht etwa so aus: benutzername@computer.abteilung.institution.land


EMBASE

EMBASE ist (ähnlich wie -> MEDLINE ) eine medizinische -> Literaturdatenbank . Sie wird vom niederländischen Verlag Elsevier Science Publishers hergestellt, auf -> CD-ROM und -> online bei DIMDI (und auch bei anderen -> Hosts ) angeboten und enthält die Inhalte der Referatezeitschriften Exerpta Medica.

Zwischen EMBASE und MEDLINE besteht eine inhaltliche Überschneidung von etwa 60 bis 80%. EMBASE ist die Datenbank der Wahl insbesondere für

- spezifisch deutsche oder europäische Themen, da im Gegensatz zu MEDLINE wesentlich mehr europäische Zeitschriften ausgewertet werden

- pharmakologische/toxikologische Fragestellungen, da der Thesaurus -> EMCLAS eine spezifischere Suche nach Pharmaka zuläßt.

Für EMBASE werden -wie für MEDLINE- vor allem medizinische Zeitschriften (3.500) ausgewertet, zusätzlich aber auch Kongreßberichte (Conference Proceedings, seit 1989). Die Inhaltserschließung kann zum einen durch die Freitextsuche in den Abstracts erfolgen; diese sind in EMBASE -anders als bei MEDLINE- ohne Längenbegrenzung gespeichert. Ca. bei 61% aller Datensätze findet sich eine solche Kurzzusammenfassung. Bis 1987 wurden die Orginal-Abstracts von Experten redigiert, d.h. ggf. gekürzt oder umgeschrieben. Heute werden die Orginal-Kurzreferate der Autoren unbearbeitet übernommen (wie bei MEDLINE).

Zum zweiten verwendet auch EMBASE inhaltscharakterisierende Schlagwörter aus einem -> Thesaurus , die für jede Publikation von je einem Mediziner und einem Pharmakologen aus insgesamt vier verschiedenen Vokabularien vergeben werden (oder wurden): -> MALIMET (wird heute nicht mehr verwendet), -> EMCLAS , -> EMTAGS sowie (als wichtigster Thesaurus) -> EMTREE .

Die Verwendung von MALIMET wurde zugunsten des EMTREE schrittweise abgeschafft. EMCLAS soll ebenfalls vollkommen abgeschafft werden. Für die Zukunft genügen Kenntnisse des EMTREE-Thesaurus.

Ähnlich wie bei MEDLINE werden auch in EMBASE seit 1988 Qualifier (-> Subheadings ) zur Eingrenzung auf einen Teilaspekt des indexierten -> Deskriptors vergeben, beispielsweise ASPIRIN/adverse drug reaction (wobei "ASPIRIN das -> Mainheading , "adverse drug reaction" das Subheading ist).

SilverPlatter (u.a. Hersteller) bieten EMBASE komplett, oder nach Fachgebieten geordnet, auf -> CD-ROM 's an. Die SilverPlatter Excerpta Medica Specialty Subsets existieren für Anästhesie, Kardiologie, Pharmakologie, Gastroenterologie, Immunologie & AIDS, Neurowissenschaften, Gynäkologie, Pathologie, Psychiatrie, Radiologie, und Nephrologie; jedes Fachgebiet paßt in der Regel auf ein bis zwei CD-ROM's.

Als -> Online -Datenbank wird EMBASE von einer Vielzahl von -> Hosts angeboten, darunter -> DIMDI und -> DATA STAR


EMCLAS

EMCLAS ist einer der vier Thesauren (-> Thesaurus ) der medizinischen -> Literaturdatenbank -> EMBASE . Es handelt sich um ein Klassifikationssystem, welches die Publikationen jeweils ihren Fachgebieten (Anatomy, Cancer, Surgery etc.) oder anderen sehr breiten Konzepten ("The Lymphocyte", "Congenital Defects" etc.) zuordnet.


EMTAGS

EMTAGS (EMBASE Item Index Terms) ist einer der vier Thesauren (-> Thesaurus ) der medizinischen -> Literaturdatenbank -> EMBASE . Es handelt sich um ein aus 270 Wörtern umfassendes Vokabular zur Inhaltsbeschreibung einer medizinischen Publikation. Die Schlagwörter decken relativ breite Konzepte ab (die aber schon wesentlich spezifischer sind als die -> Deskriptoren aus -> EMCLAS ), zum Beispiel "bladder", "pregnancy", "human experiment", "drug blood level", "infection", "respiratory system", "europe" etc.


EMTREE

EMTREE ist der wichtigste der vier Thesauren (-> Thesaurus ) der medizinischen -> Literaturdatenbank -> EMBASE . Es handelt sich um einen polyhierarchisch aufgebauter Thesaurus, der prinzipiell dem Thesaurus -> MeSH der Datenbank -> MEDLINE ähnelt. Allerdings unterscheiden sich die Suchbegriffe (-> Deskriptoren ) im Detail: Bei der Suche nach Lungenkrebs muß man beispielsweise in der MeSH-Terminologie "LUNG NEOPLASMS" eingeben, während das EMTREE-Vokabular den Suchbegriff "LUNG CANCER" fordert. Während im Allgemeinen der MeSH Plural-Begriffe vorzieht, finden sich im EMTREE meist keywords im Singular.

EMTREE ist eine Teilmenge von -> MALIMET , er umfaßt die 35.000 Begriffe, die im MALIMET am häufigsten verwendet wurden.


Endlosabrechnung

EDV-gestüzte kassenärztliche Abrechnungsmethode, bei der das -> Abrechnungsprogramm für alle Behandlungsfälle eines Quartals ein Endlospapier bedruckt. Das Format der Wiedergabe der abzurechnenden Leistungen entspricht dem des Formulars der Rückseite des Überweisungsscheins (DIN A5 quer). Die -> KV erhält letztlich als Abrechnungsbeleg alle Krankenscheine, Überweisungsscheine oder Belegarztscheine, dessen Rückseiten unbeschriftet bleiben, sowie das Endlospapier mit den verzeichneten Leistungen.

Die Endlosabrechnung ist nicht bei allen Kven möglich; Auskünfte sind beim EDV-Berater der jeweilig zuständigen KV einzuholen.

Gegenüber der -> Diskettenabrechnung ist dieses Verfahren für den Arzt etwas umständlicher, aber weitaus bequemer als die sogenannte -> Aufkleberabrechnung ..


Erweiterungskarte

Siehe -> Steckkarte


Etikettenabrechnung

Siehe -> Aufkleberabrechnung .


European Academic Research Network

(Abk. EARN). Das EARN ist ein "wide area network" (WAN), welches lange Zeit das wichtigste akademische Computernetzwerk in Europa war. Es entspricht dem europäischen Teil des -> BITNET (because it's time network). Das verwendete Kommunikationsprotokoll gilt als veraltet, an die Stelle des EARN/Bitnet tritt zunehmend das -> Internet . Im Bitnet/EARN können ähnlich wie im Internet beispielsweise -> Emails versendet und Filetransfers durchgeführt werden.


Expertensystem

In des Wortes breitester Bedeutung bezeichnet man mit dem Begriff "Expertensystem" zunächst einmal Software, die einen Experten (zumindest teilweise) ersetzen soll. Da dies nur bedingt realisierbar (und im Bereich der Medizin auch nicht erstrebenswert) ist, vermeidet man zunehmend den Begriff "Expertensystem", und spricht stattdessen von "wissensbasierten Konsultationssystemen". Ein wissensbasiertes System ist ein Programm, welches mit Hilfe von Wissen (welches dem System beispielsweise in Form von Regeln wie "bei Anämie ist der Patient blass" vorher beigebracht wurde) Daten verarbeiten und Schlußfolgerungen ziehen kann. Beispiele für solche Systeme sind die Programme Iliad oder QMR. Neben diesen wissensbasierten Konsultationssystemen gibt es auch

- algorithmisch (-> Algorithmus ) arbeitende Konsultationssysteme (bsp. -> M .I.S.), welche mit Entscheidungs-Flußdiagrammen arbeiten

- statistische Konsultationsysteme, die auf große Falldatenbanken zurückgreifen, und mit probabilistischen Methoden die wahrscheinlichste Diagnose ausrechnen.


Extension

Dateierweiterung, die den Typ der Datei anzeigt; die Extension ist von dem frei zu vergebenden Dateinamen mit einem Punkt getrennt, z.B. autoexec.bat (Extension BAT zeigt an, daß es sich um eine -> Batch -Datei handelt). Weitere Extensions sind EXE (ausführbare Programmdatei), COM (ebenfalls ausführbare Programmdatei), OVL (overlay-Datei), TXT, ASC (Textdateien) usw. Zu den Extensionen bei den Dateien bei der -> Diskettenabrechnung siehe unter -> Datenpaket .



F


Facharztmodul

Optionaler Teil eines -> Abrechnungsprogramms . Nach dem Baukastenprinzip können manche Abrechnungsprogramme für spezifische Facharztgruppen erweitert werden. Die Erweiterung bezieht sich beispielsweise auf fachspezifische Diagnose- und Befunddateien oder auf eingebundene -> Expertensysteme . Vgl. -> Modul .


Faktendatenbank

Eine Faktendatenbank ist eine -> Datenbank , die Primärinformation enthält, also Information, die unmittelbar verwertbar ist (im Gegensatz zur -> Referenzdatenbank , zu denen u.a. -> Literaturdatenbanken wie -> MEDLINE gehören). Zu den Faktendatenbanken gehören z.B. Medikamentendatenbanken, etwa die -> ABDA -Datenbanken.


Fallaufbereitungssoftware

(Abk. FAS) -> Software , die von der -> KBV hergestellt wird, und die von den -> KVen zur Eingangsprüfung der Abrechnungsdateien herangezogen wird. Die FAS ermöglicht das Einlesen der -> Disketten , die Richtigstellung der Abrechnungsdaten sowie deren Weiterleitung auf die Großrechenanlage. Ursprünglich war auch das -> KBV -Prüfmodul, mit dem Abrechnungsdaten auf gravierende formale Fehler hin untersucht werden, Teil des FAS. 1990 wurde dieser Programmteil aber ausgekoppelt und den Herstellern der -> Praxis -EDV zur Verfügung gestellt, um es zusammen mit dem Abrechnungsprogramm an die Ärzte auszuliefern. Damit kann bereits am Ort des Entstehens (d.h. in der Arztpraxis statt bei der KV) von Fehlern deren Korrektur eingeleitet werden.


FAS

Abk. -> Fallaufbereitungssoftware der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.


FAT

File Allocation Table. Systeminterne, d.h. für den Anwender nicht zugängliche Tabelle auf einer Speicherplatte (Diskette, Festplatte), in der die Belegung der Spuren und Sektoren mit den verschiedenen Dateien notiert wird. Die FAT wird vom Betriebssystem MS-DOS angelegt und automatisch gepflegt. Wird diese Tabelle zerstört oder beschädigt, können Dateien vom Betriebssystem nicht mehr aufgefunden werden, obwohl sie "physikalisch" eigentlich noch vorhanden sind.


Feld

-> Datenfeld


Feldkennung

Numerischer oder alphanumerischer Code, der am Anfang eines -> Datenfeldes steht, und angibt, welchen Inhalt das nachfolgende Feld hat. Feldkennungen sind immer dann notwendig, wenn leerbleibende Felder in einem -> Datensatz nicht aufgenommen werden, und somit die Anzahl und Reihenfolge der Felder für jeden datensatz variiert.


Fenster

Teil eines modular aufgebauten Bildschirmbildes: Der Benutzer kann bei grafischen Betriebssystemen wie Windows oder bei den Apple-Systemen sowie bei sogenannter fensterorientierter Software (z.B. Programme nach dem -> SAA -Standard) stets mehrere "Fenster" (Bildschirmausschnitte) gleichzeitig öffenen, und in jedem dieser Bildschrimausschnitte andere Daten betrachten, manipulieren, oder Programme laufen lassen


Festplatte

(engl. hard disc drive, HDD) Nicht auswechselbare Magnetplatte zur Speicherung großer Datenmengen. Festplatten arbeiten prinzipiell nach dem gleichen Verfahren wie -> Disketten (nämlich nach dem Prinzip der magnetischen Datenaufzeichnung), allerdings sind sie luft- und staubdicht in einem stabilen Gehäuse gegen Umwelteinflüsse abgeschirmt. Eine Festplatte vermag daher bei gleicher Größe ca. zehnmal soviel Daten speichern.

Der Schreib/Lesekopf einer Festplatte schwebt auf einem Luftkissen nur ungefähr einen Mikrometer über der sich mit 3.500 U/min drehenden Platte. Eine Festplatte besteht genaugenommen nicht nur aus einer einzigen, sondern aus mehreren, übereinanderliegenden Platten. Für jede dieser Platten sind jeweils zwei Schreib/Leseköpfe (einer für die Vorder-, der andere für die Rückseite) zusändig. Da die Spuren aller Platten genau übereinanderliegen, spricht man statt "Spuren" von "Zylindern".

Neue Festplatten müssen genau wie neue Disketten zuerst -> formatiert werden. Auch Festplatten halten nicht ewig und beenden ihr Leben nach durchschnittlich vier bis sechs Jahren recht abrupt durch den gefürchteten "Headcrash", bei dem alle Daten meist unwiederbringlich verloren gehen. Daher kommt dem regelmäßigen Sichern der Daten auf »Back up«Disketten oder -> Streamern allergrößte Bedeutung zu.»Beim Kauf gilt es, neben der Speicherkapazität und der Zugriffszeit auch den Datendurchsatz zu beachten. Die Speicherkapazität sollte bei einem Arztpraxisprogramm nicht unter 200 MB liegen, genaue Aussagen lassen sich erst treffen, wenn man das Datenhaltungskonzept, Programm- und Betriebssystemgröße und die Dokumentationsweise des Arztes kennt. Wichtig ist, daß man den Rechner bei Bedarf auf eine größere Festplatte umrüsten kann.

Unter der Zugriffszeit versteht man die Zeit (in Millisekunden), die der Schreiblesekopf benötigt, um eine bestimmte Position auf der Platte zu erreichen. Die Zugriffszeit einer Festplatte liegt stets unter den der sogenannten optischen Speichermedien (-> CD-ROM , -> MD -ROM).

Datendurchsatz nennt man die Zeit, den die Daten benötigen, um vom Schreiblesekopf über den Controller zum Hauptspeicher zu gelangen; er wird in kB/sec angegeben.

Letztlich sollte man noch den Begriff Interleave-Faktor kennen, der angibt, ob alle gewünschten Daten bei einer Umdrehung der Festplatte übertragen werden konnten (entspricht einem Interleave von 1:1). Rotiert die Festplatte nämlich schneller als der Schreiblesekopf die Daten übertragen kann, entsteht also eine Verzögerung, dann spricht man von einem Interleave-Faktor 1:2 oder 1:3 etc.

Wenn ein System also nicht den Interleave 1:1 aufweist, wirkt sich dies auf die Zugriffszeit und den Datendurchsatz negativ aus.


File

engl. Bezeichnung für -> Datei


Filecard

Hierbei handelt es sich um eine auf einer Platine untergebrachten -> Festplatte inklusive Zubehör, die man in einen freien Steckplatz des Computers ein-bauen kann.


Fileserver

Der Fileserver übernimmt in einem -> Netzwerk die Aufgabe, für alle Arbeitsplatzrechner (»clients« die Dateien und Programme zu verwalten. Wird also in einem Sprechzimmer das Arztprogramm gestartet, dann holt sich der Arbeitsplatzrechner das Programm und die benötigte Patientendatei vom Fileserver in seinen Arbeitsspeicher.»


Fk

Abk. für -> Feldkennung .


Formatierung

1. Vorbereitung von ->; Datenträger n für die Datenaufnahme. Dabei wird der Datenträger in die Bereiche unterteilt, in denen Daten abgelegt und wiedergefunden werden können (Sektoren, Spuren/Zylinder). Disketten können unformatiert oder auch bereits formatiert gekauft werden. Beim Formatieren können Daten, die sich auf dem Datenträger befinden, unwiederbringlich verloren gehen. Der Betriebssystembefehl unter -> DOS lautet FORMAT.

2. In Zusammenhang mit -> Textverarbeitungsprogrammen meint man mit "Formatieren" die Textformatierung. Textformatierung heißt, den Text in das richtige "Format" für den Ausdruck zu bringen. Unter "Format" werden wiederum beispielsweise die Randeinstellungen verstanden, aber auch die Kopf- und Fußzeilen, die automatische Seitennummerierung, die Absatzformate (z.B. "um wieviele mm soll jeder neue Absatz eingerückt werden") und die verschiedenen Schriftarten und -> Schnitte des Textes. -> Abrechnungsprogramme enthalten meist nur ein sehr einfaches Textverarbeitungsprogramm, mit dem sich der Text kaum formatieren lässt. Verschiedene Schriftarten usw. sind hier manchmal nicht möglich, denn für die Arztbriefschreibung genügen einfache Formatierungsfunktionen wie Randeinstellungen usw.



G


Gateway

Eine Verbindung zwischen zwei Computernetzwerken, die unterscheidliche Kommunikationsprotokolle (Vereinbarungen, wie sich die Computer eines Netzwerkes untereinander verständigen) verwenden. Ein Gateway-Computer ist Bestandteil beider Computernetzwerke, und ist durch eine Protokollübersetzung in der Lage, Informationen vom einen Netzwerk in das andere zu übertragen. Ein Gateway ist beispielsweise notwendig, um Nachrichten vom -> Internet in das -> Bitnet zu senden und umgekehrt.


Gebührenordnungs-Stammdatei

Siehe -> GO -Stammdatei.


Gehäuse

Der klassische PC wird auf den Schreibtisch gestellt - daher der Name »Desktop« Auf die Zentraleinheit wird der Monitor gesetzt. Die Einschübe der Zentraleinheit weisen nach vorne, auf der Rückseite sind die verschiedenen Schnittstellen angebracht. Diese Form wird auch Standard-AT-Gehäuse genannt, weil der IBM Standard-AT mit einem»Gehäuse dieser Art ausgeliefert wurde.

Das Desktop-Gehäuse bietet viel Platz für zusätzliche -> Steckkarten und Laufwerkeinschübe. Nachteil dieser Gehäuseform ist der relativ große Platzbedarf auf dem Schreibtisch.

Um sich mehr Platz zu verschaffen, stellt man das Desktop-Gehäuse oft unter den Schreibtisch. Das ähnelt sehr dem Tower, der wie ein Turm unter dem Schreibtisch steht.

Der Tower unterscheidet sich vom Desktop eigentlich nur dadurch, daß er aufgrund seiner Größe noch mehr Erweiterungsmöglichkeiten bietet, und fest auf dem Boden steht. Tower-Gehäuse werden u.a. dann eingesetzt, wenn man den PC als -> File -Server oder -> Workstation nutzen möchte.

Der »BabycaseDas »Slimline-Gehäuse


Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V.

Siehe -> GMDS .


GMDS

Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V.

Info: GMDS c/o Bundesärztekammer, Herbert-Lewin-Str.1, 50931 Köln, z.Hd. Herrn Stobrawa, Tel. 0221/4004 -256, -233 (Fr. Freiberg), Fax -385


GNR

Gebührennummer: Einzelne Leistungsziffern aus der Gebührenordnung für Ärzte für Abrechnungszwecke.


GNR-Regelprüfung

Siehe -> Regelwerksprüfung .


GO-Stammdatei

(Gebührenordnungs-Stammdatei) Datei, die die Gebührennummern gemäß der unterschiedlichen Gebührenordnungen enthält. Die Daten dieser Datei gehören (ähnlich wie die der -> Kassen -Stammdatei) zu den -> Stammdaten eines -> Abrechnungsprogramms ; sie werden in der Regel vom Softwarehersteller mitgeliefert und gepflegt. Juristisch gesehen ist jedoch der Arzt verantwortlich für die Richtigkeit dieser Daten.


Grafikkarte

Spezielle -> Erweiterungskarte für den -> PC , die für die Ansteuerung des Monitors zuständig ist.

Grafikkarten besitzen einen eigenen -> Mikroprozessor , der die -> CPU des Rechners beim Bildaufbau unterstützt.

Für Monitor und Grafikkarte sind verschiedene Standards entwickelt worden, die sich sowohl hinsichtlich der Zahl der darstellbaren Farben als auch der -> Auflösung unterscheiden.

Begonnen hat alles mit dem CGA-Standard, der heute nur noch selten verwendet wird, und nur eine schwarz-weiße Darstellung möglich macht. Immer noch monochrom, aber mit verbesserter Auflösung kam der HGC-Grafikmodus daher. Er wiederum wurde abgelöst vom EGA-Standard, der zum ersten Mal eine Farbwiedergabe auf dem Monitor ermöglichte. Der allgemeine Standard im Praxiscomputerbereich heißt heute -> VGA : Er erlaubt die Darstellung von 640 x 480 Punkten auf dem Monitor und bis zu 256 Farben. Super-VGA (SVGA) geht noch darüber hinaus: Es kann 1.024 x 768 Punkte darstellen. Eine sinnvolle Nutzung von SVGA ist aber nur auf Bildschirmen möglich, deren Maß über die heute üblichen 14 Zoll Bildschirmdiagonale hinausgehen. Für spezielle Anwendungen sind manchmal spezielle Grafikkarten erforderlich, so benötigt der Anwender der -> Röntgencard neben Lesegerät und PC die sogenannte TIGA-Grafikkarte, um die Röntgenbilder darstellen zu können.


GRIPS

»General Relation Based Information Processing System« »GRIPSernativ zur kommandogesteuerten Recherche auch einen menügesteuerten Recherchemodus an.

Die komplette Dokumentation zu GRIPS ist beim -> DIMDI zu erhalten,


Großrechner

Die älteste Generation der Computer, heutzutage ist die Leistung der Großrechner im Vergleich zu den -> Mikrocomputern gewaltig: Speicherkapazitäten reichen in den Bereich von Terabytes, die Rechengeschwindigkeit erreicht 100 Millionen Berechnungen pro Sekunde.


GuP-A

Abk. Gütebedingungen und Prüfbestimmungen für Arztabrechnungssysteme

Vom Darmstädter Institut EUROSPEC im Auftrag des -> Qualtitätsringes Medizinische Software ausgearbeiteter Entwurf, der in Ergänzung zur DIN 66285 die Qualitätsanforderungen an ein -> Arztabrechnungssystem spezifizieren soll. Eine Software, die diesen Anforderungen genügt, soll in Zukunft durch das -> RAL Gütezeichen 901 zertifiziert werden.



H


Handshake

Informationsaustausch zwischen zwei elektronischen Geräten wie beispiels-weise zwei Faxgeräten oder Rechner und Drucker. Es legt die Modalitäten der Informationsübertragung fest.


Hardcopy

Ausdruck der Daten, die auf dem Bildschirm ausgegeben wurden.


Hardware

»Alles, was man am Computer anfassen kann« Der eigentliche Rechner (die Zentraleinheit), Bildschirm, Drucker, Tastatur usw., im Gegensatz zur -> Software


Hauptspeicher

Elektronischer Speicher, in dem alle "beweglichen" Daten des Computers (die Software sowie die Arbeitsdaten) während der Arbeit gespeichert werden; der Hauptspeicher wird daher oft auch als Arbeitsspeicher bezeichnet. Von der Größe des Hauptspeichers hängt die Verarbeitungs-Kapazität des Computers ab.

Der Hauptspeicher besteht aus Speicherbausteinen, den -> RAM -Chips.

Für Standardprogramme reichen 1MByte (1.024 KByte) RAM aus. Da aber z.B. Programme, die unter Windows laufen, mehr Hauptspeicher benötigen, muß in dem Fall zusätzlicher Speicher zur Verfügung gestellt werden - wenigstens vier MB sollten es sein.


Hauptplatine

Auf der Hauptplatine (»mainboard« »motherboard« sind die -> CPU , weitere Steuerchips, Datenleitungen sowie die Kontakte für die Erweiterungskarten angebracht.»


Host

1. Bezeichnung für den Zentralrechner bei Mehrplatzsystemen, die nach dem -> Terminal -Host-Prinzip aufgebaut sind.

2. -> Online zugänglicher Großrechner, der -> Datenbanken anbietet. -> DIMDI ist solch ein Datenbanken-Host.


Hypertext

Elektronischer Text, der im Gegensatz zum "linearen" gedruckten Text "explorativ" gelesen werden kann. Dazu werden bestimmte Wörter des Textes, für die der Autor eine Erklärung vorgesehen hat oder die auf Textteile mit weiterführenden Informationen verweisen auf eine bestimmte Weise hervorgehoben (z.B. blau eingefärbt). Wählt der Benutzer (ettwa durch einen "Mausklick") dieses Wort aus, so öffnet sich ein zusätzliches Textfenster, in dem die weiterführenden Informationen zu dem Begriff ausgegeben werden. Hypertext findet im medizinischen Bereich insbesondere bei -> CAI -Programmen Verwendung.



I


IBM

Die Firma IBM (International Business Machines Corporation) ging 1924 aus der 1911 gegründeten Firma des Computerpioniers Herman Hollerith hervor, und ist heute der weltweit größte Hersteller von Computern.

Info: IBM Deutschland; Pascalstr. 100; 70569 Stuttgart


IBM-AT

Computerbaureihe des Computerherstellers IBM, Nachfolgemodelle des -> IBM -PC (AT=advanced technology). Die AT-Modelle besitzen die 16-Bit (286er), 32-Bit (386er, 486er) oder 64-Bit (586er, -> Pentium ) -> Prozessoren des Mikroprozessorherstellers -> Intel .


IBM-Kompatibler

Bezeichnung für einen -> Mikrocomputer , der als Nachbau des -> IBM -PC's oder deren Nachfolger (-> AT's ) zu diesen Rechnern vollständig -> kompatibel ist; d.h., auf einem IBM-Kompatiblen laufen dieselben Programme wie auf den Original-IBM-Rechnern.

Das Konstruktionsprinzip des PCs des US-amerikanischen Computerkonzerns -> IBM hat sich seit dem Beginn der 80er Jahre schnell durchgesetzt. Entscheidend war dafür die Möglichkeit zur problemlosen Erweiterung des Systems beispielsweise durch -> Steckkarten und die Offenlegung der Konstruktionspläne. Diese Offenlegung führte aber bald zu einer Reihe von Nachbauten mit gleichem Konstruktionsprinzip: Die Familie der IBM-kompatiblen Rechner war geboren.

Heute gibt es für keine andere Rechnerfamilie mehr Software, im Arzt-computerbereich kommen wegen des Programmangebots fast nur noch IBM-kompatible Rechner in Frage. Nur für den Macintosh von Apple gibt es noch einige wenige Angebote an Arztsoftware.


IBM-PC

Personalcomputer der Firma -> IBM , im Dezember 1981 vorgestellt. Der Original-IBM-PC besaß den 16-Bit- -> Mikroprozessor 8088 der Firma -> Intel . Der IBM-PC wurde 1983 durch den IBM-XT und ein Jahr später durch den -> IBM -AT abgelöst.


ICD

Abk. International Classification of Diseases

Internationales Verschlüsselungssystem für Krankheiten und Diagnosen, welches von der WHO erstellt und vom -> DIMDI ins Deutsche übertragen wird. Derzeit aktuell ist die 10.Revision des ICD (ICD-10).

Ab dem 1. Januar 1995 sind die Diagnosen auf den Abrechnungsvordrucken und den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen unter Verwendung des ICD zu verschlüsseln (§34, Abs. 9, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994).


IFA

(Informationssysteme für Augenärzte). -> Abrechnungsprogramm der 1988 gegründeten Firma IFA. IFA ist ein fachgruppenspezifisches Programm für Augenärzte, und belegt in der -> Installationsstatistik dieser Fachgruppe mit einem Marktanteil von 28% den ersten Platz (Stand 8/93).

Info: IFA, Ostlandstr. 38a-42a, 50858 Köln, Tel. 02234/40 90-0, Fax. 02234/40 90 68


Indexieren

Einen Index erstellen. Ein Index ermöglicht das rasche Wiederauffinden von Information. Ein -> Datenbankmanagementsystem erstellt daher zu jeder -> Datenbasis einen oder mehrere Indizes bestehend aus der alphabetischen Auflistung der -> Deskriptoren . Mittels dieser Indizes kann ein -> Retrievalsystem eine Datenbank schnell nach einem bestimmten Suchbegriff durchstöbern.


Installation

"Einrichten" von -> Software oder -> Hardware . Gekaufte Software muß zunächst "installiert" werden; bei diesem Vorgang, welches in der Regel ein Installationsprogramm automatisch vornimmt, werden die benötigten -> Dateien des Programms vom ->; Datenträger , auf dem das Programm geliefert wurde (meist -> Diskette ) auf die -> Festplatte kopiert. Dabei wird der Anwender zuweilen nach einer bestimmten Systemkonfiguration gefragt, zum Beispiel, welchen -> Drucker er verwendet. Diese Information verwendet das Installationsprogramm dazu, nur die -> Treibersoftware für Hardwarekomponenten auf der Festplatte zu installieren, die auch wirklich benötigt wird.


Installationsstatistik

Im Zusammenhang mit der -> Praxis -EDV: Offizielle Statistik, die von der -> KBV in regelmäßigen Abständen veröffentlicht wird, und die die installierte Anzahl der auf dem Markt befindlichen -> Abrechnungprogramme in Prozent angibt. Die Anzahl der Installationen kann entweder auf den Gesamtbestand der Praxis-EDV-Installationen bezogen werden, oder sich auf den Installationsbestand einzelner KVen (regionale Installationsstatistik) oder auf den Installationsbestand einer Facharztgruppe (fachgruppenspezifische Installationsstatistik) beziehen. Bei der Frage, für welches Abrechnungsprogramm man sich entscheiden soll, kann insbesondere ein Blick auf die beiden letztgenannten Statistiken eine gewisse Hilfe sein: Die eine Statistik verrät u.U., ob der Hersteller der Software im jeweiligen Bundesland über ein flächendeckendes und gut ausgebautes Netz von Servicepartnern verfügt. Da oftmals bestimmte Facharztgruppen spezielle Software bzw. -> Facharztmodule benötigen, ist ein Blick auf die fachgruppenspezifische Installationsstatistik u.U. aussagekräftiger als die generelle Installationsstatistik.

Auch die "Verteilungskurve" der unterschiedlichen Anbieter sieht je nach Fachgruppe anders aus. Während etwa die Software auf Platz 1 bei den Kieferchirurgen (-> Dialog dental) einen Marktanteil mit 60% fast eine Monopolstellung einnimmt, besitzt der Spitzenreiter bei den Lungenfachärzten (-> Arcos ) lediglich einen Marktanteil von 10%.

Die Rangliste der meistverbreiteten Abrechnungsprogramme wird meist als Top Twenty oder Top Ten veröffentlicht.


INTEL

US-amerikanische Firma, die als Erfinder und weltweit bedeutendster Hersteller von -> Mikroprozessoren gilt. INTEL-Prozessoren, wie etwa der 80286, 80386, 80486 oder -> Pentium finden insbesondere in Rechnern der Firma -> IBM Verwendung. Teilweise ist es anderen Firmen (wie Cyrix und AMD) gelungen, nahezu identische Chips zu produzieren und billiger auf den Markt zu bringen; diese billigen Varianten der INTEL-Prozessoren finden sich insbesondere in billigeren "No-Name"-PC's aud Fernost.


Internet

Weltweites Computernetz zwischen Universitäten, staatlichen Instituten und kommerziellen Unternehmen. Über das Internet sind nicht nur viele Wissenschaftler und Mediziner via -> Email erreichbar, sondern der Benutzer hat auch Zugriff auf kostenlose Software und auf ein nahezu unüberschaubares Angebot an (meist) wissenschaftlicher Information. Keiner kennt die genaue Zahl der Benutzer des Netzes, aber es wird geschätzt daß weltweit rund fünf bis 15 Millionen Menschen dieses Netz benutzen.


INTOX

INTOX ist eine deutsche -> Faktendatenbank über Vergiftungsfälle, deren Epidemiologie, sowie entsprechender toxikologischer Analytik. Sie enthält über 250.000 anonymisierte Intoxikations-Kasuistiken; jeweils mit Angaben zur Person des Opfers (Altersgruppe etc.), Symptomen, Therapie, Verlauf, Gift-Menge, Applikationsform und -Typ (akut/ chronisch), Gewichtung der Wirkung des Einzelgifts, Ätiologie, Eintrittspforte, Sicherheitsgrad der Diagnose, Asservat, Methode der Giftanalyse, Konzentration, uvm. Die Datenbasis wird aus dem Archivmaterial von Giftinformationszentren und rechtsmedizinischen Instituten zusammengestellt. Die Datenbank dient insbesondere der wissenschaftlich-statistischen Aufarbeitung von Vergiftungsfällen.

Datenbankproduzent: -> DIMDI und die Toxikologische Abteilung der II. Medizinischen Klinik Rechts der Isar der Technischen Universität München (Leiter: Prof. Dr. Max von Clarmann).


IPA

(Abk. International Pharmaceutical Abstracts) Diese -> Literaturdatenbank gilt als eine der umfassendsten Datenbanken auf dem Gebiet der Pharmazie. Hersteller ist die American Society of Hospital Pharmacists. Die Datenbank IPA ist bei -> DIMDI als "Subunit" der Datenbank -> TOXALL , sowie auch bei DATA STAR und beim Host ESA IRS als -> Online -Datenbank im Angebot.


ISDN

»Integrated Services Digital Network« Neues digitales Universalnetz, welches Daten, Text, und Sprache übertragen kann und durch die Art der Übertragung bzw. der Vermittlung eine Vielzahl neuer Möglichkeiten des Telefonierens und der -> Datenfernübertragung ermöglicht. Daten können im ISDN s»hneller und nahezu fehlerfrei übertragen werden.


ISTBP

(Abk. Index to Scientific and Technical Proceedings and Books) -> Literaturdatenbank , welche publizierte Konferenzliteratur ("Proceedings") enthält, und inhaltlich der gedruckten Version des "Index to Scientific and Technical Proceedings" entspricht. Jährlich werden 3.100 Konferenzen ausgewertet, hinzu kommen noch über 1.650 Fachbücher jährlich. Die Konferenzberichte werden inklusive aller veröffentlichten Einzelbeiträge (Editorials, Reviews, etc.) aufgenommen. Spektrum: 35% Biowissenschaften einschließlich klinischer Medizin, 20% Naturwissenschaften (Physik/Chemie), 35% angewandte Wissenschaften & Technik, 20% Agrarwissenschaften mit Biologie.

Die Datenbank ist als -> Online -Datenbank abrufbar beim -> Host -> DIMDI .

Datenbankproduzent: Institute for Scientific Information (ISI), Philadelphia/USA.



J


JICST

Abk. Japan Information Center of Science and Technlogy. Institution in Tokio, die u.a. verschiedene Datenbanken herstellt, etwa -> JICST -E.


JICST-E

Kürzel für die -> Literaturdatenbank "JICST File on Science, Technology and Medicine in Japan", die am -> JICST hergestellt wird. Sie beinhaltet japanische Literatur aus allen Bereichen der Medizin und Naturwissenschaften. Die Zitate, meist mit Abstracts, sind in englischer Sprache. Die Datenbank ist als -> Online -Datenbank beim -> Host -> STN abrufbar.



K


Karteikarte, elektronische

Siehe -> elektronische Karteikarte.


Kassen-Stammdatei

-> Datei (-> Datenbank ), die Informationen über alle Krankenkassen enthält, z.B. Adresse, Telefonnummer oder Ansprechpartner bei der entsprechenden Kasse. Die Kassen-Stammdatei wird vom Hersteller eines -> Abrechnungsprogramms mitgeliefert; verantwortlich für dessen Richtigkeit ist jedoch juristisch gesehen der Arzt. Für den Anwender sind die Daten dieser Datei normalerweise unveränderlich, daher gehört die Datei zu den -> Stammdateien eines Abrechnungsprogramms.


Kassenstammdaten

-> Stammdaten , die sich auf einen Kostenträger (Kasse) beziehen, z.B. Adresse, Telefonnummer oder Ansprechpartner bei der entsprechenden Kasse. Die Stammdaten werden bei einem -> Abrechnungsprogramm in der -> Kassen -Stammdatei abgelegt.


Katalogdatenbank

Sonderform einer -> Literaturdatenbank . Sie enthält die bibliographischen Informationen zu Werken, die in einer Bibliothek vorhanden sind. Mittels einer Katalogdatenbank kann also das Bibliothekspersonal oder der Anwender nach Büchern und anderen Werken zu bestimmten Themen suchen. Einzelne Zeitschriftenartikel werden in solchen Datenbanken gewöhnlich nicht aufgenommen, dazu dienen -> Literaturdatenbanken wie -> MEDLINE . Die medizinisch wichtigste Katalogdatenbank ist -> CATLINE (National Library of Medicine) sowie -> MEDIKAT (Zentralbibliothek für Medizin, Köln). Ist eine Katalogdatenbank -> online zugänglich und überdies kostelos öffentlich zugänglich, so wird sie auch als -> OPAC bezeichnet.


kB

Abk. für ein Kilobyte (1024 -> Byte )


KBV

Kassenärztliche Bundesvereinigung


KBV-Begutachtungsverfahren

Begutachtung von -> Abrechungsprogrammen durch Sachverständige der -> KBV . Die Begutachtung gliedert sich in Zulassungs- und Kontrollprüfungen: Abrechnungsprogramme werden zunächst in -> Zulassungsprüfungen begutachtet und dürfen erst nach bestandener Zulassungsprüfung vom Arzt zur Abrechnung eingesetzt werden. Von der Prüfstelle der KBV zertifizierte Software erhält eine Prüfnummer. Weiterhin dienen von der KBV durchgeführte -> Kontrollprüfungen der zusätzlichen Quaitätssicherung; sie sollen sicherstellen, daß das begutachtete System auch über längere Zeit den gestellten Anforderungen entspricht.

Info: KBV Rechenzentrum, Prüfstelle, Ottostr. 1, 50859 Köln


KBV-Gutachterverfahren

-> KBV -Begutachtungsverfahren


KBV-Prüfmodul

Programm- -> Modul zur Überprüfung der Einhaltung der -> ADT -Satzbeschreibung. Das Programm wird im Auftrag der -> KBV hergestellt, an die Hersteller von Praxis-EDV-Systemen weitergegeben und ist obligatorischer Teil jedes von der KBV zugelassenen -> Abrechnungsprogramms . Das Prüfmodul ermöglicht einen Prüflauf der Abrechnungsdaten auf Abrechnungsdatenträger (-> ADT ) schon in der Arztpraxis (nicht erst nach Eingang des ADT bei der KV). Ein obligatorischer Prüflauf mit Plausibilitätsprüfungen der Abrechnungsdaten vor Erstellung des Abrechungsdatenträgers soll verhindern, daß fehlerhafte Abrechnungsdatenträger die -> KVen erreichen. Überprüft wird die Lesbarkeit der Diskette sowie die logische Integrität der Daten; beispielsweise, ob obligatorische -> Datenfelder eines -> Datensatzes vorhanden sind, ob Geburtsdaten sechstellig angegeben sind usw. Die Prüfung auf abrechnungsrelevante Bestimmungen beschränkt sich zur Zeit auf die Einhaltung der sog. "Kernregeln", d.h. zum Beispiel "bei Abrechnung einer Sonographieleistung muß das Organ angegeben werden" oder "bei Abrechnung von Hausbesuchen muß eine Uhrzeit angegeben werden" usw.

Bis 1990 wurden die Überprüfungen, die jetzt Teil des KBV-Prüfmoduls sind, bei den KVen durchgeführt, d.h. das KBV-Prüfmodul war teil der -> Fallaufbereitungssoftware der KV. 1990 wurde der entsprechende Programmteil aus der Fallaufbereitungssoftware ausgekoppelt und ist nun unter dem namen KBV-Prüfmodul bekannt.


Keyboard

Engl. für -> Tastatur


Keycard

Engl. für -> Schlüsselkarte .


KI

Abk. für "Künstliche Intelligenz" (engl. AI: Artificial Intelligence): Ein Forschungsbereich, der sich "mit noch nicht gelösten Problemen der Computerwissenschaft" (Marvin Minsky) beschäftigt, also Aufgaben, die bislang nur der menschliche Geist befriedigend lösen kann. Zur KI-Forschung gehören auch medizinisch bedeutsame Bereiche, z.B. -> Expertensysteme sowie Handschriften- und Spracherkennung.


Knoten

Als Knoten (engl. Node) bezeichnet man gewöhnlich einen einzelnen Computer in einem -> Netzwerk von mehreren Computern.


Knowledge-Finder

Von der amerikanischen Firma Aries entwickeltes, sehr benutzerfreundliches -> Retrievalsystem für medizinische Datenbanken (u.a. -> MEDLINE ) auf -> CD-ROM .

Info: Nova Idea, Bergisch Gladbacher Str. 978, 51069 Köln, Tel. 0221/9684660, Fax 0221/9684669


kompatibel

"verträglich": Ein System ist kompatibel zu einem anderen, wenn beide ohne Anpassung und Änderung zusammen eingesetzt werden können. Kompatibilität kann sich sowohl auf die Hardware, als auch auf die Software beziehen.


Kompression

siehe -> Datenkompression


Kontrollprüfung

-> KBV -Begutachtungsverfahren, bei der die -> KBV abrechnungsrelevante Funktionen eines -> Abrechungsprogramms intensiv überprüft. Der Hersteller des Abrechnungsprogramms erhält nach einer Kontrollprüfung ein Prüfprotokoll, bei dem unterschieden wird zwischen Verbesserungsvorschlägen, leichten Mängeln (die vom Hersteller ausgebessert werden sollten) und schreren Mängeln (die vom hersteller ausgebessert werden müssen, ansonsten zum verlust der Zulassung führen).

Info: KBV Rechenzentrum, Prüfstelle, Ottostr. 1, 50859 Köln


Krankenversichertenkarte

(Abk. KVK) -> Chipkarte mit einigen -> Stammdaten des Versicherten. Häufig wird die Abkürzung KVK gebraucht.

Die KVK wird von den Kassen ausgegeben und dient als Nachweis der Anspruchsberechtigung eines Krankenversicherten für die kassenärztliche Versorgung. Die Versicherten sind verpflichtet, die Krankenversichertenkarte bei jeder Inanspruchnahme eines Vertragsarztes mit sich zu führen (§7, Abs. 1, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994).

Auf der KVK befinden sich gemäß §291 Abs. 2 SGB V ausschließlich folgende verwaltungstechnische Informationen:

1. Die Bezeichnung der ausstellenden Ersatzkasse mit einer Kassenkurzbezeichnung und der Kassennummer

2. den Familiennamen, Titel und Vornamen des Versicherten (die Angabe des Titels kann entfallen, falls vom Versicherten gewünscht)

3. das Geburtsdatum des Versicherten

4. die Anschrift des Versicherten mit Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort und ggf. Zustellbereich

5. die Krankenversichertennummer

6. der Versichertenstatus (M=Mitglied, F=Familienangehörige, R=Rentner und deren Familienangehörige)

7. bei Befristung der Gültigkeit die Angabe von Monat und Jahr des Fristablaufs.

Die KVK enthält somit keinerlei medizinische Informationen. Davon abzugrenzen sind sogenannte -> Patientenkarten , die auch medizinische Informationen des Versicherten enthalten (-> Röntgencard , -> DiabCard usw.); die Verwendung dieser Karten ist jedoch nicht obligatorisch, sondern an die Zustimmung des Patienten gebunden.


künstliche Intelligenz

Engl. artificial intelligence; Abk. AI, -> KI (siehe dort)


künstliches Leben

Engl. -> artificial life (siehe dort); Abk. AL, KL


Kürzel

Im Zusammenhang mit der Praxis-EDV: Abkürzungen (Buchstabenkombinationen) zum Zwecke der -> Leistungserfassung oder auch zur Eingabe von Diagnosen in -> Abrechnungsprogrammen .


KVK

Abk. -> Krankenversichertenkarte .



L


Laborcomputersystem

Spezielles EDV-System, welches bei Laborärzten eingesetzt wird.


Labordatenträger

(Abk. LDT) Standardisierte Beschreibung eines -> Datensatzes für die EDV-gestützte Übermittlung patientenbezogener Labor- und Leistungsdaten zwischen Laborgemeinschaften und Arztpraxen. An dem 1.4.1996 darf diese nur noch mit -> Software durchgeführt werden, die von einer Prüfstelle der -> KBV auf der Basis des LDT zertifiziert worden ist und eine Prüfnummer erhalten hat (§35 Abs.8, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994).


Labordatenübertragung

Labordaten können vom -> Laborcomputersystem auf den Praxisrechner auf verschiedenen Wegen übertragen werden:

- Durch manuelle Eingabe der Befunde,

- durch den Versand von -> Disketten oder durch

- -> Datenfernübertragung .

Bei der Datenfernübertragung gibt es wiederum drei Möglichkeiten:

1. Die Arztpraxis wählt über das -> Modem den Laborrechner an und fordert die Laborwerte an.

2. Das Labor ruft die Praxis an, wenn die Labordaten vorliegen und übermittelt die Daten.

3. Die Labordaten werden im -> Btx -Rechner (=Datex-J) oder in einer -> Mailbox (z.B. -> Telebox 400 der Telekom) vom Labor abgelegt und dann zu beliebiger Zeit vom Praxiscomputer abgerufen.

Alle diese Wege haben ihre Vor- und Nachteile:

Bei Version 1) können besetzte Leitungen auftreten und die Datenübermittlung verzögern. Bei Version 2) muß eine zusätzliche Telefonleitung bereitgestellt werden. Sehr komfortabel ist der dritte Übertragungsweg mittels Btx oder Telebox, da er die Ablage von Befunden erlaubt, ohne daß der Teilnehmer in Empfangsbereitschaft sein muß. Die Labordatenübertragung durch Btx hat sich als allgemeiner Standard durchgesetzt. Siehe auch: -> Bonner Modell.


LAN

In einem LAN (local area network, auch inhouse-Netz, Hausnetz, oder Ortsnetz genannt) sind mehrere Computer zu einem -> Netzwerk zusammengeschlossen, wobei sich die Rechner auf einem räumlich begrenzten Gebiet (z.B. in einer Praxis oder in einem wissenschaftlichen Institut) befinden.


Laptop

Wörtlich übersetzt bedeutet Laptop »der Schoßrechner


Lasercard

Syn.: optische Speicherkarte, optical memory card (OMC), Laserkarte

Die Lasercard ist ein mobiler ->; Datenträger im Format einer Kreditkarte mit einer Speicherkapazität von mehreren Megabytes. Der Vorteil gegenüber anderen Datenträgern (wie -> Diskette oder -> CD-ROM ) liegt in ihrer geringen Größe und der Widerstandsfähigkeit gegenüber physikalischen Einflüssen. Sie ist unempfindlich gegenüber Magnetfeldern, Röntgenstrahelen, hohen Temperaturen (bis 100°C), sowie gegen Schläge und extremes Biegen. Sie kann somit bequem in der Tasche transportiert werden oder auch in einem Briefumschlag versandt werden. Ihr Einsatzgebiet innerhalb der Medizin liegt vor allem in der mobilen Befunddokumentation: Persönliche Anamnesedaten und Befunde können digitalisiert dokumentiert werden und der Patient kann diese Dokumente immer mit sich herumtragen. Im praktischen Einsatz befindet sich bereits die -> Röntgencard , eine Lasercard, auf der die radiologischen Aufnahmen des Patienten abgespeichert und bei Bedarf vom Hausarzt abgerufen werden können. Voraussetzung zur Darstellung der Aufnahmen ist natürlich ein Lesegerät und ein PC. Auch außerhalb der Medizin ist die Lasercard in vielfältigem Gebrauch; Anwendungsgebiete sind beispielsweise: Sicherheits-Bankkarten, Treuekarten für Stammkunden von Unternehmen, -> Stammdaten und Unterhaltsdaten von Motorfahrzeugen, Garantiekarten, Ausweise aller Art, Aufzeichnung von Fitness-Training-Resultaten, Speichern von Begleitdokumenten für Materialsendungen usw.

Nicht zu verwechseln ist die Lasercard-Technologie mit anderen Methoden, Daten auf einem Datenträger im Scheckkartenformat abzuspeichern: Zu unterscheiden sind insbesondere Karten mit einer Magnetspur (z.B. Euroscheck-Karte) sowie -> Chipkarten wie die Telefonkarte oder die -> KVK . Der Hauptunterschied zwischen der Lasercard und der Magnet- bzw. Chipkarte liegt darin, daß einmal auf die Lasercard geschriebene Daten nicht mehr geändert oder gelöscht werden können. Darüber hinaus verfügt die Lasercard über eine weitaus größere Speicherkapazität als Vertreter der beiden anderen Kartengattungen.

Zur Funktionsweise: Die Lasercard besteht aus einem reflektierenden optischen Träger, der im Sandwich zwischen transparenten Polycarbonat-Folien eingeschweisst ist. Daten werden auf der Karte -> digital gespeichert. Die "1" bzw. "0" ist jeweils dargestellt durch das Vorhandensein bzw. das Fehlen eines "data spots" (Schriftpunktes) auf dem optischen Träger. Ein data spot wird beim Schreiben durch einen Laserstrahl entsprechend modifiziert. Die data spots sind mikrospkopisch klein, und mit einem Durchmesser von 2,25 Mikrometern mit dem bloßen Auge nicht mehr sichtbar.

Die Lasercard wird mit einem speziellen Schreib/Lesegerät, das an einen Mikrocomputer angeschlossen ist, beschriftet und auch wieder gelesen. Obwohl einmal geschriebene Daten nicht mehr verändert werden können, können jederzeit weitere Daten hinzugefügt werden. Die gesamte Speicher- und Lesetechnologie ist ähnlich derjenigen der -> CD-ROM .

Trotz ihrer geringen Ausmaße kann die Karte den Text von ganzen Büchern abspeichern. Die Standard-Lasercard hat ein Speichervolumen von 4,1 Megabytes. Davon sind für den Anwender noch 2,9 Megabytes nutzbar, wenn das EDAC (Errror Detection and Correction) zum Ausgleich von Lesefehlern, die durch Schmutz und Kratzer entstehen, verwendet wird. Die ganzen 4,1 Megabytes stehen zur Verfügung, wenn Bilder, die auf Fehlerkorrektur verzichten können, abgespeichert werden sollen, z.B. Röntgenbilder, CT-, Kernspin- oder Ultraschallaufnahmen. Darüber hinaus gibt es eine High Density Karte mit 6,6 Megabyte Kapazität (nutzbar: 4,2 MB).

Die Lasercard wurde von Drexler Technolgy Corporation erfunden, entwickelt und patentiert.

Info: Drexler Technology Corporation/Laser Card Systems Corporation, 2644 Bayshore Parkway, Mountain View California USA, Fax. 001-415-967-6524. LSC Switzerland, Rennweg 32, CH-8001 Zürich, Tel. 0041-1-214-6297, Fax 0041-1-422-5911


Laserdrucker

Beim Laserdrucker werden durch einen Laserstrahl mit Hilfe von Toner (wie im Fotokopierer) die Zeichen auf das Papier "gebrannt". Die Geschwindigkeit der Laserdrucker ist höher als die der meisten anderen Drucker, ebenso die Auflösung (Druckpräzision). Ein Laserdrucker ist in einer Arztpraxis wegen seiner exzellenten Druckqualität gut für die Korrespondenz geeignet, allerdings liegen Anschaffungs- und Betriebskosten deutlich über denen der -> Nadeldrucker oder -> Tintenstrahldrucker .


Laserkarte

siehe -> Lasercard


LDA

Abk. Labordatenaustausch, siehe -> Labordatenfernübertragung


LDFÜ

Abk. -> Labordatenfernübertragung


LDT

Abk. -> Labordatenträger


Leistungserfassung

Dokumentation der durch den Arzt erbrachten Leistungen zum Zwecke der Abrechnung mit den KVen. Beim Einsatz von -> Abrechnungsprogrammen kann die Eingabe der Leistungsziffern (GNR=Gebührennummern) prinzipiell auf folgende Weise geschehen:

1. Direkte Eingabe der entsprechenden Ziffern

2. Eingabe über alphanumerische -> Kürzel , die der Arzt bestimmten Leistungen selber zuordnet oder die vom Hersteller der Praxissoftware für die Leistungseingabe vorgesehen sind. Das Abrechnungsprogramm übernimmt die Aufgabe der "Zurückübersetzung" in die entsprechende Leistungsziffer.

3. Auswahl der Lesitungen über einen Auswahlkatalog (Selektion).

4. Eingabe mehrerer Ziffern über eine -> Leistungskette

5. Automatische Generierung der Leistungsziffer für die Abrechnung nach Aufruf bestimmter Programmfunktionen, z.B. kann die Ziffer 71 nach dem Druck der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung automatisch generiert werden.


Leistungskette

Gekoppelte Eingabe mehrerer Gebührennummern ("Ziffern") in ein -> Abrechnungsprogramm . Beispielsweise könnte die Leistungskette "kleine Wundversorgung" die Ziffer für die Untersuchung, die Ziffer für die Lokalanästhesie und die Ziffer für die eigentliche Wundversorgung enthalten. Eine Leistungskette liegt auch vor, wenn mehreren Fällen (Patienten) eine Ziffer gleichzeitig zugewiesen wird. Nach den Zulassungsbedingungen der KBV darf die Abrechnungssoftware die Übernahme einer Leistungskette "en bloc" grundsätzlich nicht erlauben, vielmehr darf jede Gebührennummer erst nach Einzelquittierung durch den Anwender in die Abrechnung übernommen werden. Eine solche Einzelquittierung erfolgt meist durch den Druck auf die ENTER-Taste.


Lichtgriffel

Eingabegerät. Das Verfahren ähnelt dem Eingabeverfahren beim berührungsempfindlichen Bildschirm (-> Bildschirm , berührungsempfindlicher), nur daß man statt mit dem Finger mit einem Lichtgriffel die Bildschirmstelle aufsucht und die Eingabe durch Drücken einer Auslösetaste am Griffel bestätigt


Literaturdatenbank

-> Datenbank zum Speichern von bibliographischer Information. Beispiel: -> MEDLINE


Literaturverwaltungsprogramm

-> Datenbankmanagementsystem , mit dem sich der Anwender bibliographische Zitate individuell zusammenstellen kann. Ein Literaturverwaltungsprogramm erlaubt das -> Retrieval gesuchter Information sowie das Weiterverarbeiten der bibliographischen Zitate (z.B. zur Erstellung einer Bibliographie für ein wissenschaftliches Manuskript). Abzugrenzen ist ein "privates" Literaturverwaltungsprogramm von großen externen -> Literaturdatenbanken (-> MEDLINE u.a.), die von Bibliotheksinstituten oder anderen Institutionen zusammengestellt werden.



M


Mac(intosh)

Produktserie des Computerherstellers -> Apple . Nachfolger von LISA, dem ersten serienmäßigen Mikrorechner, der ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche besaß. Der erste "Mac" kam 1986 auf den Markt.

Im biowissenschaftlichen Bereich sind Rechner aus der Apple Macintosh-Serie weltweit mittlerweile mindestens so verbreitet wie IBM-Rechner, zumal der "Mac" traditionell gerade im Forschungsbereich und in den Grundlagenforschungsinstituten stark vertreten ist. In Deutschland jedoch ist der Macintosh gegenüber IBM-Rechnern immer noch deutlich unterrepräsentiert. Dies trifft insbesondere auch für Kliniken und Krankenhäuser, und erst recht für private Praxen zu.

Der Macintosh wird im allgemeinen als wesentlich benutzerfreundlicher angesehen als die Serie der DOS-Rechner mit Intel-kompatiblen -> Prozessoren . Das Apple-eigene graphische Betriebssystem (System 7) beim Macintosh ermöglicht ein intuitives Arbeiten, ohne daß sich der Benutzer in die Tiefen der internen Betriebsabläufe einarbeiten muß. Zwar weisen moderne IBM-Kompatible Rechner mit der graphischen Oberfläche MS Windows oder dem Betriebssystem OS/2 ebenfalls eine komfortable Schnittstelle zum Benutzer auf, letztendlich und auf Dauer gesehen ist jedoch ein sinnvolles Arbeiten mit diesen Rechnern nur sinnvoll, wenn man sich zumindest einen Grundwortschatz an DOS-Befehlen aneignet.

Im Bereich der medizinischen Lern- und Ausbildungssoftware (-> CAI ) existieren generell mehr und qualtitativ hochwertigere Programme für die Apple-Macintosh-Serie als für irgendeine andere Rechnerfamilie.

Auf der anderen Seite ist in den übrigen Anwendungsbereichen das Softwareangebot für IBM-kompatible Rechner kaum zu übertreffen. Obwohl die Standardprogramme der großen Softwarehäuser (MICROSOFT, WORDPERFECT) in der Regel für mehrere "Plattformen" (Betriebssysteme) verfügbar sind, ist das Softwareangebot gerade im medizinischen Bereich für IBM-Kompatible generell besser. -> Abrechnungsprogramme für Arztpraxen laufen derzeit noch zu über 90% auf IBM-kompatiblen Rechnern.


Magnetplattenspeicher

Allgemeine Bezeichnung für einen runden scheibenförmigen ->; Datenträger , auf dem die Daten magnetisch gespiechert werden. Dazu gehören beispielsweise -> Disketten oder -> Festplatten .


Mailbox

Mailboxen dienen dem Austausch von Informationen und Programmen zwischen verschiedenen EDV-Anwendern. Die Mailboxbenutzer kommunizieren mittels Modem, PC und Telefonleitung mit dem Mailboxrechner. Private medizinische Mailboxen haben sich 1993 zu einem Mailboxverbund, dem Mednet, zusammengeschlossen. Ein weltweites, kommerzielles Mailboxsystem ist -> CompuServe ; von diesem System aus hat der Benutzer auch Zugang zu zahlreichen externen medizinschen Informationsanbietern. Das offzielle Mailboxsystem der Telekom heißt -> Telebox 400, diese wird vor allem für die -> Labordatenfernübertragung genutzt.


Makros

Mit einem Makro können in einem Anwendungsprogramm häufig wiederkehrende Folgen von Tastatureingaben oder Befehlen zu einem einzigen Tastendruck bzw. Befehl zusammengefasst werden. Makros werden entweder vom Anwender mittels einer Makrosprache "programmiert", oder sie werden mitels eines Makrorecorders erstellt; hierbei zeichnet der Computer alle Tastendbetätigungen oder Mausbewegungen auf und erstellt somit automatisch das Makroprogramm. Makros werden zum Beispiel in Textverarbeitungsprogrammen eingesetzt, um immer wiederkehrende Floskeln, Tabellen, Formulare etc. mit einem Tastendruck einzufügen.


MALIMET

(Abk. Master List of Medical Indexing Terms), Ist ein -> Thesaurus der -> Literaturdatenbank -> EMBASE , der bis 1990 verwendet wurde. Es handelt sich um ein sog. semikontrolliertes Vokabular, das heißt die Indexierungsfachkräfte hatten bei der Auswahl der Schlüsselwörter völlig freie Hand, lediglich bestimmte Konventionen über Schreibweise, Wortstellung etc. sollten eingehalten werden, und wurden mittels Computerprogrammen überprüft.


Maus

Diese mit einer rollenden Kugel und auf der Oberseite mit bis zu drei Tasten versehene Eingabeinstrument läßt sich auf einer flachen Unterlage hin und her bewegen, wobei ein Pfeil diese Bewegung auf dem Bildschirm mitvollzieht.

In der mechanischen Maus wird dazu die Bewegung einer Kugel über elektronische Bauteile in horizontale und vertikale Signale umgesetzt. Bei der optischen Maus, bei der es keine beweglichen Teile gibt, wird eine Lichtquelle über Linse und Spiegel zu einer Fotozelle übertragen und dabei die rasterartige Unterlage abgefahren.

Mit den Tasten der Maus klickt man dann bestimmte Symbole oder Wörter an und löst somit die gewünschte Programmfunktion aus.

Um mit einer Maus arbeiten zu können, muß das Anwendungsprogramm entsprechend ausgerichtet sein, ein spezielles Betriebsprogramm (Maustreiber) installiert sein, und der Computer einen Mausanschluß (meist die serielle Schnittstelle) besitzen.


MB

Abkürzung für 1 Megabyte (1024 -> kB )


MD

Abk. Mini Disc, -> MD Data Disc


MD-ROM

Abk. Mini Disc - read only memory, -> MD Data Disc


MD Data Disc

(MD=Mini Disc) Neues magneto-optisches Speichermedium von Sony, entspricht der aus dem Audio-Bereich bekannten Mini-Disc (Durchmesser 64mm, also etwas kleiner als eine 3,5-Zoll Diskette). Sie wird seit 1994 auch für die Speicherung von Computerdaten verwendet (Kapazität ca. 140 MB). Es gibt drei Varianten

- MD-ROM: Mit nicht überschreibbaren Datenbereichen

- Recordable MD Data Disc: Die Disc kann mit eigenen Daten beschrieben werden

- Hybrid MD Data Disc: Eine Mischung aus den beiden obengenannten, mit unveränderlichen und wiederbeschreibbaren Datenbereichen


Medical Subject Headings

Siehe -> MeSH .


MEDIKAT

-> Katalogdatenbank , die seit dem Sommer 1992 -> online beim -> Host DIMDI abrufbar ist. Es handelt sich um den Gesamtkatalog der deutschen Zentralbiblothek für Medizin in Köln (ZBM). Dieser enthält nahezu alle seit 1977 erschienenen Monographien, Konferenzberichte, Dissertationen und Habilitationen aus dem gesamten Bereich der Biomedizin, mit Schwerpunkt auf deutschsprachigen und englischsprachigen Titeln. Abstracts sind nicht abrufbar, jedoch wird jede Publikation mit -> MeSH -Begriffen indexiert. Ab 1993 sollen auch Periodica in die Datenbank aufgenommen werden.


Medisoft

Deutscher Anbieter von medizinischer -> Software und -> Datenbanken , Hersteller der Datenbank -> DIAGNOSIS .

Info:Medisoft Ges. für med. Datenbanken; Pf. 90 06 49; Georg-Speyer-Str.42; 60446 Frankfurt; Tel.069/77 43 21; Fax 069/77 23 41


MediStar

-> Abrechnungsprogramm der 1984 gegründeten Firma MediStar Praxiscomputer GmbH. MediStar lag im Juni 1993 in der -> Installationsstatistik mit 4.378 installierten Systemen und einem Marktanteil von 18% auf Platz 1. MediStar ist für alle fachgruppen geeignet. Überdurchschnittlich stark vertreten ist das Programm bei den Gynäkologen, bei denen das Programm einen Marktanteil von 30% besitzt.

Info: MediStar Praxiscomputer GmbH, Karl-Wiechert-Allee 64, 30625 Hannover, Tel. 0511/54 05-00, Fax. 0511/54 05-109


MEDLINE

Bedeutende -> Literaturdatenbank für die gesamte Medizin. Sie enthält die bibliographischen Angaben sowie die Abstracts der wichtigsten wissenschaftlichen Publikationen seit 1966. Die -> Datenbasis von MEDLINE entspricht inhaltlich dem (gedruckten) Index Medicus. Sie wird an der National Library of Medicine in Bethesda/USA zusammengestellt und von verschiedenen Anbietern als -> Datenbank auf CD-ROM vertrieben oder von Datenbanken-Hosts als -> online -Datenbank angeboten.

Hersteller, die MEDLINE auf CD-ROM mit jeweils unterschiedlichen -> Retrievalsystemen anbieten sind z.B. SilverPlatter (Retrievalsystem: SPIRS), Aries/Nova Idea (Retrievalsystem: Knowledge-Finder) oder CD-Plus (Retrievalsystem: OVID).

-> Hosts , die MEDLINE aufliegen haben, sind u.a. -> DIMDI , STN, DataStar, u.a.

Um gewünschte Artikel zu einem Thema aufzufinden, bedient sich der Anwender des -> MeSH . In diesem MEDLINE-spezifischen -> Thesaurus sind die Schlagworte, mit denen die Artikel indexiert wurden, hierarchisch aufgelistet.


Mehrplatzsystem

-> EDV -Anlage, die von mehreren Bildschrimarbeitsplätzen aus, z.B. von je einem Arbeitsplatz in der Anmeldung, im Sprechzimmer und im Behandlungsraum, bedient werden kann.

Mehrplatzsysteme können technisch gesehen nach dem -> Terminal -Host-Prinzip (mit einem zentralen "Hostrechner" und mehreren angeschlossenen "dummen" -> Terminals ) funktionieren, oder aus einem -> Netzwerk mehrerer PCs bestehen. In beiden Fällen sind spezielle -> Betriebssysteme erforderlich, um die Arbeit an verschiedenen Arbeitsplätzen zu ermöglichen. (Beispielsweise -> Unix für das Terminal-Host-Prinzip oder -> Novell für das Netzwerk).


Menü

Die Menütechnik ist eine Form der Benutzerführung. Der EDV-Anwender erhält mehrere Befehlsmöglichkeiten zur Auswahl angeboten, aus denen er sich die gewünschte Option herauspickt - entweder durch Drücken einer vom Programm vorgegebenen Taste, oder durch Anklicken mit der Maus.

Eine Menüsteuerung hat den Vorteil, daß keine Kommandos oder Tastaturkürzel auswendig gelernt werden müssen. Der Nachteil ist die bisweilen langsamere Bedienung im Vergleich zur reinen Kürzelsteuerung. Aus diesem Grunde bieten viele Arztprogramme eine Kombination von beidem an.


MeSH

(Medical Subject Headings) Übliche Kurzbezeichnung für den -> Thesaurus der -> Datenbank -> MEDLINE . Er ist gedruckt erhältlich, aber auch -> online abrufbar.


MFC

Abk. Multifunktionale Chipkarte

Bei der MFC handelt es sich um eine in Deutschland noch nicht eingeführte -> Chipkarte , die Informationen aus völlig verschiedenen Anwendungen speichert. Beispielsweise könnte eine MFC als kombinierte Eurocheckkarte, Telefonkarte und medizinische -> Patientenkarte verwendet werden, und darüber hinaus als elektronischer Wohnungs- und Autoschlüssel sowie als Fahrkarte für Bus und Bahn dienen.. Durch die Vereinigung verschiedener Anwendungen auf eine einzige Karte würde der Anwender von der "Karteninflation" in seiner Brieftasche erlöst werden. Obwohl die Realisierung einer solchen MFC technisch gesehen kein Problem wäre, und Mißbrauch durch die Einschaltung eines Mikroprozesssors auf der Karte (-> Smart -Card) und die Vergabe einer -> PIN weitgehend ausgeschlossen werden kann, bestehen doch erhebliche datenschutzrechtliche Bedenken. Darüberhinaus müssen sich die Kartenanbieter aus verschiedenen Bereichen zunächst auf einen MFC-Standard einigen.


MFR-Feld

Kurzbezeichnung für das -> Datenfeld für den Versichertenstatus (M=Mitglied, F=Familienangehöriger, R=Rentner) eines Patienten. Das Datenfeld ist Teil eines -> Datensatzes einer (Patienten-) -> Datenbank . Diese Datenbank wiederum kann beispielsweise Teil eines -> Abrechnungsprogramms sein.


MHz

(Megahertz) Einheit, in der die Taktfrequenz eines Mikroprozessors angegeben wird (1 Hz = 1 Schwingung pro Sekunde)


Microsoft

Weltweit größte und wichtigster Hersteller von -> Betriebssystemen und Anwendungs- -> Software für Mikrocomputer. Produkte z.B. -> MS -DOS, -> Windows , Word, Excel, uvm.

Info: Microsoft Infoservice; Edisonstr. 1; 85713 Unterschleißheim


Mikrochip

siehe -> Chip .


Mikrocomputer

Je nach Leistung und Baugröße werden Computer in die Klassen -> Mikrocomputer , -> Minicomputer und -> Großrechner unterteilt. In der Arztpraxis werden vorwiegend Mikrocomputer eingesetzt, nur in sehr großen Gemeinschaftspraxen oder Instituten ist der Einsatz eines Minicomputers sinnvoll.


Mikroprozessor

Ein Mikroprozessor ist eine ultracompakte -> CPU (central processing unit) eines Computers. Er wurde 1971 von Marcian E. Hoff, Jr., einem Ingenieur bei der Firma -> Intel , im Zuge des allgemeinen Trends zur Miniaturisierung, entwickelt. Mitte der 80er Jahre war es gelungen, 275,000 logische Computerelemente auf einem 0,5mm dicken Siliconträger (-> Chip ) mit den Ausmaßen 5mm x 5mm zu integrieren.


Minicomputer

Computer, die Mikrocomputer hinsichtlich der Rechenleistung und auch der räumlichen Ausmaße übertreffen. Sie liegen in der Preisklasse von mehreren Zehntausend DM und sind vor allem für den -> Multi -User-Betrieb nach dem -> Terminal -Host-Prinzip geeignet. Minicomputer werden auch für sehr rechenintensive Aufgaben wie computergestütztes Design (»CAD« oder -> Biocomputing -Aufgaben (z.B. Sequenzhomologiesuche) benutzt.»


Mini Daten Disc

-> MD Data Disc


MO

Magneto-optische Platte; ein optisches, wiederbeschreibbares Speichermedium mit großer Speicherkapazität, aber relativ (zur -> Festplatte ) geringer Zugriffsgeschwindigkeit.


Modem

»ModemModulatorDemodulator« Möchte man die Daten einer EDV-Anlage über das Fernsprechnetz senden, benötigt man diese Zusatzeinrichtung, um die digitalen Signale in analoge Signale (Töne) umzuwandeln. Am anderen Ende der Leitung passiert dasselbe in umgekehrter Richtung. »Das Hauptmerkmal der Modems ist die Übertragungsgeschwindigkeit. 14.400 Bit/sec sind heute das maximal Mögliche. Wenn das Modem in der Arztpraxis zur Labordatenübertragung eingesetzt werden soll, sind 2.400 Bit/sec die Minimalanforderung, empfehlenswerter sind Modems mit 9.600 bit/sec. Sogenannte High-Speed-Modems besitzen eine Übertragungsrate von 14.400 Bit/sec oder 19.200 Bit/sec, (oder auch noch mehr), und sind empfehlenswert, wenn -> Mailboxen genutzt werden sollen.

Modems gibt es als externe Zusatzgeräte für den PC, die über die serielle Schnittstelle an den Rechner angeschlossen werden, oder als interne -> Steckkarte für die -> Hauptplatine .


Modul

In sich abgeschlossener Bestandteil eines Programms (Software-Modul) oder auch der Hardware (Hardware-Modul). Modular aufgebaute Soft- oder Hardware erlaubt die Erweiterung des Leistungsspektrums des Computers nach dem Baukastenprinzip. Beispiele für Softwaremodule sind das -> KBV -Prüfmodul oder die -> Facharztmodule verschiedener Praxis-EDV-Hersteller.


MPC

Abk. Multimedia-PC. Ein MPC ist ein handelsüblicher -> IBM -Kompatibler, der mit einer Soundkarte und einem -> CD-ROM -Laufwerk aufgerüstet wurde.


MPRII

Das schwedische Strahlenschutzinstitut (SSI) und der Meß- und Prüfrat (MPR) entwickelten 1987 die MPRI-Norm, die auch als SSI-Norm bekannt ist. 1990 verschärfte der schwedische Meß- und Prüfrat diese Richtlinien noch einmal mit der MPRII-Norm. An dieser Norm orientiert sich zur Zeit in Deutsch-land der TÜV Rheinland bei der Vergabe seines TÜV-Zeichens für Monitore.

Die Erfüllung dieser Norm garantiert ein Minimum an elektromagnetischer Strahlenbelastung für den Benutzer.

Die einfache Bezeichnung »strahlungsarm


MS DOS

(Microsoft Disk Operating System) Das in der PC-Welt am weitesten verbreitete Betriebssystem wurde zu Beginn der 80er Jahre von der Firma Microsoft entwickelt.

Die bisher verfügbaren Versionen ermöglichen weder den -> Multitasking -Betrieb, noch den Multi-Userbetrieb, bei dem weitere Arbeitsplätze unterstützt werden. Es handelt sich also bei MS DOS um ein typische Einplatz-Betriebsssystem (single-user/single-tasking).


Multifunktionale Chipkarte

Abk. -> MFC (siehe dort)


Multitasking

Als Multitasking bezeichnet man die Fähigkeit einiger -> Betriebssysteme , eine gleichzeitige Bearbeitung verschiedener -> Programme (»Tasks« erlauben. Multitaskingfähig sind z.B. die Betriebssysteme -> UNIX oder -> OS /2. Nicht-Multitaskingfähige Betriebssysteme werden als -> Single -Tasking-Betriebssystem bezeichnet (MS-DOS u.a.).»


Multi-User-Betriebssystem

Mehrplatzsysteme nach dem -> Terminal -Host-Prinzip benötigen Multi-User-Betriebssysteme (z.B. Unix), die die Arbeit mehrerer Anwender an einem Rechner ermöglichen.


MUMPS

Abk. Massachusetts General Hospital Utility Multi Programming System. MUMPS ist ein generell relativ wenig verbreitetes Betriebssystem mit integrierter -> Programmiersprache und Datenbankfunktionen (-> Datenbank ), welches aber speziell für medizinische Anwendungen entwickelt wurde, Es findet daher verwendung in medizinischen Ausbildungsprogrammen (-> CAI ) oder auch in -> Abrechnungsprogrammen : In den "Top Twenty" der -> Installationsstatistik taucht es zweimal auf, und zwar bei dem Programm »EVAONmed


Münchener Modell

Vom Marktführer der -> Abrechnungsprogramme -> MediStar und dem Münchener Medizingerätehersteller Customed entwickelte, einheitliche -> Schnittstelle , die die Anbindung mehrerer Medizingeräte an die Praxis-EDV ermöglichen soll.



N


Nachtprogramm

Syn. Bildschirmschoner, -> Screensaver


Nadeldrucker

Bei dieser Art von Drucker (Matrixdrucker) wird der Buchstabe aus Einzelpunkten zusammengesetzt. Das besorgen winzige elektromagnetisch gesteuerte Nadeln (zwischen neun und 48), die über ein Farbband auf das Papier schlagen. Prinzipiell gilt: je mehr Nadeln, um so besser das Schriftbild. Mit dieser Technik können verschiedene Schriftarten und durch doppeltes, versetztes Drucken zusätzlich noch ein Schönschrifteffekt erzielt werden. In puncto Lautstärke muß man beim Nadeldrucker etwas nachsichtig sein, aber durch akzeptable Geschwindigkeit und die Fähigkeit, Durchschläge zu machen, ist er der am häufigsten anzutreffende Druckertyp in den Arztpraxen.


Netzwerk

(engl. computer-network) Unter einem Netzwerk versteht man einen Verbund von Computern. Ein Computernetzwerk entsteht grundsätzlich immer dann, wenn mehreren Computern die Gelegenheit gegeben wird, untereinander Daten auszutauschen. Die miteinander verbundenen Computer können in ein und demselben Gebäude stehen (local area network, -> LAN ), es können aber auch weltweite Verbindungen geknüpft werden (wide area network, -> WAN , oder auch global area network, GAN). Ein globales Netzwerk ist beispielsweise das -> Internet , welches Forschungsinstitute aus aller Welt miteinander verbindet. Ein lokales Netzwerk findet sich meist in Arztpraxen.

Auch auf welche Weise der Datenaustausch im Einzelnen physikalisch realisiert wird, kann je nach Computernetz sehr verschieden aussehen. Die Computer können beispielsweise über Kabel verbunden werden (z.B. in einem LAN über ein Koaxialkabel, in einem WAN über von der Post gemietete Glasfaser-Standleitungen), können aber auch Daten über Amateurfunkfrequenzen austauschen ("packet radio"). Die Computer können ständig miteinander in Verbindung stehen, wie das beispielsweise in einem LAN oder im Internet zwischen den Computern der Universitäten und Forschungseinrichtungen der Fall ist ("Online-Netz", vgl. -> Online ), sie können aber auch lediglich einmal täglich für einige Sekunden miteinander in Kontakt treten und sich gegenseitig die neuesten Informationen "zuspielen"; letzteres wird auch als "offline-Netz" bezeichnet (vgl. -> Offline ), und findet Anwendung in privaten Mailboxnetzen, z.B. im -> FidoNet .

Die einzelnen Computer in einem Netzwerk werden oft auch Knoten (nodes) genannt. In einem Netzwerk können prinzipiell Computer verschiedenster Bauweise und Leistungsfähigkeit miteinander kommunizieren; als Knoten im -> Internet finden sich beispielsweise Großrechenanlagen ebenso wie Personalcomputer. Entscheidend ist lediglich, daß alle Knotenrechner dieselben Vereinbarungen über den technischen und algorithmischen Ablauf des Datenaustauschs beherrschen, sich also hinsichtlich des verwendeten Zeichencodes, der Betriebsart, Übertragungungsgeschwindigkeit, Fehlerkorrektur usw. einig sind. Diese Konventionen der Übertragungsprozedur werden im Kommunikationsprotokoll (kurz: Protokoll) festgelegt. Jeder, der mit seinem Computer mit einem Computernetzwerk in Verbindung treten will, muß zunächst sicherstellen, daß seine Software das jeweils geforderte Protokoll beherrscht.

In einem klassischen Netzwerk unterstehen meist mehrere weniger leistungsfähige Rechner (-> Clients ) einem Hauptrechner (-> Server , -> Fileserver ). Es gibt aber auch sogenannte peer-to-peer-Netze, bei denen alle am Netz beteiligten Rechner in etwa die gleiche Rechnerleistung besitzen und untereinander "gleichberechtigt" sind. Um ein Netzwerk aufzubauen, benötigt man Netzwerkkarten, über die die Rechner ans Netz angeschlossen werden, und ein netzwerkfähiges -> Betriebssystem . Marktführer auf dem Gebiet der Netzwerksoftware ist -> Novell . Das Netzwerk ist also ein Mehrplatzsystem, bei dem an jedem Arbeitsplatz ein "intelligenter" PC arbeitet. Ein solcher Rechnerverbund ist nicht zu verwechseln mit Mehrplatzsystemen, die nach dem -> & #187;Terminal-Host«Prinzip aufgebaut sind, und bei denen an einen zentralen Rechner, der als einziger mit einem Mikroprozessor ausgestattet ist, "dumme" Terminals (Terminal = Tastatur + Bildschirm) angeschlossen sind.»Der Fileserver muß sehr leistungsfähig sein: Mindestanforderung ist ein 80386er PC, besser einer vom Typ 80486. Als Netzwerkbetriebssysteme kommen Novell DOS, UNIX oder Windows for workgroups (peer-to-peer) bzw. Windows NT zum Einsatz.

Die PCs an den Arbeitsplätzen brauchen keine eigene Festplatte zu besitzen ("diskless workstations"), dadurch werden Kosten gespart und - ein kleiner Nebeneffekt- der Rechner im Sprechzimmer wird etwas leiser. Auch hinsichtlich der Rechengeschwindigkeit werden an die Arbeitsplatzrechner geringere Anforderungen gestellt: Hier reicht zur Not ein 80286er.

Ein Netzwerk wird oft auch als -> Mehrplatzsystem bezeichnet. Es gibt allerdings auch Mehrplatzsysteme, die nicht aus einem Netzwerk von Computern bestehen, sondern die aus einem Rechner (-> Host ) und mehreren daran gekoppelten BBildschirmen mit Tastatur (-> Terminals ) bestehen. Dies bezeichnet man nicht als Netzwerk, sondern als -> Terminal -Host-System.


Node

(engl. für Knoten) Als Node bezeichnet man gewöhnlich einen einzelnen Computer in einem -> Netzwerk von mehreren Computern.


Notebook

Kleiner, tragbarer Rechner mit einem Gewicht von ca. zwei bis drei Kilogramm und einer Größe im Format DIN A4. Möglicherweise auch für die Praxis-EDV als »Hausbesuchsrechner


Notepad

(auch Pencomputer oder Pentop genannt) Transportabler Computer mit Handschriftenerkennung, also eine Art "intelligentes Notizbuch".


Novell

Marktführer bei Betriebssystemen für -> Netzwerke , auch im Arztcomputerbereich führend. Novell ist das -> Betriebssystem des -> Fileservers , die Arbeitsplatzrechner arbeiten meist unter -> MS DOS.



O


objekt-orientierte Programmiersprache

abgekürzt OOP. Familie von -> Programmiersprachen , die dem Programmierer spezielle Funktionen wie "Vererbung" u.a. zur Verfügung stellt, und somit ein ein hohes Maß an Modularität erlaubt. Klassischer Vertreter ist die Sprache -> C ++.


OC

Abk. optical card. Kurzbezeichnung für eine Optical Memory Card (-> OMC ), siehe -> Lasercard .


OCR

Abk. optical character recognition

Verfahren zur automatischen Erkennung von Schriftzeichen sowie deren Einlesen in einen Computer. Mittels eines -> Scanners und der entsprechenden OCR-Software kann heute nahezu jede beliebige Maschinenschrift automatisch eingelesen werden. Meistens muß die OCR-Software auf die einzulesende Schrift "trainiert" werden.

Darüber hinaus gibt es speziell genormte Schriften, etwa die aus dem Bankverjkehr bekannte OCR-A-Schrift, die das automatische Einlesen erleichtern.


offline

Allgemein: Ein Gerät ist nicht an eine Zentraleinheit angeschlossen. offline-Datenübertragung zwischen zwei Rechnern bedeutet, daß der Austausch von Daten nicht -> online realisiert wird, d.h. also etwa durch den Transport von Datenträgern (Disketten o.ä.), ->; Datenträger austausch. Ein offline-Datenaustausch findet beispielsweise zwischen Arzt und KV statt, wenn der Arzt seinen Abrechnungsdatenträger (-> ADT ) an die KV schickt (-> ADT -Austausch).


offline-Datenbank

Im Gegensatz zur -> online -Datenbank, bei der die Daten einer -> Datenbank (etwa -> MEDLINE ) von einem entfernten Computer via Datenleitung abgefragt werden müssen, liegen offline-Datenbanken dem Benutzer auf -> CD-ROM oder -> Diskette vor.


OMC

Abk. optical memory card.

Syn.: -> Lasercard , optische Speicherkarte


online

Verzögerungsfreie Datenübertragung bzw. Verarbeitung. "Online" bezeichnet auch die Art des Zugangs zu einer Datenbank (-> online -Datenbank).


online-Datenbank

Bezeichnung für eine -> Datenbank , die vom Anwender typischerweise über Telekommunikationseinrichtungen (Telefon, Datex-Netz) oder Computernetze abgefragt werden kann (-> Datenfernübertragung ). Online-Datenbanken werden von einem -> Datenbanken -Host (meist gebührenpflichtig) angeboten; ein solcher medizinisch wichtiger Host ist beispielsweise -> DIMDI . Eine Alternative stellt die -> offline -Datenbank auf -> CD-ROM oder -> Diskette dar.


OOP

Abk. für -> objekt -orientierte Programmiersprache


OPAC

Abk. online public accessible catalog. -> Katalogdatenbank einer Bibliothek, die -> online und öffentlich zugänglich ist. Auch diverse deutsche Universitätsbibliotheken verfügen über OPACs, etwa Erlangen ("ELIS", -> telnet 131.188.1.43), Heidelberg ("Heidi", telnet 129.206.98.101. Eingabe "Dial VTAM", "CICSUB", -> Password "HEIDI"), Konstanz ("Koala", telnet 134.34.3.5 775) u.a.


optische Speicherkarte

Syn.: optical memory card (OMC), -> Lasercard


Betriebssystem von IBM für Mikrocomputer. Ist als Nachfolger von MS DOS geplant worden und bietet entsprechend mehr Möglichkeiten, stellt jedoch auch größere Anforderungen an die Hardware. OS/2 gestattet den gleichzeitigen Ablauf mehrerer Programme an einem Arbeitsplatz (Multitasking). Dadurch können zeitintensive Vorgänge wie das Erstellen einer Statistik oder der Abrechnung im Hintergrund laufen, während man im Vordergrund z.B. einen Brief bearbeitet. Programme aus der MS DOS Welt sind in einer sogenannten DOS Box weiter lauffähig.



P


PACS

Abk. Picture Archiving and Communication Systems

Oberbegriff für medizinische Informationssysteme, die der Übertragung, Speicherung und dem -> Retrieval von Bildern (insbesondere radiologischen Aufnahmen) nebst alphanumerischer Information (Befunde usw.) dienen. Zum PACS zählt man zum Beispiel Geräte zur -> Digitalisierung von konventionellen Röntgenaufnahmen (Digitizer), ->; Datenträger zur Speicherung der digitalen Daten, zum Beispiel -> WORM -Medien, sowie Computernetze und Datenleitungen zur Übertragung der digitalen Bilder zwischen den Abteilungen eines großen Klinikums (via -> LAN ) oder zwischen verschiedenen Krankenhäusern (z.B. via -> ISDN ). Auch die -> Röntgencard , eine scheckkartengroße -> Lasercard zur Speicherung von Röntgenbildern beim Patienten, kann als Teil eines PACS verstanden werden.


PAD

1. Abk. "Privatabrechnung auf Diskette", siehe -> PAD -Schnittstelle

2. Abk. Packet-Assembly-Disassembly: Computer, der bei der sogenannten "paketvermittelten" -> Datenfernübertragung die Datenpakte ein- und auspackt.


PAD-Schnittstelle

Syn.: PVS-Schnittstelle

Abkürzung aus dem Bereich der Praxis-EDV: PAD steht für "Privatabrechnung auf Diskette"; gemeint ist die -> Schnittstelle zwischen Arzt und privatärztlicher Verrechnungsstelle (PVS). Hat ein Abrechnungsprogramm eine PAD-Schnittstelle integriert, so entfällt das manuelle Ausfüllen der Abrechnungsformulare; stattdessen können die Abrechnungsdaten der privatärztlichen Verrechnungsstelle auf Diskette geliefert werden. Die PAD-Schnittstelle leistete also zwischen Arzt und PVS das, was die ADT-Schnittstelle zwischen Arzt und KV leistet.


parallele Schnittstelle.

(Centronics) Über parallele -> Schnittstellen sind meist Ausgabegeräte - wie der Drucker - an den Rechner angeschlossen. Die Übertragung erfolgt schneller als bei der seriellen Schnittstelle (-> Schnittstelle , serielle), kann aber störungsfrei nur über einige Meter erfolgen. Der Geschwindigkeitsvorteil entsteht dadurch, daß die Daten bei der parallelen Schnittstelle zugleich über mehrere Datenleitungen transportiert werden.


Paßwort

Persönliches Kennwort, welches der Benutzer als Sicherheitsbarriere eingeben muß, und welches ihn als berechtigten Nutzer (einer -> Software oder eines Computersystems) ausweist. Das Paßwort kann oft vom Benutzer selbst gewählt werden und muß von ihm geheimgehalten werden. Der Arzt ist nach dem -> BDSG zur vertraulichen Behandlung von Patientendaten verpflichtet.; dies bedeutet, daß der Zugang zur Praxis-EDV einer Zugangskontrolle bedarf. Hierbei ist der Schutz der Software durch ein Paßwort ein geeignetes Mittel.


Patientenkarte

-> Chipkarte oder auch -> optische Karte, die medizinische Informationen eines Patienten enthalten, z.B. die -> Röntgencard oder Karten für Diabetiker (-> DiabCard ). Die Patientenkarte ist zu unterscheiden von der -> Versichertenkarte (-> KVK ), die lediglich versicherungstechnische Angaben und keinerlei medizinische Informationen enthält. Bei den medizinischen Daten auf der Patientenkarte kann es sich je nach Zielrichtung des jeweiligen Projektes um Risikofaktoren, anamnestische Daten, Befunde in Text und Bild, Impftermine etc. handeln. Patientenkarten sollen die horizontale (örtliche) sowie vertikale (zeitliche) Dokumentation und Kommunikation zwischen den Ärzten und somit das -> Record Linkage" zum Wohle des Patienten entscheidend verbessern.


Patientenstammdaten

Im Gegensatz zu den -> Bewegtdaten sind die -> Stammdaten des Patienten weitgehend unveränderlich. In der Regel subsumiert man unter den Patientenstammdaten Name und Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Adresse und Kostenträger (Kasse, Kassennummer, Versicherungsnummer, Versichertenstatus).


PC

1. Personal Computer. Gemeint ist meist ein -> IBM -PC bzw. -> IBM -AT oder ein -> IBM -Kompatibler.

2. Im Zusammenhang mit dem Ausdruck "Power-PC": Performance Chip.


PCMCIA-Card

Scheckkartengroße Speicher- oder Erweiterungskarte, deren technische Spezifikation von der "Personal Computer Memory Cards International Association" festgeschrieben wurden. PCMCIA-Karten eignen sich wegen ihrer geringen Ausmaße insbesondere für -> Notebooks und -> Pencomputer ; dieser muß einen PCMCIA- -> Slot besitzen. Angeboten werden im PCMCIA-Format u.a. Netzwerkkarten, Fax/Modemkarten oder Speicherkarten.


PDQ

(Abk. Physician Data Query). -> Volltextdatenbank zur onkologischen Diagnose und Therapie. Diese Krebs-Datenbank enthält hauptsächlich monatlich aktualisierte "state-of-the-art"-Therapiepläne und weitere Krebs-bezogene Informationenen abrufbar sind. Ferner bietet PDQ Protokolle über momentan laufende klinische Versuche ("active/ongoing clinical trials", meist in den USA), bei denen noch Patienten aufgenommen werden können. Außerdem sind 7.700 Therapie-Protokolle von abgeschlossenen Studien einsehbar (allerdings beinhalten diese nur die Studienbedingungen, jedoch nicht die Ergebnisse!). Darüber hinaus sind bei PDQ die Adressen von über 17.000 US-amerikanischen Krebs-Spezialisten, sowie die Anschriften von mehr als 2.000 Organisationen, Krankenhäusern und sonstigen Institutionen aus dem Bereich der Onkologie abrufbar. Europäische Institutionen sind in der Adressendatei nur enthalten, wenn sie an Projekten der EORTC (European Organization for Research and Treatment of Cancer) teilnehmen, und Ärzte nur, wenn sie Mitglieder relevanter US-amerikanischer Ärztegesellschaften sind. PDQ enthält zur Zeit Volltexte über rund achtzig Tumorerkrankungen. Geboten wird nicht nur Primärinformation, sondern die Dokumente beinhalten auch wichtige Literaturhinweise.

Die PDQ-Informationen über verschiedene Tumoren richten sich sowohl an die Fachöffentlichkeit, als auch an den Laien: Es finden sich neben den medizinischen Texten auch allgemeinverständliche Abhandlungen über die verschiedenen Krebstypen, die sich an den Patienten sowie an das nicht-ärztliches Pflegepersonal richten.

PDQ ist in den USA mittlerweile flächendeckend in über 2000 medizinischen Bibliotheken und Zentren direkt zugänglich, und kann von jedem Praxis-Schreibtisch aus -> online bei verschiedenen -> Hosts abgerufen werden. PDQ-Einträge werden außerdem weltweit über das -> Internet verbreitet (-> Cancernet ), und können in den USA sogar per Fax abgerufen werden ("Cancerfax"). In der BRD ist PDQ seit Oktober 1991 über -> DIMDI mit einer deutsch- oder (wahlweise) englischsprachigen Benutzerführung erreichbar.


Pencomputer

Andere Bezeichnung für -> Notepad .


Pentium

-> Mikroprozessor der Firma -> INTEL . Der Pentium wird als Nachfolger des 80486 zuweilen fälschlich auch 80586 oder einfach 586 genannt. Der Pentium verfügt über eine -> Busbreite von 64 Bit.


Peripheriegerät

("Umgebungsgerät"). Alle außerhalb des Gehäuses des Computer-Grundgerätes befindlichen Geräte werden grundsätzlich als Peripheriegeräte (oder einfach als "Peripherie") bezeichnet, also zum Beispiel Monitor, Maus, Tastatur und Drucker (Ein-Ausgabe-Peripherie), -> Magnetplatten - und -> CD-ROM -Laufwerke (Speicherperipherie) sowie -> Modems und -> Router (Steuerperipherie).


personenbezogene Daten

Begriff aus dem -> Datenschutz , der den Mißbrauch "personenbezogener Daten" verhindern soll: Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönliche und sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen und lebenden Person. Beispiele: Anschrift, Geburtsdatum, Familienstand, Diagnosen, Befunde usw.


Pharmazentralnummer

(Abk. PZN) Einheitliches Nummernsystem, nach dem der Handelsname eines Medikamentes, seine Darreichungsform, Packungsgrößeneinheit sowie Packungspreis eindeutig identifiziert werden können.


Physicians Data Query

Siehe -> PDQ .


PIN

Abk. Persönliche Identifikationsnummer

Bei Magnetstreifenkarten, -> Chipkarten oder -> optischen Karten zur Anwendung kommende Geheimnummer, die nur der Kartenbesitzer kennt, und die in den Computer eingegeben werden muß, damit die Karte gelesen oder beschrieben werden kann. Die PIN ist den meisten Benutzern von der Euroscheck-Karte her bekannt.


Pixel

(aus engl. picture element: Bildelemt)

Bildpunkt in einer zweidimensionalen Matrix (d.h. in einem 2D-Bild, zum Beispiel einem digitalisierten Röntgenbild) (vergleiche -> Voxel ).


Portabilität

allg. "Transportierbarkeit"

1. Im Zusammenhang mit -> Software (-> Betriebssysteme , Anwendungsprogramme): Design eines Programmes, welches soweit möglich darauf verzichtet, herstellertypische Eigenschaften eines Computersystems zu nutzen, die diesem Computersystem eigen sind, so daß das Programm durch die Programmierer sehr leicht umgearbeitet werden kann, so daß es auch auf anderen Computern ("Hardwareplattformen") läuft.

1. Im Zusammenhang mit Hardware (Notebooks usw.): Transportierbarkeit im physikalischen Sinne.


Power-PC

?????????????


Präzision

(engl. precision). Neben der -> Ausbeute ist die "Präzision" einer der beiden Parameter, die die Qualität einer Datenbankrecherche angeben. Die Präzision ist umso höher, je mehr gefundene Dokumente relevant sind, bezogen auf die Gesamtanzahl der gefundenen Dokumente. Die Formel lautet also: Präzision = (gefundene relevante Dokumente) / (gefundene Dokumente). Bei optimalem Retrieval ist die Präzision 1, in der Praxis liegt sie jedoch irgendwo zwischen 0 und 1. Beispiel: Angenommen, in einer Literaturdatenbank werden mit dem Suchwort "AIDS" 80 Dokumente gefunden, von denen aber nur 72 im Zusammenhang mit HIV relevant sind. In den acht nicht-relevanten Dokumenten taucht z.B. das Wort AIDS im Zusammenhang mit "hearing-aids" auf, und interessiert den Rechercheur nicht. Die Präzision ist in diesem Fall 72/80 = 0,9.


Praxis-EDV

(vgl. -> EDV ) Mit Praxis-EDV ist zumeist die -> Hardware sowie die -> Software gemeint, die der Arzt in seiner Praxis verwendet. Zumeist handelt es sich bei der Software um reine -> Abrechnungsprogramme .


Programm

Computerprogramme teilen dem Computer die auszuführenden Schritte mit. Programme werden von Programmierern mit Hilfe von -> Programmiersprachen (-> BASIC , -> C , PASCAL u.a.) geschrieben. Vor der Erstellung des eigentlichen Programms steht die Ausarbeitung eines ABlaufplans (-> Algorithmus ).


Programmiersprache

Sprache mit definierter Syntax und Semantik, um ein Computerprogramm zu schreiben. Klassische Programmiersprachen sind z.B. -> BASIC oder -> C . Für den Anwender ist es nicht notwendig, eine Programmiersprache zu erlernen.


programmierte Prüfung

Ganz allgemein versteht man unter "programmierter Prüfung" die automatische EDV-gestützte Überprüfung von eingegeben Daten auf die Einhaltung von Vorschriften hin.

Im spziellen Fall ist mit "programmierter Prüfung" meist die automatische -> Regelwerksprüfung durch das -> Abrechnungsprogramme gemeint. Hierbei werden die eingegebenen Leistungsziffern auf die korrekte Anwendung der Gebührenordnung hin überprüft.


Prologue

-> Multi -User- und -> Multitaskingbetriebssystem , das im Arztcomputerbereich nur vom Marktführer MediStar eingesetzt wird, aber auch außerhalb des Praxis-EDV-Bereichs eine gewisse Verbreitung vor allem in Europa gefunden hat.


Prozessor

Der Prozessor oder die -> CPU ist das rechnende "Herzstück" eines Computers. Der Prozessor ist für die eigentliche Datenverarbeitung im Computer zuständig. Spricht man von Prozessor, so ist meistens ein -> Mikroprozessor gemeint, d.h. ein Prozessor, der auf einer sehr kleinen Fläche sehr viele Bauelemente vereinigt.

Die Taktfrequenz des Prozessor gibt an, in welchem "Rhythmus" der Prozessor arbeitet, d.h., wieviele Impulse er pro Sekunde verarbeiten kann. Die Taktfrequenz wird in Megahertz (-> MHz ) angegeben.

-> IBM -kompatible Computer enthalten Prozessoren des Herstellers -> Intel bzw. Nachbauten anderer Hersteller (Cyrix, AMD); die Chips tragen z.B. die Bezeichnungen 80286, 80386, 80486 oder -> Pentium .

In naher Zukunft werden leistungsfähige Prozessoren mit einer neuen Architektur (sog. RISC-Prozessoren) an Bedeutung gewinnen, etwa der Alpha 21064 von DEC, der Mips R4400SC von Silicon Graphics und insbesondere der 601 -> Power -PC von Apple/Motorola/IBM (PC steht hier nicht für Personal-Computer, sondern für Performance Chip).


Prüfliste

Synonym für -> Tagesprotokoll .


Prüfmodul

-> KBV -Prüfmodul


Prüfnummer

7-stellige Nummer, die einem -> Abrechnungsprogramm beim erfolgreichen Bestehen einer -> Zulassungsprüfung für Abrechnungsprogramme zugeteilt wird. Die Abrechnung vertragsärztlicher Leistungen ist gegenüber der -> KV mittels -> EDV nur dann möglich, wenn die eingesetzte Software von der Prüfstelle bei der -> KBV im Rahmen dieser Zulassungsprüfung zertifiziert ist und eine Prüfnummer bekommen hat (§35 Abs. 1, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994). Zur Zeit besitzen rund 200 Abrechnungsprogramme unterschiedlicher Hersteller eine derartige Zulassung.


PsycAlert

Bei den amerikanischen -> Hosts DIALOG und BRS abrufbare -> Literaturdatenbank , die wöchentlich ergänzt wird. In dieser Datenbank finden sich die aktuellsten Publikationen zu Psychologie und Psychiatrie, die in der Datenbank -> PsycLit noch nicht auftauchen, da sie noch zu neu sind. PsycAlert soll also die "Lücke" zwischen dem Erscheinen der Publikation und deren Auftauchen in -> PsycINFO schließen.


PsycInfo

Andere Bezeichnung (verwendet von -> DIMDI ) für die -> Literaturdatenbank -> PsycLit .


PsycLit

-> Literaturdatenbank für die Gebiete Psychologie, Psychiatrie und Psychosomatik. Entspricht inhaltlich der gedruckten Version Psychological Abstracts.

Die Datenbank ist bei -> SilverPlatter auf -> CD-ROM erhältlich, und wird bei -> DIMDI als -> Online -Datenbank "PsycInfo" angeboten.

Datenbankproduzent: American Psycological Association


PSYNDEX

-> Literaturdatenbank für die Gebiete Psychologie, Psychiatrie und Psychosomatik, wobei PSYNDEX vor allem deutschsprachige Veröffentlichungen enthält. Inhaltlich entspricht die Datenbank dem gedruckt vorliegenden "Psychologischer Index " und der "Bibliographie deutschsprachiger psychologischer Dissertationen". Die Datenbank wird bei -> DIMDI als -> Online -Datenbank angeboten.


Public domain Software

Software, die von ihren Urhebern der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung gestellt wird, nicht zu verwechseln mit -> Shareware .


Pull-down-Menü

Beliebte Form eines -> Menüs , bei dem am oberen Bildschirmrand lediglich die Hauptpunkte des Menüs angezeigt werden. Bei Anwahl eines dieser Hauptpunkte klappt ein Untermenü auf, aus dem dann die weitere Wahl getroffen werden kann


PVS-Schnittstelle

Schnittstelle zur Privatärzlichen Verrechnungsstelle, -> PAD -Schnittstelle


PZN

Abk. für -> Pharmazentralnummer



Q


QMR

Abk. Quick Medical Reference

Bekanntes Programm zur Diagnoseunterstützung, hervorgegangen aus dem amerikanischen -> Expertensystem INTERNIST-1


QMS

Abk. -> Qualitätsring Medizinische Software


Qualitätsring Medizinische Software

(Abk. QMS) Ein Arbeitskreis aus dem Zusammenschluß von KBV, KVen, Praxiscomputer-Anbietern und weiteren im Medizintechnik-Bereich tätigen Firmen. Der Qualitätsring Medizinische Software wurde im Herbst 1992 gegründet und verfolgt das Ziel, die Qualität der EDV-gestützten KV-Abrechnung zu verbessern. 1993 beauftragte der QMS das Darmstädter Institut für Gerätesicherheit EUROSPEC einen Entwurf zu Gütebedingungen und Prüfbestimmungen für Arztabrechnungssysteme (GuP-A) auszuarbeiten. Die darin festgelegten Inhalte legen in Ergänzung zur DIN 66285 ("Informationsverarbeitung Anwendungssoftware .- Gütebedingungen und Prüfbestimmungen") Qualitätsstandards für Arztabrechnungssysteme fest. Die Qualitätsanforderungen richten sich ausschließlich an die -> Software , nicht jedoch an die -> Hardware des Abrechnungssystems. Eine Erfüllung der Anforderungen soll durch die Vergabe des -> RAL -Gütezeichens 901 dokumentiert werden.



R


RAL Gütezeichen 901

Eine Gütezeichen, das von der Gütegemeinschaft Software (GGS) e.V. nach Prüfung eines -> Arzabrechnungssystems vergeben werden soll, und dokumntieren soll, daß das Programm die vom -> Qualtitätsring Medizinische Software geforderten Gütebedingungen und Prüfbestimmungen für Arztabrechnungssysteme (GuP-A) erfüllt.


RAM

Abk. Random Access Memory. Als RAM oder Hauptspeicher wird der Chip bezeichnet, aus dem die -> CPU die Informationen (Programme und Daten) zur Verarbeitung holt bzw. zur temporären Speicherung ablegt.

Die Größe des Hauptspeichers ist eines der Kriterien, um die Leistungsfähigkeit eines Computers zu beurteilen, und wird in Byte angegeben. Üblich sind hier Speichergrößen zwischen 512 Kilo-byte und vier Megabyte, je nach System- und Programmanforderungen. Die meisten Rechner lassen sich bei Bedarf aufrüsten.


Record

1. als Verb von engl. to record: Aufzeichnen von Daten

2. als Substantiv: engl. Bezeichnung für einen -> Datensatz . Im medizinischen Kontext ist meist der Datensatz eines Patienten gemeint, der die Krankendaten enthält.


Record Linkage

(wörtlich "Verbindung von Datensätzen", vgl. -> Datensatz ) Im medizinischen Kontext ist mit "record linkage" das Ziel der Zusammenführung von an verschiedenen Orten und/oder zu verschiedenen Zeiten erhobenen Patientendaten (Untersuchungsbefunde etc.) gemeint. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt findet ein "record linkage" nur sehr unvollständig statt, was insbesondere in Notfallsituationen oft dramatische Folgen hat. Wird beispielsweise ein bewußtloser Patient notfallmäßig eingeliefert, so müssen die Ärzte ohne Kenntnis der Krankengeschichte und Vorbefunde agieren, obwohl diese oft bei irgendeinem anderen Arzt abrufbar wären (=Beispiel für mangelhafte "horizontale" Kommunikation und somit ein unvollständiges örtliches Record-Linkage). Auf der anderen Seite ist auch die Anamneseerhebung bei nicht notfallmäßig eingelieferten Patienten oft sehr schwierig, da - insbesondere bei älteren Patienten - kaum jemand in der Lage ist, die Daten durchgemachter Erkrankungen, Klinikaufenthalte etc. vollständig und präzise wiederzugeben ((=Beispiel für mangelhafte "vertikale" Kommunikation und somit ein unvollständiges zeitliches Record-Linkage). Das Ziel eines optimalen Record-Linkage muß also durch eine Verbesserung der Dokumentation und der Kommunikationsinfrastruktur zwischen den Ärzten erreicht werden. Einen wesntlichen Beitrag zur Verbesserung des "Record-Linkage" können die -> Patientenkarten darstellen, auf denen medizinische Daten des Patienten lebenslang gespeichert sind, und die der Patient immer mit sich herumträgt.


Regelprüfung

Gemeint ist meist die Prüfung der korrekten Anwendung der Abrechnungsziffern für Ärzte mittels EDV; -> Regelwerksprüfung .


Regelwerk

Im Zusammenhang mit -> Abrechnungsprogrammen ist das Regelwerk eine elektronisch gespeicherte Zusammenstellung von allen Vorschriften über die korrekte Anwendung von Abrechnungsziffern. Diese Vorschriften besagen zum Beispiel, welche Ziffern zusammen abgerechnet werden dürfen, und welche sich gegenseitig ausschließen. Das interne Regelwerk zieht das Programm zur automatischen -> Regelwerksprüfung heran, in der festgestellt wird, ob die vom Arzt eingegebenen Leistungsziffern den Vorschriften entsprechen.


Regelwerksprüfung

(auch GNR-Regelprüfung genannt). Automatische, EDV-gestützte Überprüfung der angegebenen Leistungsziffern auf Einhaltung der Bestimmungen der Gebührenordnung (beispielsweise dürfen manche Ziffern nicht zusammen abgerechnet werden, sog. Ausschlußziffern). -> Abrechnungsprogramme können die Abrechnungsdaten meist durch ein integriertes -> Regelwerk auf die korrekte Anwendung der Gebührenordnung hin überprüfen (-> programmierte Prüfung).

Die Regelwerksprüfung kann prinzipiell während der patientenbezogenen Erfassung von Gebührennummern erfolgen (im Dialog), oder im Rahmen eines seperaten Prüflaufs vor der endgültigen Erstellung der Abrechnungsdatei. In letzterem Falle wird eine Fehlerprotokoll-Datei erstellt. Von der KBV zugelassen werden nur Abrechnungsprogramme, die lediglich Fehlermeldungen ausgeben; das automatische Eliminieren oder der Austausch von fehlerhaften Ziffern durch das Abrechnungsprogramm ist prinzipiell nicht erlaubt.


relationales Datenbanksystem

Spezielles -> Datenbankmanagementsystem : Ein relationales Datenbanksystem heißt so, weil man Beziehungen (Relationen) zwischen Objekten sehr einfach formulieren und ausgeben lassen kann. Will man zum Beispiel in einer -> Datenbank alle Informationen zu einer klinischen Untersuchung eines Patienten abspeichern, so gibt man gewöhnlich mehrere ganz verschiedene Entitäten ein: Zum Beispiel einerseits die -> Stammdaten des Patienten (Adresse usw.) sowie andererseits die Befundungsergebnisse. In einem nichtrelationalen Datenbanksystem müßte man nun alle Daten in einen einzigen -> Datensatz eingeben. Würde man nun denselben Patienten erneut untersuchen, müßte man in einem neuen Datensatz neben den Befundungsergebnissen auch nocheinmal die gesamten Stammdaten des Patienten eingeben, selbst wenn sie sich nicht geändert haben. Im relationalen Datenbankmodell operiert man hingegen mit verschiedenen Dateien: In jeder sind die Daten zu genau einer Entität gespeichert (eine Datei für die Patientenstammdaten, eine für Untersuchungsergebnisse, eine für die Therapie, usw.). Kommt der Patient jetzt ein zweites Mal zur Untersuchung, so gibt man das Untersuchungsergebnis in die entsprechende Datei ein, und verweist im übrigen auf den Eintrag in der Stammdatendatei, der die Adresse etc. des Patienten enthält. Man stellt hier also die Beziehung (Relation) zwischen verschiedenen Dateien her. Ein relationales Datenbankmanagementsystem ist z.B. dBaseIV.


resident

-> Anwendungsprogramme , Teile des -> Betriebssystems und andere Daten, die beim Start des Computers (oder später) in das -> RAM geschrieben werden, und dort während des gesamten Systemlaufs (auch während der Abarbeitung eines anderen Anwendungsprogramms) verweilen, werden als resident bezeichnet. Ein residentes Programm "wartet" sozusagen im Hintergrund auf seinen Einsatz, und kann dann 8Zum Beispiel durch das drücken einer bestimmten Tastenkombination durch den Anwender) sofort ohne zeitaufwendiges Nachladen von Magnetplatte gestartet werden. Ein typisches residentes Anwendungsprogramm wäre etwa ein -> Screensaver . Nachteilig bei residenten Programmen ist insbesondere die Tatsache, daß sie Teile des RAM dauerhaft belegen, selbst wenn sie nicht gebraucht werden.


Retrieval

Wiederauffinden von Daten (in einer -> Datenbank ).

@Stichwort@Retrievalsprache

Durch das -> Retrievalsystem zur Verfügung gestellte Dialogsprache, mit der der Anwender dem Retrievalsystem mitteilt, welche Informationen in einer -> Datenbank gefunden werden sollen. Beispiel: -> GRIPS


Retrievalsystem

Software zum Wiederauffinden von Information in einer Datenbank. Die Benutzerschnittstelle wird durch die Retrievalsprache gebildet. Retrievalsysteme sind z.B. SPIRS (SilverPlatter-CD-ROMs), Knowledge-Finder (Aries/Nova Idea) und OVID (-> CD -Plus).


RISC

Abk. reduced instruction set chip (????)

Antonym: -> CISC

-> Prozessor mit einem sehr einfachen Maschinenbefehlssatz, der wesentlich schneller arbeitete, als ein herkömmlicher Prozessor nach CISC-Bauart. Moderne und leistungsfähige Prozessoren, wie der -> Power -PC, sind nach dem RISC-Prinzip konstruiert.


Röntgencard

Eine scheckkartengroße -> Lasercard , die zum Abspeichern der Röntgenbilder und -befunde eines Patienten herangezogen wird. Die Aufnahmen werden beim Radiologen mittels eines Digitalisierungssystems über eine CCD-Kamera eingescannt, mittels eines Schreibgerätes auf die Karte abgespeichert, und dem Patienten mitgegeben. Später können die Daten, etwa an dem mit einem Lesegerät ausgestatteten PC des Hausarztes, wieder sichtbar gemacht werden.

Die Röntgencard wurde in einem von der Landesregierung Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekt in Zusammenarbeit zwischen der Freiburger Firma VISIT und der Abt. Röntgendiagnostik der Universitätsklinik Freiburg entwickelt. Damit ist ein primär patientenorientierter Weg zur Archivierung von relevanten Röntgenbildern beschritten worden. Neben den Röntgenbildern und dem abgespeicherten Klartextbefund des Radiologen wird auch die bei der jeweiligen Untersuchung entstandene Strahlenexposition abgespeichert.

Insgesamt verfolgt die Röntgencard folgende Ziele:

eine patientengebundene Archivierung von Röntgenbildern

die Verbesserung der Kommunikation zwischen Radiologen oder anderen radiologisch tätigen Ärzten und den behandelnden Haus- und Fachärzten

für die Patienten die Eröffnung der Möglichkeit, seine Befunde mit dem Arzt seines Vertrauens noch einmal in Ruhe zu besprechen

Zusätzlich soll

eine gleichzeitige exakte Kennntnis der durch die Untersuchung applizierten Strahlenexposition die Diskussion versachlichen

eine Unterstützung und Verbesserung des Arzt-Patienten-Gesprächs nicht nur im Bereich der diagnostischen Medizin, sondern auch im Bereich der Therapie erreicht werden.

Hinsichtlich der technischen Realisierung dieser mehrfachen Aufgaben war es notwendig, eine -> Datenkompression der Röntgenbilder durchzuführen. Aufgrund der reduzierten Speicherkapazität der Karte von wenig mehr als 4 MB wurde eine verlustbehaftete Datenkompression auf dem Standard der ISA/CCITT Kommission als JPEG-Standard (Joint Photographic Expert Group) bezeichnet, ausgewählt. Die Kompressionsfaktoren liegen im Bereich zwischen 1:5 und 1:10.

Die Datenkompression und Digitalisierung sowie die Übertragung der Daten auf die optische Karte dauert insgesamt bis maximal 2 Minuten. Die Monitordarstellung von auf der Röntgenkarte gespeicherten Röntgenaufnahmen kann zum einen in einem Übersichtsbild mit einer Auflösung von 400 x 400 Bildpunkten erfolgen. Zusätzlich kann von interessierenden Details des Bildes (ROI's: regions of interest) eine Lupenvergrößerung angefertigt werden. Die Auflösung von 650 x 650 Punkten entspricht hierfür bis zu 2,5 Linienpaaren pro Millimeter.

Für Aufnahmen aus den digitalen Aufnahmemedien, insbesondere Computertomographie und Kernspintomographie, werden die großformatigen Laserfilme insgesamt eingelesen. Das entscheidende Bild oder die entscheidenden Bilder können getrennt als Lupenbilder zusätzlich abgelegt werden und zeigen in der Monitor-Bildqualität keine Einschränkung gegenüber der Original-Laserimager-Aufnahme. Der Befund wird über eine Telefax-Datenleitung in das System eingegeben. Eine Zuordnung von Bild und Befund erfolgt automatisch anhand von Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Patienten zu den Untersuchungen des gleichen Tages.

Um Bilder und Befunde von der Röntgenkarte ausschließlich lesen zu können (z.B. beim Hausarzt), genügt ein kleiner Zusatz zu einem normalen Praxis-PC.

Die Bildqualität der von der Karte abgerufenen Röntgenaufnahmen ist ausreichend für jede Befunddarstellung (jedoch nicht für eine Neubefundung); eine weiterführende oder andere Diagnostik kann anhand dieser Bild-Befundeinheit zusammen mit dem klinischen Befund initiiert werden.

Die Dokumentation der Strahlenexposition sowohl für die Einzeluntersuchung als auch die Berechnung der kumulativen Personendosis in Relation zu den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Höchstwerten bei beruflich Strahlenexponierten sollte die Möglichkeit bieten, die Diskussion über die Notwendigkeit von Röntgenuntersuchungen etwas zu versachlichen. Sollte es sich im Rahmen von Verlaufsuntersuchungen herauskristallisierunen, daß die Originalunterlagen benötigt werden, so ist es durch die lückenlose Erfassung der Röntgenuntersuchungen des Patienten möglich, den jeweiligen Arzt, der die Aufnahmen angefertigt hat, zu identifizieren.

Originalaufnahmen könnten von diesem in digitaler Form über das -> ISDN -Netz direkt übermittelt oder konventionell per Post zugeschickt werden. Der digitale Weg über das ISDN-Postnetz kann die eventuell verlustbehafteten oder zumindest zeitintensive Bildsuche und Übermittlung auf konventionellen Wegen einsparen.


ROM

(read only memory) Festwertspeicher, der nur gelesen, aber nicht überschrieben werden kann. Dient zur dauerhaften Aufnahme von Daten. Im ROM ist beispielsweise das -> BIOS gespeichert.

Ein ROM-Chip behält im Gegensatz zum RAM-Chip seine Daten auch ohne Stromversorgung.


Router

-> Peripheriegerät in einem -> Computernetzwerk , dient der Weiterleitung von Informationspaketen ???????????????????



S


SAA-Standard

(systems application architecture) Von IBM entwickelter Standard, der unter anderem die Gestaltung von -> Benutzeroberflächen vorschreibt. Charakteristisch ist die Leiste am oberen Bildschirmrand, in der wichtige Befehlsgruppen zusammengefaßt sind (-> Pull -Down-Menü).


Scanner

-> Digitizer zur -> Digitalisierung von ausgedrucktem Text und Grafik. Ein Scanner ähnelt äußerlich einem kleinen Kopiergerät. Er tastet punktweise mittels eines Sensors Schriftstücke mit Text oder Grafik ab, um sie dann als -> digitales Bitmuster zu speichern. Die so eingelesenen Bilder können jetzt weiter verarbeitet werden. Texte müssen dagegen erst von einer Software identifiziert, also in Buchstaben und Zeichen umgesetzt werden. Programme zur optischen Zeichenerkennung sind unter dem Namen -> OCR -Software (Optical Character Recognition) bekannt.


Schlüsselkarte

(Syn. Keycard, Berechtigungskarte, Zugangskarte) -> Chipkarte , die den Kartenbesitzer als Zugangsberechtigten für den Abruf von nicht öffentlich zugänglichen Informationen ausweist. Im Gesundheitswesen wird daran gedacht, die Angehörigen der Gesundheitsberufe mittels einer ihnen auszuhändigen Schlüsselkarte den Abruf von Informationen von einer -> Patientenkarte zu autorisieren. Der Kartenbesitzer wäre also zum Beispiel ein Arzt, eine Krankenschwester oder ein Apotheker. Denkbar ist es, die Zugangsberechtigung zu staffeln, so daß der Kartenbesitzer jeweils nur die für ihn bestimmten Daten abrufen darf (z.B. der Apotheker die Daten auf der Patientenkarte, die sich auf die Pharmakotherapie beziehen).


Schnittstelle

(engl. interface) Allgemein: Übergang zwischen zwei Systemen zum Informationsaustausch. Nach DIN 44300 "gedachter oder tatsächlicher Übergang an der Grenze zwischen zwei gleichartigen Einheiten, wie Funktionseinheiten, Baueinheiten oder Programmbausteinen, mit den vereinbarten Regeln für die Übergabe von Daten oder Signalen."

Schnittstellen können also sowohl zwischen Software, als auch zwischen Hardwarekomponenten geschaffen werden.

Hat ein Arztprogramm beispielsweise eine Softwareschnittstelle zum Textverarbeitungsprogramm »Word« so bedeutet das, daß Daten zwischen dem Arztprogramm und Word für die Arztbriefschreibung problemlos transferiert werden können.»Eine spezielle Softwareschnittstelle zum Austausch medizinischer Information zwischen verschiedenen -> Abrechnungsprogrammen ist die -> BDT -Schnittstelle. Auch die Spezifikation der -> ADT kann als Schnittstelle zwischen Abrechnungsprogramm des Arztes und der Software der KV aufgefasst werden.

Meist meint man mit "Schnittstelle" allerdings die Hardwareschnittstellen an der Rückseite des Mikrocomputers (-> Schnittstelle , serielle bzw. -> Schnittstelle , parallele), an denen externe Geräte (Drucker, Modem) angeschlossen werden können.

Im weiter gefassten Sinne wird unter "Benutzerschnittstelle" auch die Nahtstelle zwischen Mensch und Maschine verstanden; so kann man etwa die grafische Benutzeroberfläche MS Windows auch als anwendungsfreundliche Benutzerschnittstelle verstehen.


Schnittstelle, parallele

Siehe -> parallele Schnittstelle.


Schnittstelle, serielle

Siehe -> Serielle Schnittstelle


SCISEARCH

SCISEARCH ist die weltweit größte interdisziplinäre -> Literaturdatenbank , die neben allen medizinischen Fachrichtungen auch allgemein-naturwissenschaftliche und technische Bereiche abdeckt. Sie entspricht inhaltlich dem gedruckten Science Citation Index (SCI). Vom Hersteller (Institute for Scientific Information - ISI, Philadelphia/USA) werden etwa 4.500 Journals vollständig ausgewertet, und alle Artikel mit ihren bibliographische Daten sowie den "keywords" der Autoren gespeichert. Abstracts werden erst seit Januar 1991 erfaßt.

Wie aus dem gedruckten SCI bekannt, ist es eine Besonderheit dieser Datensammlung, daß auch die in einer Arbeit von den Autoren angegebenen Referenzen abrufbar sind. Da diese "Zitatensammlung" am Schluß jeder wissenschaftlichen Arbeit in ihrer Gesamtheit zumindest teilweise den Inhalt einer Publikation wiederspiegelt, kann diese Referenzenliste auch zur Inhaltserschließung verwendet werden. Wird beispielsweise in einer Studie mit einer speziellen Methode gearbeitet, so taucht gewöhnlich der Hinweis auf den Erstbeschreiber dieser Methode auch in der Referenzenliste auf. Sucht man also beispielsweise nach allen Beiträgen, die die Methode "monoklonale Antikörper" verwenden, so kann man dies in einer herkömmlichen Literaturdatenbank durch die Eingabe des Schlagwort-Deskriptors "MONOCLONAL ANTIBODY" tuen; in SCISEARCH sucht man hingegen nach allen Publikationen, die den entsprechenden Artikel der Methoden-Erstbeschreiber Köhler & Milstein zitieren. Dieses Vorgehen wird Citation Indexing genannt.

Nach diesem Prinzip eröffnen sich nun auch neuartige Möglichkeiten, die täglich erscheinende Artikelflut durch die statistische Auswertung der von den Autoren eines Artikels zitierten Referenzen automatisch inhaltlich zu "sortieren" und bestimmten, eng umschriebenen, Fachgebieten zuzuordnen.

Auch die Frage "Wie oft wurde die Publikation des Autors x zitiert", die als Qualitätsindikator für eine wissenschatliche Arbeit gilt, kann mit Hilfe der Datenbank beantwortet werden.

Die Datenbank ist auf -> CD-ROM erhältlich, sowie u.a. bei -> DIMDI und -> DATA STAR als -> Online -Datenbank abrufbar.


Screensaver

(auch "Nachtprogramm" oder "Bildschirmschoner"). -> Residentes Anwendungsprogramm, welches nach einer bestimmten Zeit der Inaktivität des Benutzers (z.B. fünf Minuten ohne Tastendruck und Mausbewegung) den Bildschirm dunkel schaltet oder bewegte Objekte (z.B. fliegende Toaster, wie bei Apples Screensaver "After Dark") darstellt. Neben der Unterhaltung des Anwenders haben Screensaver vor allem den Sinn, ein Einbrennen des Bildes in die Lochmaske des -> Monitors zu verhindern, was insbesondere bei -> monochrom -Monitoren bei länger unverändertem Bild auftritt. Manche Screensaver lassen sich dahingehend konfigurieren, daß sie sich nur durch die EIngabe eines -> Paßwortes inaktivieren lassen. Dies macht vor allem bei sicherheitssensiblen Bereichen wie in der Arztpraxis Sinn, um die auf dem Bildschirm dargestellten Daten bei kurzer Abwesenheit vor unbefugten Blicken zu schützen.


sequentiell

"hintereinander": Wenn Daten sequentiell gespeichert sind, so bedeutet dies, daß zunächst vorhergehende Daten gelesen werden müssen. Auf magnetischen Bändern (-> Streamer -Kassetten) sind Daten immer sequentiell gespeichert (vgl. Musikkassette). Das Gegenteil ist "Speicherung mit wahlfreiem Zugriff" (z.B. auf Diskette oder CD-ROM, vgl. Schallplatte oder Audio-CD).


seriell

Bezeichnung für Vorgänge, bei denen eine geordnete Reihenfolge wesentlich ist; vgl. -> serielle Schnittstelle.


serielle Schnittstelle

(V.24/RS232C) Über serielle Schnittstellen werden beispielsweise die -> Maus , das -> Modem oder (in der ärztlichen Praxis) das Lesegerät für die -> Chipkarte an den Computer angeschlossen. Bei Mehrplatzlösungen nach dem -> Terminal -Host-Prinzip sind der -> Host -Rechner und die Terminals über serielle Schnittstellen miteinander verknüpft. Im Gegensatz zur parallelen Schnittstelle (s.o.) werden hier nicht Daten auf mehreren Leitungen zugleich, sondern »Bit für Bit@Stichwort@Server

Leistungsfähiger Rechner in einem Computernetz (-> Netzwerk ), der den angeschlossenen -> Workstations (-> Clients ) spezielle Leistungen zur Verfügung stellt. Ein Server kann beispielsweise über besonders große Festplattenresourcen verfügen, so daß der Benutzer Dateien dort ablegen und bei Bedarf abrufen kann (-> FIleserver ).


Shareware-Programme

Software, die frei kopiert werden darf, aber im Gegensatz zur -> Public -Domain-Software nicht kostenlos ist. Hierbei bietet der Urheber sein Programm in vollständiger oder leicht abgespeckter Version zu einem sehr geringen Preis an, der manchmal weniger beträgt als der Preis einer Markendiskette. Shareware-Programme dürfen frei kopiert oder auch über -> Mailboxen verbreitet werden. Sie enthalten immer einen Hinweis, daß der Anwender nach einer ge-wissen, zeitlich begrenzten Erprobungs-phase einen Obulus an den Autor errichten soll, wenn er das Programm dauerhaft nutzen will. Manchmal erhält der Anwender nach der Registrierung Updates oder Benutzerhandbücher.

Auch für den Arzt gibt es interessante Sharewareprogramme, etwa im Bereich der Buchhaltung, aber auch medizinische Software zur Anamneseerhebung oder Differentialdiagnose.

Viele Angebote im Bereich der Share-ware sind noch sehr unausgegoren und fehlerbehaftet, in letzter Zeit zeichnet sich jedoch der Trend zu qualitativ hoch-wertigen Programmen zu einem günstigen Preis ab. Die Idee der Shareware wird zerstört, wenn Anwender langfristig diese Programme nutzen, sich aber dem Gebot der Registrierung entziehen.


Sicherungskopie

Andere Bezeichnung für -> Backup : Kopieren von wichtigen Daten auf einen zweiten ->; Datenträger , z.B. -> Diskette oder auch zum Beispiel auf eine -> Spiegel -Festplatte.

Für den Kassenarzt ist wichtig zu wissen, daß er Sicherungskopien seiner Abrechnungsdateien anlegen und 2 Jahre lang aufbewahren muß (§35 Abs.6, Bundesmantelvetrag - Ärzte/Ersatzkassen vom 1.7.1994).


SilverPlatter

Wichtigster Anbieter von medizinisch relevanten Datenbanken auf -> CD-ROM , z.B. -> MEDLINE . Das von SilverPlatter entwickelte Retrievalsystem heißt -> SPIRS (vgl. -> CD Plus).

SilverPlatter produziert auch medizinische -> Multimedia -Lernprogramme auf CD-ROM un bringt auch ganze Kongresse (mit den Redden und Dias der Hauptredner) auf CD-ROM heraus; zuständig für diese Projekte ist die SilverPlatter Education Division.

Info: SilverPlatter Information; Pannierstr. 59; 12047 Berlin; Tel. 030/62 47 22 8; Fax 030/62 39 15 9

Silver Platter Education; 62 Harvard Street; Brookline, MA 02146; USA; Tel. 001-617/277 5506; Fax 001-617/277 4211


Sinix

-> Unix -Variante von Siemens.


Slot

"Schlitz": Steckplatz für Erweiterungskarten (-> Steckkarte , -> PCMCIA ).


Smart-Card

Spezielle -> Chipkarte , die als Chip nicht nur einen Speicherchip besitzt, sondern einen Mikroprozessor. Smart-Cards werden insbesondere in sicherheitsrelevanten Bereichen eingesetzt, d.h. vor allem dann, wenn nur bestimmte Benutzer Zugang zu den gespeicherten Daten haben sollen, denn Smart-Cards erlauben die sichere Übertragung und Abspeicherung vertraulicher Daten.


SNOMED

Abk. Systematized Nomenclature of Medicine (Systematisierte Nomenklatur der Medizin). Vom College of American Pathologists herausgegebene standardisierte Nomenklatur der Medizin. Die Nomenklatur besteht zunächst aus den "Dimensionen"

Topographie

Morphologie

Ätiologie

Funktion

Krankheit

Prozedur

Beruf

Innerhalb jeder Dimension finden sich hierarchisch angeordnete medizinische Termini, die durch einen bis zu 5-stelligen numerischen Code repräsentiert werden. Zur Kennzeichnung der Dimension geht diesem Code ein Buchstabe vorran. Im SNOMED sind etwa 45.000 medizinische Termini enthalten.


SNOP

Abk. Systematized Nomenclature of Pathology (Systematisierte Nomenklatur der Pathologie). Vom College of American Pathologists 1965 herausgegebene standardisierte Nomenklatur der Pathologie. Die Nomenklatur besteht zunächst aus den "Dimensionen"

Topographie

Morphologie

Ätiologie

Funktion

Innerhalb jeder Dimension finden sich hierarchisch angeordnete medizinische Termini, die durch einen bis zu 4-stelligen numerischen Code repräsentiert werden. Zur Kennzeichnung der Dimension geht diesem Code ein Buchstabe vorran. Im SNOP sind etwa 15.000 medizinische Termini enthalten


Software

Unter den Begriff fällt alles, was man am Computer »nicht anfassen


Spiegel-Festplatte

-> Festplatte , die allein dem Zweck der Datensicherung dient. Neben der eigentlichen ("primären") Festplatte findet man in vielen Arztcomputersystemen noch eine sogenannte "Spiegel-Festplatte", die allein dem -> Backup der Daten der primären Festplatte dient. Die Daten der primären Festplatte werden dazu regelmäßig gespiegelt, d.h. auf die Spiegel-Festplatte kopiert. Spiegelung stellt eine besonders schnelle, aber auch teure Methode der Datensicherung dar.

Während bei der Plattenspiegelung beide Festplatten über einen gemeinsamen Plattenkontroller und einen Datenkanal angesteurt werden, werden beim "Plattenduplexing" beide Platten von unabhängigen Kontrollern beschrieben (teuerer, sicherer, schneller).


SPIRS

SilverPlatter Information Retrieval System. Im medizinischen Bereich weitverbreitetes -> Retrievalsystem für -> Datenbanken auf -> CD-ROM des Herstellers -> SilverPlatter . SPIRS gibt es u.a. in Macintosh, DOS oder Windows-Versionen.


Spracherkennung, automatische

Fähigkeit des Computers, auf gesprochene Befehle zu reagieren bzw. gesprochene Wörter in geschriebene Wörter umzusetzten und somit ein Diktat direkt in den Computer zu ermöglichen.

Bei allen heutigen spracherkennenden Anwendungen ist zunächst ein "Training" des Computers auf die Stimme und Sprechweise des Anwenders notwendig. In der Trainingsphase spricht der Anwender das vom Computer zu lernende Wort in ein Mikrophon, welches die Schallwellen in eine elektrische analoge Spannung verwandelt. Diese elektrische Spannung wird als Zeit-Frequenz-Diagramm dargestellt und mit einem Analog-Digital-Wandler in eine -> digitale Form gebracht. Die digitalisierten Werte werden nun weiterverarbeitet. Die dabei anfallende Datenmenge enthält mehr Information als zur Erkennung notwendig. Man teilt das digitalisierte Sprachsignal deswegen in zeitliche "Fenster" ein und verwendet für die Analyse nur Segmente aus diesen Fenstern. Diese Segmente werden in mehreren komplizierten Rechenvorgängen zu Referenzmustern aufgearbeitet.

Das gesprochene Wort wird zu einem Testmuster umgewandelt. Durch Vergleich von Referenzmuster und Testmuster in komplexen Berechnungen erkennt der Computer das Wort und stellt es auf dem Bildschirm dar.

Traditionell spielt die Medizin als Einsatzgebiet für Spracherkennung eine große Rolle. Dies hat vor allem zwei Gründe. Erstens kommt gerade in der Medizin ein relativ beschränktes, hochstrukturiertes Vokabular zum Einsatz. Zweitens gibt es in diesem Arbeitsbereich häufiger Situationen, in denen man die Hände (oder die Augen) nicht frei hat, um konventionelle Eingabegeräte wie die Tastatur zu benutzen, etwa bei chirurgischen Eingriffen oder bei der histologischen Befundung am Mikroskop.

1985 wurde das "Kurzweil Voice System" auf den Markt gebracht, das erste kommerzielle Spracherkennungsgerät mit einem Wortschatz von 1.000 Worten. Eine verbesserte Version, die bis 10.000 Wörter erkannte, folgte 1987. Ein Jahr später wurde die erste Anwendung für Mediziner vorgestellt: VoiceRad, ein Spracherkennungsprogramm für die Radiologie.

IBM entwickelte 1986 den Prototyp eines Spracherkennungsprogramms mit dem Namen "Tangora" (aus dem später die heutige IBM Speech Server Series -kurz ISSS-, hervorging). Dieses System in englischer Sprache erkannte bereits 20.000 Wörter. Seit 1988 arbeitet IBM in Heidelberg an einer deutschen Version von Tangora (alias IBM Speech Server Series); diese deutsche Version wurde im März 1991 auf der Hannover-Messe gezeigt. Damals betonte IBM, daß es sich noch um ein Entwicklungs-Projekt und nicht um ein marktfähiges Produkt handelte. Heute (1994) ist das Produkt unter dem Namen "IBM Speech Server Series" (ISSS) bekannt; als Hardware-Plattform für ISSS ist ein leistungsfähiges -> RISC -System erforderlich . Im März 1990 gelang der kleinen Firma Dragon Systems aus Newton/Massachusetts, die von zwei Ex-IBM-Mitarbeitern gegründet worden war, mit dem Spracherkennungsprogramm "Dragon Dictate" ein Durchbruch. 1992 stand dieses Produkt in deutscher Sprache zur Verfügung.

IBM beschloss mit Dragon Systems zusammenzuarbeiten und übernahm die Vertriebsrechte für "Dragon Dictate 30k". Dragon Dictate 30k läuft auf dem PC.

Seit 1993 ist das Spracherkennungsprogramm "IBM DictiMed" auf dem Markt. Dieses Programm ist aus "Dragon Dictate" hervorgegangen. Es enthält einen allgemeinen medizinischen Wortschatz und ist für den breiten Einsatz in der Medizin gedacht.


Stammdatei

Die Stammdatei ist eine spezielle -> Datei , in der die -> Stammdaten eines Programms (meist -> Abrechnungsprogramm ) gespeichert werden. Die Datei hat meist die Struktur einer Datenbank, d.h. die Daten sind in -> Datensätzen und -> Datenfeldern organisiert. Auf folgende Stammdateien greift ein Abrechnungsprogramm in der Regel zurück: -> GO -Stammdatei, -> Leistungsketten -Stammdatei, Diagnosen-Stammdatei, -> Diagnosekettenstammdatei , Patienten-Stammdatei, -> Kassen -Stammdatei, -> Regelwerk -Stammdatei, Begründungstexte-Stammdatei (Begründungen für spezielle erbrachte Leistungen).


Stammdaten

Im Gegensatz zu den -> Bewegungsdaten (Befunde, Diagnosen, Leistungen) sind die "Stammdaten" im laufenden Betrieb der Praxis-EDV nur wenigen Änderungen unterworfen. Zu den -> Patientenstammdaten gehören somit in erster Linie Patientenname, Anschrift, Kasse usw. Zu den Arztstammdaten gehören Name und Anschrift der Praxis, Bankverbindung usw. Weitere Stammdaten, die von -> Abrechnungsprogrammen benötigt werden, sind Medikamentendatenbanken (z.B. -> AMIS ), Gebührenordnung (-> GO -Stammdatei), -> Kassenstammdaten usw. Stammdaten werden von Abrechungsprogrammen in den -> Stammdateien abgelegt.


Steckkarten

(Syn. Erweiterungskarten) Platinen mit elektronischen Bauelementen, die in vorbereitete -> Slots mit dem -> Bussystems eines Computers in Verbindung gebracht (eingesteckt) werden, und die so das Funktionsspektrum des Rechners oder dessen Speicherplatz erweitern.

Je nach Platzbedarf der Bauteile und Schaltungen sind Steckkarten unterschiedlich lang. An ihrem unteren Rand befindet sich die standardisierte Kontaktleiste und am hinteren Ende die Metalllasche, mit der die Karte am Gehäuse der Zentraleinheit befestigt wird. In diese Metallasche eingelassen ist - wenn nötig - ein nach außen führender Steckkontakt (-> Schnittstelle ).

Es gibt verschiedene Steckkartentypen:

- -> Grafikkarten gehören zur Grundausstattung der PCs;

- Schnittstellenkarten schaffen (zusätzliche) Anschlüsse (-> Schnittstellen ) für den -> Drucker oder die -> Maus und andere -> Peripheriegeräte .

- Mittels Speichererweiterungskarten kann der vorhandene Hauptspeicher erweitert werden.

- Fax-Karten, -> Btx -Karten und -> ISDN -Karten dienen der Kommunikation.

- Netzkarten müssen eingesetzt werden, wenn mehrere PCs zu einem Verbund zusammengeschlossen werden sollen, um ein Netzwerk (-> LAN ) zu schaffen.


Streamer

Bandlaufwerk. Vor der Erfindung der Festplatte und der Diskette war das Magnetband (Tape) das verbreitetste Medium, um Daten der EDV-Anlagen dauerhaft abzuspeichern. Heute werden Tapes fast nur noch zum -> Backup verwendet. Streamer und Magnetbänder gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen, manche sehen wie Videobänder aus, andere ähneln mehr Audiokassetten. Es existieren auch verschiedene Aufzeichnungsverfahren (waage- und senkrecht, mehrspurig). Auf einem Band lassen sich die Daten ganzer Festplatten speichern.

Da das Laufwerk für kleinere Bänder nur wenig Platz beansprucht, kann es ähnlich einem Diskettenlaufwerk in das Computergehäuse integriert werden. Die Alternative ist ein externes Gerät, das über Kabel an eine der -> Schnittstellen des Computers angeschlossen wird.

Der Streamer ist heute in den Arztpraxen und Kliniken ein beliebtes Medium zur Datensicherung.


Strichcode

-> Barcode



T


Tagesprotokoll

Im Tagesprotokoll (auch Prüfliste genannt) werden alle Eingaben in die Praxis-EDV während eines Tages in der Übersicht dargestellt. Das Tagesprotokoll kann über den Drucker oder den Bildschirm ausgegeben werden. Insbesondere werden auch Unstimmigkeiten aufgelistet, beispielsweise Patienten ohne Krankenschein, ohne Diagnose oder mit fehlendem oder fehlerhaftem Leistungszifferneintrag. Anschließend können die Fehler dann durch den Arzt korrigiert werden.


Taktfrequenz

Anzahl von Stromimpulsen, die den -> Mikroprozessor pro Sekunde durchfließen, angegeben in MHz. Die Impulse werden von einem -> Taktgeber -Chip generiert und dienen zur Synchronisation der Rechenoperationen in einem Computer.

Übliche Taktfrequenzen liegen bei 15 bis 150 MHz. Je schneller (größer) dieser Wert, desto schneller arbeitet ein Computer. Die erreichbare Taktfrequenz eines Computers hängt außer von der -> CPU auch von der Länge der Schaltungen, der Qualität der Transistoren, der Wärmeleitfähigkeit unter anderen Faktoren ab.


Taktgeber-Chip

Dieser Baustein reagiert auf die regelmäßigen Schwingungen eines Quarzkristalles und sendet mit einer bestimmten -> Taktfrequenz Impulse in andere Teile des Computers, um alle Abläufe im Rechner zu synchronisieren.


Tastatur

(engl. keyboard) Die Tastatur ist bis heute (neben der Maus) das Standardeingabegerät. In der Tastatur befindet sich ein Netz von Drähten, die sich unter den Tasten kreuzen; Tastenbetätigung löst einen elektrischen Kontakt aus. Der Mikroprozessor einer Tastatur gibt für jede Taste einen entsprechenden Code an die -> CPU weiter. Aus einer Art Tabelle im Computer, dem Tastaturtreiber, wird dann der zugeordnete Buchstabe (oder das Zeichen, die Ziffer) ermittelt und in der binären Form weiterverarbeitet.

Für verschiedene Sprachen und für verschiedene Programme stehen jeweils verschiedene Tastaturtreiber zur Verfügung: so läßt sich die Tastaturbelegung der jeweiligen Verwendung anpassen. Meistens setzen die PCs den Tastaturcode in die Zeichen des -> ASCII -Codes um, der neben den Buchstaben, Ziffern und Satzzeichen noch eine ganze Reihe von Sonderzeichen (Satzende, Seitenvorschub) enthält. In der deutschen Version besitzt die Tastatur die 55 Tasten einer Schreibmaschine, Tasten zur Cursorsteuerung, einen abgesetzten Zahlenblock sowie einige Funktions- und Sondertasten. Bei der Anschaffung sollte man auf die ergonomische Gestaltung, die Verarbeitung und das Ansprechverhalten bzw. den Druckpunkt achten.


TB OS

Kaum verbreitetes Multi-User-Betriebssystem, daß im Arztcomputerbereich nur von der Firma Tappeser für das Programm »Adamed


Telebox 400

-> Mailbox der Telekom, die häufig bei der -> Labordatenfernübertragung als Zwischenspeicher für die Labordaten verwendet wird. Wie jede andere Mailbox kann man sich die Telebox als einen Computer vorstellen, der über öffentliche Telefonleitungen zugänglich ist. Innerhalb der Telebox verfügt jeder Teilnehmer über ein persönliches elektronisches "Postfach". In diesem Postfach kann der Laborcomputer die Labordaten ablegen. Der Praxis-Computer kann sich mittels einem -> Modem über Telefonwählleitungen (Geschwindigkeit: 300-19.200 -> Baud ) oder -> Datex -P (300 bis 64.000 Baud) bzw. mittels ISDN-Karte über eine ISDN-Leitung (64.000 Baud) in den Telebox-Rechner einwählen, die Labordaten abrufen und automatisch in das Abrechnungsprogramm integrieren. Der Zugang zum Telebox 400-System erfolgt über Sammelanschlüsse, so daß "Besetzt"-Fälle vermieden werden. Telebox bietete außerdem diverse "Dienstübergänge", d.h. gegebenenfalls die Umwandlung der Information in Telex, Telefax, -> Btx - oder Cityruf-Daten.

Info: Fernmeldeamt 2 Koblenz, Spezialvertrieb Telebox, Herr O. Leuker; Postfach 9200; 56065 Koblenz; Tel. 0261/128-5765; Fax. 0261/80 48 42


Telemedizin

Forschungs- und Entwicklungsgebiet, welches sich mit Telekommunikationsanwendungen in der Medizin beschäftigt. Die -> digitale Speicherung und Übertragung von medizinischen Daten, seien es nun Texte, digitalisierte Bilder oder Töne, wird in Zukunft eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Zu Anwendungen der Telemedizin gehören beispielsweise -> PACS , Knochenmarksspender-Informationssysteme, Chipkartentechnologie zur Kommunikation von medizinischen Daten zwischen Patient und Arzt (-> DiabCard , -> Röntgencard ), Übertragung von medizinischen Daten (EKG usw.) vom Patienten zur Arztpraxis oder von einem Allgemeinmediziner zu einem Spezialisten, usw. Innerhalb der Telemedizin stellen beispielsweise die -> Teleradiologie (Fernübertragung von radiologischen Bildern) oder die -> Telepathologie Teilgebiete dar.


Telemikroskopie

Siehe -> Telepathologie .


Telepathologie

Teilgebiet der -> Telemedizin , bei dem es speziell um die Übertragung von Pathologie-Daten geht. So erlaubt etwa die Telemikroskopie die Fernsteuerung eines Mikroskops sowie die Übertragung der histologischen Bilder in ein pathologisches Institut. Damit kann folgendes Szenario Realität werden: Nach der Entnahme einer Gewebeprobe bei einer Tumoroperation an einer Klinik, an der kein Pathologe zur Verfügung steht, wird die Gewebeprobe histologisch aufgearbeitet und unter das Telemikroskop gelegt. Der mit einer Telemikroskopie-Gegenstation ausgerüstete Pathologe kann nun die volle Kontrolle des Mikroskops übernehmen, d.h. das Präperat fokussieren und durchmustern. Die Diagnose, die für das weitere Vorgehen bei der OP entscheidet, kann dann dem Chirurgen telefonisch durchgegeben werden. Die Datenübertragung zwischen den Telemikroskopen findet via -> ISDN statt. Dabei werden Bildübertragungsraten von 1 bis 0,2 Bildern /s erzielt (abhängig von der -> Datenkompression und der daraus resultierenden Bildqualität).


Teleradiologie

Teilgebiet der -> Telemedizin , welches sich insbesondere mit der Übertragung digitalisierter Röntgenaufnahmen beschäftigt.


Telnet

Befehl im -> Internet , um eine Dialog-Verbindung mit einem fremden Rechner aufzubauen, etwa mit einem Bibliothekscomputer (-> OPAC ).


Terminals

Terminals bestehen lediglich aus einer Tastatur zur Dateneingabe und einem Bildschirm. Sie enthalten, im Gegensatz zu einem Rechner, keinen eigenen Mikroprozessor, und werden deshalb auch als "dumm" bezeichnet. Die eigentliche Rechenleistung erledigt ein -> Host (-> Terminal -Host-System), mit dem die Terminals über Datenleitungen verbunden sind. Ein (intelligenter) Rechner (z.B. ein PC) kann mit Hilfe eines -> Terminalprogramms einen "dummen" Terminal simulieren, und auf diese Weise ebenfalls zur Kommunikation mit einem -> Host genutzt werden.


Terminal-Host-System

Eine bestimmte Technik, um ein preiswertes -> Mehrplatzsystem zu realisieren. Beim Terminal-Host-Prinzip werden (im Gegensatz zu den -> Netzwerken ) an den einzelnen Arbeitsplätzen keine intelligenten Rechner (PCs oder -> Workstations ), sondern nur "dumme" -> Terminals aufgestellt. Alle Rechenarbeiten und alle Speicherungen werden bei dieser Mehrplatzlösung ausschließlich von einem zentralen Rechner, dem -> Host , erledigt. Die Terminals und der Host sind über Kabel miteinander vernetzt. Terminal-Host-Systeme brauchen einen sehr leistungsfähigen Zentralrechner; die Geschwindigkeit des Systems sinkt sonst mit der Zahl der angeschlossenen Arbeitsplätze. Terminal-Host-Systeme sind eingeschränkt durch die relativ langsame Übermittlung der Informationen. Dies macht sich vor allem in der Übermittlung von Grafiken vom Hostrechner an das Terminal bemerkbar, so daß dieses Prinzip eher für reine Textsysteme geeignet ist.

Früher sprach ein deutlicher Preisvorteil für diese Mehrplatzlösung. Der Preisverfall bei den PCs hat diesen aber weitgehend zunichte gemacht, PCs sind heute teilweise schon preiswerter zu bekommen als Terminals.


Terminalprogramm

Software, mit der ein "intelligenter" Rechner einen "dummen" -> Terminal simulieren kann. Terminalprogramme sind vor allem für die -> DFÜ von Bedeutung, sie können -> Modems ansteuern und gestatten den Kontakt mit -> online -Datenbanken und -> Mailboxen .


Textbausteine

Immer wiederkehrende Formulierungen in Befunddokumentationen und Arztbriefen ("Ich danke Ihnen für die freundliche Überweisung Ihres Patienten ...") lassen sich in komfortablen Textverarbeitungsprogrammen als Textbausteine speichern. Diese Textbausteine können durch einfachen Tastendruck oder Auswahl aus einem Menue in den laufenden Text einfügen.


Textverarbeitungsprogramm

Programm (-> Software ), die zur Erstellung von Texten geeignet ist. -> Abrechnungsprogramme haben meist nur sehr einfache Textverarbeitungsprogramme integriert, die zwar für die Arztbriefschreibung ausreichen, aber keine umfangreichen -Formatierungen des Textes zulassen.


Thermodrucker

Ebenfalls - wie der -> Nadeldrucker - zur Familie der Matrixdrucker gehörend, werden hier jedoch keine Nadeln an-geschlagen, sondern bestimmte Punkte an einem Thermokopf erhitzt und von einem davor sitzenden speziellen Farb-band auf das Papier übertragen. Nachteilig ist bei diesem System der hohe Preis für die Farbbänder und die lang-same Druckgeschwindigkeit. Durch-schläge sind mit dieser Technik nicht mög-lich, dafür sind Thermodrucker prak-tisch geräuschlos, liefern ein ausgezeichnetes Druckbild und sind auch grafikfähig.


Thesaurus

1. Zusammenstellung der Schlagwörter oder -> Deskriptoren einer -> Datenbank . Beispiel: Der -> MeSH ist der Thesaurus der Datenbank -> MEDLINE . Der Anwender kann Begriffe aus dem Thesaurus auswählen, und wird dann durch die -> Retrievalsoftware auf die zu diesem Begriff passenden und in der Datenbank vorhandenen -> Datensätze geführt.

2. Synonymwörterbuch in vielen Textverarbeitungen. Auf Anfrage schlägt der Thesaurus sinnverwandte Wörter vor, die der Anwender bei Bedarf übernehmen kann.


Tintenstrahldrucker

Diese Drucker setzen Bilder aus Punkten zusammen, indem winzige Farbtröpfchen auf das Papier geschleudert werden.

Über einen Schlauch wird dabei die Tinte zum Druckkopf gefördert und durch eine Farbdüse Zeile für Zeile aufgespritzt.

Mit etwa 50 Tintentröpfchen pro Quadratzentimeter ist die erzielbare Genauigkeit bei dieser Technik sehr gut. Die Drucker sind sehr leise, benötigen aber teilweise Spezialpapier und können keine Durchschläge erstellen.


TOXALL

TOXALL hieß früher -> TOXLINE . Sie ist die wichtigste Literatur- und Forschungsprojektdatenbank auf dem Gebiet der Toxikologie, einschließlich Fragen zur chemischen Kanzerogenese, Mutagenese, Teratogenese, Arzneimittelprüfung, Arzneimittel-Toxizität, zu Medikamenten-Nebenwirkungen, Umweltverschmutzung, Abfallbeseitigung, Strahlenschäden, Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, Lebensmittelverunreinigungen, Pestiziden/Herbiziden, toxikologischer Analytik, uvm. Hersteller ist die National Library of Medicine (NLM), Bethesda/USA, die die Datenbank aus toxikologisch relevanten Datenbeständen anderer Datenbanken zusammenstellt. TOXALL ist also eigentlich eine ZUsammenfassung von Dokumenten aus insgesamt 20 verschiedenen Datenbanken (sog. Primärdatenbanken). Entsprechend der Herkunft der verschiedenen Dokumente kann TOXALL in insgesamt 20 "Subunits" (Teildatenbestände) unterteilt werden: Innerhalb eines Subunits stammen alle Dokumente aus einer bestimmten Primärdatenbank. Die Datenbank TOXALL liegt bei DIMDI in zwei Subfiles vor:

- Subfile TOXLINE enthält die Subunits der teuren Primärdatenbanken (-> BIOSIS , Chemical Abstracts, -> IPA = International Pharmaceutical Abstracts), während

- Subfile TOXLIT enthält die Subunits, die mit geringeren Lizenzgebühren belastet sind.


TOXLINE

(Abk. Toxicology Information on Line)

1. Alter Name für die Datenbank -> TOXALL .

2. Heutiger Name für eine "Untermenge" der Datenbank -> TOXALL .


TOXLIT

"Untermenge" der Datenbank -> TOXALL .


Trackball

Der Trackball funktioniert wie eine auf den Rücken gelegte mechanische -> Maus . Man benötigt keinen Platz für eine Lauffläche. Es gibt Tastaturen, in die der Trackball direkt eingebaut ist.

Weitere mausverwandte Eingabemedien sind Thumbwheel und Joystick, welche aber für die Arztpraxis ohne Bedeutung sind.


Treiber, Treibersoftware

-> Software , die die Ansteuerung eines bestimmten Gerätes übernimmt. Für jede -> Hardware -Komponente eines -> EDV -Systems werden in der Regel gerätesüezifische Treiber mitgeliefert, die die Daten-Ein- und Ausgabe steuern.


Typenraddrucker

Der kaum noch verwendete Typenraddrucker kommt einer Schreibmaschine am nächsten. Ein Druckhammer preßt die Buchstabentype mit dem Farbband gegen das Papier und erzeugt so den gewünschten Abdruck. Auch Durchschläge können gemacht werden. Typenraddrucker haben ein überzeugendes Schriftbild (Typenrad auswechselbar), sind aber relativ langsam und laut.



U


Unix

Wichtiges Multiuser/Multitasking-Betriebssystem (-> Betriebssystem , -> Multitasking , -> Multiuser ). Unix wird bevorzugt dort eingesetzt, wo -> Mehrplatzlösungen gefragt sind, also beispielsweise in größeren Arztpraxen oder auch im Wissenschaftsbetrieb. Es gibt einige Varianten von Unix, die alle an der Endung -ix zu erkennen sind. Im Arztcomputerbereich spielen vor allem -> Sinix und SCO-Xenix eine Rolle. Diese Varianten von Unix sind untereinander nicht voll kompatibel.

Vor allem die Vielzahl der Unix-Varianten war es möglicherweise, die den prophezeiten Siegeszug von Unix deutlich gebremst haben. Andere Multi-User-Betriebssysteme im Arztcomputerbereich wie -> MUMPS , -> Prologue und -> TB OS brauchen im Vergleich zu Unix teilweise weniger Speicherkapazität oder sind kostengünstiger. Allen gemeinsam ist aber ihre geringere Verbreitung.


Update

Nachlieferung zu einem Programm oder Auslieferung einer völlig überarbeiteten Programmversion.



V


Veränderungsdaten

Andere Bezeichnung für -> Bewegungsdaten .


Versichertenkarte

Siehe -> Krankenversichertenkarte


Verzeichnis

(engl. directory) Siehe -> Dateiverzeichnis .


VGA

(Abk. Video Graphics Array) Der VGA-Standard ist ein im Arztcomputerbereich allgemein akzeptierter Standard der Bildschirmdarstellung. Vgl. auch -> Grafikkarten .


Virus

Ein Computervirus ist ein sich selbst ver-mehrendes Programm, das meist unbeab-sichtigt in die Praxis-EDV eingeschleppt wird. Teilweise können solche Viren recht spaßige Erlebnisse vermitteln, mitunter aber auch den gesamten Datenbestand vernichten. Vorsicht ist geboten, wenn Programme von anderen Rechnern auf die Praxis-EDV kopiert werden.


Visit-Card

-> Lasercard , die von der Firma Visit hergestellt wird, z.B. die -> Röntgencard .

Info: Visit GmbH, Personal Datacard Systems, Postfach 6504, 79041 Freiburg, Tel. 0761/45231-0, Fax. 0761/4761614


Vordatieren

Im Zusammenhang mit der Praxis-EDV bedeutet "vordatieren" die Eingabe von Gebührennummern (Leistungsziffern) und Abrechnungsdiagnosen mit einem gegenüber dem aktuellen Tagesdatum vordatierten Datum. Bei den -> Zulassungsprüfungen der KBV für -> Abrechnungsprogramme wird sichergestellt, daß ein Vordatieren der Leistungen nicht möglich ist: Das Programm muß eine Fehlermeldung ausgeben und muß die Eingaben verweigern.


Voxel

Bildpunkt in einer dreidimensionalen Matrix (d.h. in einem 3D-Bild, z.B. in einem Kernspintomogramm) (vergleiche -> Pixel ).



W


Waitestates

Waitestates = Wartezyklen enstehen, wenn die -> CPU schneller arbeitet als die übrigen Bausteine des PCs. Im Inter-esse einer schnellen Datenverarbeitung ist eine möglichst geringe Anzahl von Waitestates anzustreben.


WAN

Abk. für -> wide area network


Wartezimmerverwaltung

Die Wartezimmerverwaltung ist eine Liste, die der PC anlegt, um dem Arzt anzuzeigen, welcher Patient wo, wie lange, und möglicherweise auch warum wartet. Die Sprechstundenhilfe trägt den Patienten bei seinem Eintreffen in der Praxis in die Wartezimmerliste ein, der Arzt braucht nicht mehr den Namen des Patienten einzugeben, wenn der Patient in sein Sprechzimmer tritt, er kann das entsprechende Krankenblatt durch Aus-wahl aus der Wartezimmerliste auf seinen Bildschirm holen. Gleichzeitig gibt die Wartezimmerverwaltung die Möglichkeit, Patientendateien, die nach Abschluß der Sprechstunde noch einmal bearbeitet werden müssen »zwischenzulagern« um später Bescheinigungen, Arztbriefe oder sonstige Einträge vornehmen zu können.»


Wechselplatte

Wechselplatten sind magnetische Platten in stabilen Kunststoffboxen (Cartridges), die äußerlich entfernt an Disketten erinnern. Sie bieten nahezu so viel Speicherplatz wie Festplatten. Man kann den Datenträger aus dem Wechselplatten-Laufwerk entnehmen und durch einen anderen ersetzen. Hierdurch ergeben sich im medizinischen Bereich insbesondere Vorteile hinsichtlich der Datensicherheit und des Datenschutzes (-> BDSG ), da die Platten entnommen und weggeschlossen werden können. Hersteller von Wechselplattenlaufwerken sind SyQuest und Iomega (Bernoulli-Laufwerke); die Wechselplattensysteme sind untereinander nicht -> kompatibel .


wide area network

(Abk. WAN). -> Netzwerk von Computern, die (im Gegensatz zum -> LAN =local area network) über ein "weites" Areal verteilt sind (die vernetzten Rechner können zum Beispiel in anderen Städten oder Ländern stehen). Ein WAN ist z.B. das -> Internet .


Windows

Windows ist eine grafische Benutzeroberfläche für DOS-Rechner. Windows vereinfacht die Bedienung des Computers wesentlich, und ermöglicht ein äußerst komfortables und rationelles Arbeiten am PC. Windows - vom MS-DOS-Hersteller Microsoft entwickelt - ist -> Fensterorientiert . Windows 3.1 ist im Gegensatz zu Windows NT kein eigenes -> Betriebssystem , sondern nur ein Betriebssystemaufsatz zu MS DOS. Erst Windows 4.0 kann als eigenständiges Betriebssystem bezeichnet werden.

Durch die konsistente Oberfläche wird dem Anwender ein leichter Einstieg in Softwareprodukte unterschiedlicher Hersteller ermöglicht. Außerdem können die Windows-Programme über eine standardisierte Software-Schnittstellen (-> Schnittstelle ) Daten untereinander austauschen (DDE=Dynamic Data Exchange).

Auch Arztprogramme werden zunehmend unter Windows angeboten (z.B. MCS INA).


Windows für Workgroups

Windows für Workgroups ist eine besondere Variante von Windows für kleinere peer-to-peer -> Netzwerke und eignet sich für Arbeitsgruppen und Teams.

Vom normalen Windows unterscheidet sich Windows für Workgroups durch den gemeinsamen Terminkalender Schedule+, eine -> EMail -Funktion sowie verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Arbeitsplätzen.


Workstation

Leistungsfähiger Arbeitsplatzrechner (Mikrocomputer), der meist Bestandteil eines Computernetzes (-> Netzwerk ) ist. Eine Workstation wird in der Regel von einem -> Server "bedient", kann aber auch selbst ein Server sein.


WORM

(Write once - read multiple). Allgemeine Bezeichnung für einen ->; Datenträger , auf dem Informationen dauerhaft gespeichert werden können. Die Daten können beliebig oft gelesen und ggf. auch ergänzt, aber nicht gelöscht oder verändert werden. Das klassische WORM-Medium ist eine CD-ähnliche optische Speicherplatte, die vom Anwender nur einmal beschrieben und dann beliebig oft gelesen werden kann. Da die WORM-Platten eine hohe Speicherkapazität aufweisen und zudem austauschbar sind, eignen sie sich besonders für speicherintensive Archivierungen wie bei bildgebenden Verfahren (Röntgen). Ein anderes WORM-Medium ist beispielsweise die -> Lasercard .


Wysiwyg

Abk. für »What you see is what you getWas man sieht, bekommt man«. Im Computerbereich bedeutet dies: Die Darstellung der Daten auf dem Bildschirm entspricht dem tatsächlichen Ausdruck auf Papier. »



X


XT

(extended Personal Computer), inzwischen durch die -> AT -Reihe abgelöster, relativ leistungsschwacher Computer (-> IBM -kompatibel)



Y



Z


ZI

Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Köln (Rechtsfähige Stiftung). Unterhält u.a. seit 1974 eine -> EDV -Beratungsstelle für Ärzte.

Info: ZI, Herbert-Lewin-Str. 5, 50931 Köln, Tel. 0221/40 05-0, Fax 0221/40 80 55


Zulassungsprüfung

Die Zulassungsprüfung gehört zu den -> KBV -Begutachtungsverfahren, bei der -> Abrechnungsprogramme geprüft werden. Die Programme dürfen erst nach bestandener Zulassungsprüfung vom Arzt zur Abrechnung eingesetzt werden. Jede zertifizierte Software, die das Zulassungsverfahren erfolgreich passiert hat, erhält eine -> Prüfnummer .

Bei der Zulassungsprüfung unterschieden werden

Erstprüfung: Wenn eine Software neu entwickelt wurde

Nachprüfung: Wenn eine Software bereits eine KBV-Zulassung zum -> ADT -Austausch besitzt, aber nach Einführung einer neuen -> ADT -Satzbeschreibung (durch die KBV) eine grundsätzliche Programmüberarbeitung notwendig geworden ist.

Erweiterungsprüfung: Wenn eine Software bereits eine KBV-Zulassung zum -> ADT -Austausch besitzt, und das Programm seitens des Herstellers so überarbeitet oder ergänzt wurde, daß eine Veränderung der Abrechnungsfunktionen vorgenommen wurde.

Info: KBV Rechenzentrum, Prüfstelle, Ottostr. 1, 50859 Köln



HTML-pages and icons best viewed with Netscape 2.0; designed by G. Eysenbach. All rights reserved. Webspace kindly sponsored by Yellow Internet Publishing .
Thursday, 15-Jul-2004 08:02:05 PDT
Last accessed from msnbot-207-46-204-237.search.msn.com - (201357)